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Blog von TeddeMehr

1. Teil: 15.5

30. Dezember 2020 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #dreimal erwachen

Es war dabei geblieben: kein einzige Radiosender, der am Digitalradio reinzukriegen war.

Nichts als bleierne Stille, die nach jedem Fingertippen geherrscht hatte.

Und die Zeitanzeige, das einzige, was die anstellte, war, daß sie blinkte

Als wäre das Radiogerät doch kaputt. Ohne daß der zweite Joachim sich an dem Gerät vergriffen hatte.

Wohl vergessen worden. Oder, davon abgelassen, nachdem an dem Teil noch nicht mal die digitale Uhranzeige funktionierte.

 

Aus der Küche torkelte Joachim auf den Flurgang hinaus. Lehnte sich an die der Küchenschwelle gegenüberliegende Wand, mit der Frage, warum er losgemacht hatte, wenn er sich an sich nicht das geringste überlegt hatte.

Außerdem war ihm dermaßen schwindelig, daß sich die Frage stellte, ob er nicht besser alles auf später verschob, sich auf den Boden niedersetzte und langstreckte. Das sich eingestehend, daß er sich in der Einschätzung seiner Person irrte. Nichts war es damit, sich aufzumachen, nach der Welt in seiner Umgebung zu sehen. Um in Erfahrung zu bringen, was in ihr genau los war.

 

Endlich, nach unendlichen Tagen, hätte er gerne etwas unternommen, den mysteriösen Ereignissen genauer auf den Grund zu gehen. Bloß - was war? Der nächste Rückschlag. Daß er sich bald vor Schwäche und Übelbefinden auf den Boden hinabsinken lassen mußte.

Schuld an allem hatte nur einer: der andere Joachim. Der andere Joachim, ein durchgeknallter Mistkerl. Ein sinnloser Kaputtmacher von Sachen.

All das war entzwei, nach dem einer nur kurz zu greifen brauchte. Einen Fingerdruck auszuüben, um nach ein paar Momenten eine aufgehellte Anzeige überblicken zu können. Des weiteren kurz darauf auf einem Tastenfeld Buchstaben zu tippen. Die Nachricht in einem Augenblick abzuschicken.

 

Nun war er von sich selbst vor vollendete Tatsachen gestellt. Er mußte raus aus seiner Wohnung. Diese verlassen.

Vielleicht waren diese Leuchtkugeln überhaupt nicht so schlimm, begegnete man ihnen.

Es hatte sich nichts abgespielt. Seitdem er mitten vorm Kücherfenster gestanden war, das bemerkte, daß unten auf der Straße so eine namenlose gelb gleißende Kugel längs schwebte.

Wäre das eine Science fiction-Filmszene gewesen, hätte es gut die Möglichkeit sein können, daß Gerätschaften ihn im besten Lichtschein wahrgenommen und durchleuchtet hatten.

War jedoch nichts, das in der Folge geschah. Also ...

Würde er dann schnell über alles Bescheid gestoßen bekommen, was diese komischen Kugeldinger anging, die Marga in ihren Kurznachrichten erwähnt hatte.

Über alles würde er aufgeklärt werden, sobald er sich erst mal jemandem gegenüberbefand.

 

 

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