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Blog von TeddeMehr

"Putsch" war durchaus schon mal ...

25. Mai 2017 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware

So einer aus der Bundeswehr, steht derzeit in den Medien zu lesen, hätte gerne einen Putsch angesagt.

Einen Putsch!

Anscheinend ein Antidemokrat für ein rechtslastiges System.

Wer weiß, wie viele in der gegenwärtigen Bundeswehr welchen Geist teilen. Eine große Fragestellung.

Der Charakter der Bundeswehr hat sich in dem Sinne die letzten Jahre ziemlich verändert. Fort von einer "Wehrpflichtsarmee", in die jeder ab der Volljährigkeit oder nach dem Schulabschluß, der Lehre eingezogen wird, wieder zu einer fast reinen Berufsarmee. Einer Armee aus Berufssoldaten.

Was die, die früher, fünfziger Jahre, die Bundeswehr aufbauten, so nicht wollten. Da sollte ein gewisser Unterschied sein zu früher, gemeint: die Nazi-Ära..

Die Erfahrungen, die in der Weimarer Republik gemacht wurden, hatte man im Kopf. In der Weimarer Republik hatte man auch ein Heer von Berufssoldaten, die irgendwann einem Horizont anhingen, alles andere als loyal zu dem Weimarer Republik. Für den Ungeist von dem mit dem Bärtchen waren sie in der Mehrzahl anfällig, als wäre Seuche. Der Ungeist von dem, der Charlie Chaplins "Tramp" fälschte. Um dem "Tramp" am Ende den miesestens möglichen Charakter zu verleihen. Unter aller Kanone.

Man siehe, die Befehlshaber der Weimarer-Republik-Berufssoldatenarmee, bei denen fanden die Lügen und Falsch- und Andersdarstellungen realer Geschehnisse der Nazis ziemlich Anklang. Bis hin zu regelrechter Verbrüderung, einem deutlichen Steigbügelhaltertum für die. Für die Politiker der Weimarer Republik war die eigene Berufssoldateska keine große Hilfe gegen die Rechten und Faschisten. Vielmehr hörten diese uniformierten Weimarer-Repuplik-Soldaten-Oberen infam die nationalsozialistische Stimme, als hätte die ihnen was zu sagen gehabt. Jene rührten eher die Finger für die Nationalsozialisten und deren Interpretation des Faschismus. Borniert und in einer eigenen Schein-Realität und einem falsch verstandenen Gehorsam begriffen sie nicht viel der Weimarer Republik.

Das war natürlich eine Erfahrung, derer man sich in den Fünfziger Jahren bestens bewußt war. An nichts erinnerte man sich deutlicher. Als die Bundeswehr frisch aufgebaut wurde.

Eine Erinnerung aus einem Erfahrungshorizont heraus, der jedoch mittlerweile, die Jahre hindurch, immer mehr verlorenging. Wieder hat die deutsche Europaregion in der Gegenwart eine ziemlich reine Berufssoldaten-Armee bekommen. Die Szene beginnt fast wieder eher der in der Weimarer Republik zu ähneln. Wo sich auch das Falsche, dort das mit der Monarchie und dem Soldatentum unter dem Kaiser romantisierte, bei denen in der Soldatenuniform nochgerade insbesondere.

Geradezu eine Böswilligkeit, daß in der Gegenwartswelt wieder eine Berufssoldatenarmee eingeführt ist, im demokratischen Deutschland. Aus "Kostengründen", das wurde den Leuten mitgeteilt, hat man die Wehrpflicht wieder relativ abgeschafft, für eine gewisse fixe Zahl ewiger Berufssoldateska mit einem scheinbar oftmals sehr unbestimmten Korpsgeist.

Das, was dort bei diesen uniformtragenden Leuten gärt und brodelt, davon kriegt man heute, Stand Mai des Jahres '17 nach dem Millenium, geradezu reichlich medial was mit. "Wehrmachts"-Romantiker und dergleichen Zeugs, das da in der Bundeswehr freiweg geistert. Der Anfälligkeit für derartige Mentalität wird reichlich Platz gegeben. Immer unverhohlener präsentieren sich Gesichter. Viel am Losgehen bei diesen deutschregionalen Gegenwarts-Berufssoldaten.

Stimmt's nicht? In der Weimarer Republik waren SIE ganz weit vorn mit dabei, die Weimarer Republik abzuschaffen. Quasi haben sie kaum die Finger gerührt und mitgeputscht. Mitgeholfen, daß das "Ermächtigungsgesetz" des Einen sich ja Bann brechen konnte. Zwar kriegte man keinen Kaiser zurück, dafür setzte man sich einen großen Diktator vor die Nase. Verblendet.

Das, was das sollte, die Wehrpflicht wegen "Kostengründen" abzuschaffen? Im Heute. Die letzten Jahre.

Jetzt sieht man sich jedenfalls wieder einer unberechenbaren Horde an "Berufssoldaten" gegenüber, an deren Unis rechtsdrehende Geisteshaltung groß geht. Von denen allzu viele Devotionalien von Altvorderen bei sich dulden. Verlogen einer falschen Tradition gehuldigt wird. Wie eben so Namen unbekannterer Wehrmachtsgeneräle für Kasernen verdeutlichen, Wehrmachtsgeneräle, bei denen eigentlich fast keiner genauer nachsehen kommen darf, sonst: Weltuntergang. Glattweg sofort müßte der Name geändert werden. Eigentlich.

Es sei denn ... Die Rechnung mit der nächsten Vergeßlichkeit.

 

 

 

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