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Blog von TeddeMehr

DeMehr's K.K.-Expo: I 2

20. März 2013 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #K.K.

 

2. Der Sturm

 

* Die Dunkelheit war hereingebrochen. Über dem Meer frischte die Brise zunehmend auf, zogen sich die Wolken immer bedrohlicher zusammen. Auf der "Peter" scherte man sich wenig darum, begann man unter Deck in der geräumigen Gesellschaftskajüte mit Irene Departs Geburtstagsfest; einundzwanzig wurde sie. Ruth Depart und Jack Meyers servierten den ersten Gang des Fünf-Gänge-Menüs, einen leichten Pudding, dessen Besonderheit Trüffel waren.

 

* Unter Deck bekam die Geburtstagsgesellschaft mit, daß der Seegang langsam immer heftiger wurde; beunruhigen wollte sich darum erst einmal weiter niemand. Nach dem vierten Gang brachte Meyers die Geburtstagstorte herbei. Einundzwanzig Kerzen mußte Irene ausblasen. Anschließend erhielt Irene Geschenke. Gina Davies hatte etwas Besonderes für Irene vorbereitet: Das Geburtstagskind durfte aus einem Hut eines von drei Losen ziehen. "Markus" stand auf dem entrollten Papier geschrieben. Viel Gelächter. Markus Unger war Irenes Geburtstagsgeschenk für die spätere Nacht. Darüber freute Irene sich ziemlich.

 

* Die Schaukelbewegungen der "Peter" wurden so stark, daß sie das Fest wirklich störten. Renè Depart übernahm es mit Anton Dieger zusammen, auf Deck nach dem Rechten schauen zu wollen. Dieger ging voraus, öffnete die Achtertür ins Freie; sofort wurde er von einer harten Welle Meerwasser voll getroffen, sauste der Schwall die Holzstiege herunter. Gräßlich schlug sich Dieger den Kopf an der Wand an. Depart schloß mit Müh und Not die Achtertür, ehe er sich um Anton Dieger kümmern konnte, dem das Blut aus der Nase lief, der allerdings bei Bewußtsein war.

 

* Zum Glück fehlte Anton Dieger sonst nichts weiter. Aber es war eine Tatsache, daß das Geburtstagsfest vorbei war und daß alle auf der "Peter" sich in den tiefsten Nöten befanden. Das Licht fing an zu flackern; schließlich gab der Generator für den elektrischen Strom den Geist auf. In tiefster Schwärze entdeckte man sich. Von oben war ein Krachen zu vernehmen, als  wäre ein Mast entzweigebrochen. Rene Depart befahl, alle sollten augenblicklich zusehen, in die Schlafkajüten zu kommen, sich dort auf den Betten festzuschnallen. Was blieb, das war die Hoffnung, daß der Sturm irgend etwas von der "Peter" und von ihnen selber übrig ließe.

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