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Blog von TeddeMehr

"Eine neue Lieferung": Eine kleine Preisliste (nach "WdW")

25. Mai 2014 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #T-Rixi

Der Mensch, ein Ersatzteillager.

 

Ich schreibe hier mal ein weniges was ab, was in Welt der Wunder (Heft 03/08) geschrieben stand, was einzelne Knochen so ungefähr kosten. (Gemeint sind hier Knochen, die ein Chirurg jemandem auf Wunsch implantieren könnte.)

 

Preise sind natürlich variabel. Alles auf der Welt ist einmal teurer, billiger.

(Das hier auch nur als kleiner Ansatzpunkt gedacht, um sich eine Vorstellung zu machen, was man ungefähr wert sein könnte. Eine Preisvorstellung quasi.)

 

 

Schädel mit Zähnen: 800 Euro

 

 

Hinterhauptbein: 80 Euro

 

 

Rückenwirbel: 30 Euro

 

 

Rückgrat, komplett: 300 Euro

 

 

Rücken: 130 Euro

 

 

halbes Skelett: 1750 Euro

 

 

Scheitelbein: 80 Euro

 

 

Kiefer: 90 Euro

 

 

Halswirbel: 90 Euro

 

 

Schulterblatt: 85 Euro

 

 

Oberarmknochen: 85 Euro

 

 

Armspeiche: 85 Euro

 

 

Hand: 140 Euro

 

 

Elle: 85 Euro

 

 

Oberschenkelknochen: 100 Euro

 

 

Wadenbein: 85 Euro

 

 

Schienbein: 85 Euro

 

 

Fuß: 100 Euro

 

 

(Und da gibt es noch viel mehr.

Was eventuell volle, hübsche Brüste kosten, so ein Gemächt, das länger ist, als das eigene mal war, Finger-, Zehennägel, innere Organe, die einer brauchen könnte, weil die eigenen Aussetzer haben - bitte selber auf die Suche gehen, was hier die ungefähren Preisklassen sind.)

((Noch mal: Obige Liste ist Welt der Wunder-abgeschrieben.

Das heißt, alles nicht von mir selber aus den Fingern gesogen. Sondern anderer Leute Recherche. Deshalb schon ein bißchen handfest, massiv.))

 

 

*

 

 

Also ...

 

Da läppert sich für den, der Menschen fängt, schon was zusammen.

Hier läßt sich bestimmt was verdienen, wenn sich einer beruflich dafür interessiert. Weil Kliniken, Krankenhäuser, verschiedenste Labore und Universitätsinstitute einen ungeheuren Bedarf nach Knorpeln, Gewebe, Hirnhäuten und sogar vollständigen Gesichtern haben.

Frag oder lies hier mal einer nach, von wegen den Wartezeiten von Patienten, von wegen der Verzweiflung mancher Kranker, die Druck auf die behandelnden Ärzte ausüben, weil sie endlich unters Messer wollen, um ein Organ eingesetzt zu bekommen.

 

Friedlich sterben - und denken, man würde mit Haut und Haaren eingegraben werden, das war vielleicht früher mal.

Heutzutage kann alles vorkommen, und sie entdecken möglicherweise bei dir aus irgendeinem Grund irgendwann, daß das Skistöcke sind, die du statt deinen Unter- und Oberschenkelknochen drinnen hast.

Am Schluß fehlen dir so viele Einzelteile, daß man dich gar nicht mehr einbuddeln hätte müssen ...

Hier dreht's sich, bist du im Leben gesund gewesen, um Ganzkörperverwertung. Nichts, das nicht zu gebrauchen wäre.

 

 

Das heißt, Vorsicht beim Sterben!

Aufgepaßt, nicht wegen nichts mal schnell abkratzen. Nicht vorher genau drüber nachgedacht zu haben.

Ja, scharf gibt es zu bedenken, was mit den eigenen Weichteilen, der Haut, den Knochen und allem gemacht werden soll, wenn man selber keinen Einfluß mehr darauf hat. Das sollte man zuvor geklärt haben, will man das und das nicht, wenn man abgekratzt ist ...

Dann, wenn man es festgelegt hat, man einer Entnahme etwa nicht zugestimmt hast - müßte wer aufpassen, daß sich die Herrschaften auch wirklich an die Vereinbarung halten.

 

 

---

 

Und schließlich könnt's noch welche geben, die wollen Kleinigkeiten von dir, daß du's nicht glaubst. Gourmets. Denen das Gewöhnliche nicht mehr reicht. Krokodil, Hai, Gorilla ...

Es gibt immer noch einen Genuß, muß man wissen.

 

Also, Frischfleisch soll es sein. Das allerdings leider, bis damit gekocht werden kann, aufwändig besorgt und angeliefert werden muß.

Ich spreche hier nicht von langweiligem, blödem Getier, ob knapp am Aussterben oder nicht. Sonden von der Lust auf eine besondere Art von Fleisch. Wie es sie schon unsere Vorfahren dann und wann hatten. Die es sich nicht nehmen ließen, dieses Gelüst bei sich zu stillen.

Menschenfleisch!

Erst das bringt vielleicht wieder die rechte Spannung zurück, den Genuß bei den Speisen.

Und wenn man einen guten Koch zur Verfügung hat. Da schmeckt am Schluß sicher alles.

Man hat bestellt - und es wird serviert ...

 

 

 

 

PS.

Entstanden ist die Idee für diese Geschichte wegen ...

einem Geschichtlein, in dem ein herausgezogenes güldenes Nasenrammel seine Rolle spielte.

Und wegen einem Geschichtchen, in dem die ungefähre Rede von Speisern, Essern war, die aufs Klo gingen. Um sich den Finger in den Hals zu stecken ... Nach ein paar weiteren Verrichtungen zurück vom Klo, konnte weitergegessen werden, die nächsten köstlichen Gänge ... Stundenlanges Essen.

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