Dem zugeblinzelt
Die Tage, Ende Mai des Jahres '17 nach dem Millenium.
Wieder einer, der dachte, er wäre dann bei Jungfrauen, die ihm Wein in den Becher gießen würden.
Als Märtyrer hat er sich scheinbar in die Luft gesprengt. Schwer zu sagen dabei, wer ihm DAS zuvor sicher machte und dafür sorgte, daß ihm das Herz leicht wurde. Daß er sich all dessen wirklich versichert war, was es ihm im Kopf vormachte, was sein würde, wenn er das anstellt, was er tatsächlich denn gemacht hat: sich in einer Gruppe Jugendlicher in die Luft gesprengt. Hinterhältigerweise. Mit dem Sprengstoff irgendwo am Körper oder nahe dabei.
Schon die Frage, was einem das über Religionen im allgemeinen erzählt. Erzählt es einem was über Religion und Religionen? Über Leute, die Religion verbreiten? Und die, die Zeug für Ernst nehmen?
Ehrlich, der Witz dabei ist noch dazu, daß die, die dieser einen bestimmten namenlosen Religion anhängen, in der Hinterhand auch noch dahin blinzeln, meinen: "Schaut nur, wie SIE gewalttätig sind. Wie das Blut durch SIE fließt. Wärst du sonst hier, hätte dich das nicht neugierig gemacht?"
Aber sicher! Gehst du hin, besuchst sie mit anderen vermehrt in ihren Tempeln, denken sie mit Sicherheit: was für eine Aufmerksamkeit ihrer Religon durch so Leute erst zuteil wird. Ohne die, viel weniger los wäre. Wie Neugierige sich umschauen, alles wissen wollen, komisch fasziniert dabei aus der Wäsche gucken und trotzdem dableiben.
Ehrlich, durch so was, jene Geschehnisse, dem Ruf als schändlicher, hinterhältiger Mörder, auch noch Gewinn erfahren. Durch solcherart Personenkreis, der im Namen einer Religion andere anleitet, Hinterfotzigkeiten zu begehen. Etwa, sch in eine Gruppe von Leuten reinstellen, dann den Sprengstoff, den man mit sich trägt, von dem keiner was ahnt, zünden, sich in die Luft zu jagen.
Die eigene Opferbereitschaft des weiteren, die einer durch so eine Schandtat im Grunde genommen für welche zum Ausdruck brachte. Und es wurde die Arglistigkeit auch bereits gefeiert. In so Netzforen. Wo man sich unter gleichen zusammenfindet.
Da hat sich jetzt also tatsächlich einer gesehen, wäre er erst tot, bei "Jungfrauen". Ausgemalt hat er sich derartiges scheint's, wäre er nicht mehr am Leben, umgäben ihn sofort wo "Huris", "Jungfrauen", nur eins im Sinn, ihn in paradiesischen Gärten herumzuführen, zu bedienen und ihm ständig den Kelch mit Wein vollzuschenken.
Was ein Bild - hahaha!
Noch dazu an dem Platz: guter, alter Nordmann-Glaube. Den Nordmännern und ihrer mythologischen Sagenwelt das hinterhergekoppelt, Das mit mit den Jungfrauen klingt wirklich ähnlich dort. Thor mit dem Hammer, die Region. Nordische Mystik. Für die in der Wüste unter der heißen, brennenden Wüstensonne bei den Stämmen genommen, nicht so besonders toll informiert. Als Doppel bei ihnen nur unwesentlich verändert textlich fixiert. Das anschauliche Bild, das mit den Jungfrauen. Als wärs das exklusiv eigene, nicht das derer aus der Welt des Nordens.
Dafür, darf man sich mit Sicherheit vorstellen, hat der eine, heute, Ende Mai des Jahres '17 nach dem Millenium, der "Spreng-Meister", auf mancherlei verzichtet, vor seiner schändlichen Tat. Die Tausendsten Waschungen an sich vollführt. Relativ asketisch und viel betend sich auf das eigene Ableben, aber das Glück bei den "Jungfrauen" im Sonstwo vorbereitet.
Man glaubt's nicht, nicht?
Das, so Nordmann-Religion, die unter der heißesten, brütendsten Sonne Anklang fand. Dort, wo's echt Fata Morganas zu gewahren gibt, wenn man nur lange genug in der Wüste unter der flirrenden Sonnenglut rumreist. Fernste Objekte kann man plötzlich am Horizont zu Gesicht kiegen. Die allerdings ins Nirgendwo verschwinden, sobald man ihnen zu nahe kommt.
O ja, das Größte wirklich an der Szene der Gegenwart: Welche, die fühlen sich geholfen, nach vorn gebracht. Nicht verachtet. Sondern: ihnen ausgeholfen. In den Tempeln.
Wo der Vorbeter umgeht, seine seltsam mehr gewordene Gemeinde stolz überblickt ... Es könnte nicht besser sein.
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