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Blog von TeddeMehr

Die "Kraken" wollen jeden

20. Dezember 2016 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware

Die, die gerne alle möglichen Daten bis in die kleinste Einzelheit von mir und dir hätten, haben Klage geführt, daß der Datenschutz in Europa und der Europaregion Deutschland zu stringent wäre. Sie hätten die Daten-Schatulle gerne zu ihrem Vorteil geöffnet. Offen soll sie stehen, daß sie nach Gutdünken hineingreifen dürften. Unbesorgt drinnen zu stöbern, sich jederzeit das Gesuchte herausfingern. Um es in ihrem Sinne einer Vermarktung zuzuführen. Für was auch immer.

Daß sie sagen könnten, Daten, die ihnen im Grunde für nichts gehören, wären ihnen doch übereignet. Wären ihr Besitz, ohne daß du, der, um den es in diesen Daten geht, die Zustimmung gegeben hat. DICH persönlich hätten sie dabei gerne außen vor. Dich selbst wollen sie nicht so fragen. Es ist wie so eine Herrschaft, die sie über dich übernehmen wollen. Du sollst dich am besten um nichts weiter kümmern.

Sie sehen das so ähnlich, wie die Nordamerikaner schon mal ankommen, meinen, alles im Internet, das gehöre ihnen. Weil das weltweite Netz schon mal eine Idee des nordamerikanischen Militärs war. So denken sie sich das auch mit den sonstigen Daten: Alles gehöre ihnen, Zum Beispiel, well man nur bei einer Plattform angemeldet ist, hätten sie Verfügungsgewalt über alles. Mit deiner Anmeldung bei ihnen hast du darin eingewilligt, dich ihnen und ihrem Willen zu übereignen.

Das heute in Europa, die Ansagen, die es da gibt, hat im Hintergrund: Noch schwerer soll es für jedermann als Einzelperson werden, gegen Sachen, die diese Daten-Kraken bei sich in der Anlage haben, über das, was sie mit Informationen von dir anstellen wollen, Widerspruch einzulegen. Von ihrer Datensammlung sollst du überhaupt bestmöglich sehr wenig wissen. Bis da hin, daß es dir fast unmöglich wäre, gegen irgendwas anzugehen, das sie gerne mit deinen Daten und mit den Daten anderer Leute unternehmen.

Vor allem geht es dabei um ganze Datensätze von dir, mit denen sie gerne Bargeld gemacht hätten. Du dienst quasi bei ihnen unangestellt als Mitarbeiter oder so und uninformiert über alles, was sie tun, zur Geldvermehrung. Das ist der reine Zweck, daß sie von dir Art Bewerbungsprofile verfertigen. Bis nach überallhin, daß man sich überlegen könnte, sie hätten gerne, über den Zweck deines ganzen Lebens zu bestimmen.

Das immer Genaure von dir und mir soll dienlich sein, die Werbung für irgendwelche Sachen noch zielsicherer, persönlicher auf deinen Geschmack abgestimmt bei dir plazieren zu können. Sozusagen: die heilige "personalisierte Werbung".

Das steht zuoberst auf ihrer Prioritätenliste. Daß Produkte ihren Adressaten punktgenau finden, etwa wie ein ordinärer Brief, der bei der Post aufgegeben wurde, seine Empfänger-Adresse.

Fragst du dich nicht zum Beispiel auch, wie es um deine Gesundheit steht, körperlich und geistig? Das ist auch deren Fragestellung. Gesundheit und Arznei, ebenfalls ein gigantisches Geschäft. In dem es ekelhafterweise Milliarden und Milliarden zu verdienen gibt. Wenn du am Schluß noch mit Herzschlagmesser mit dem weltweiten Netz verbunden bist, am Ticker ihrer dich wahrnehmenden Rechner hängst, sie deine Krankenakte bis zu den letzten Zahnarztbesuchen einsehen ...

Wie groß das nur ist! Unvorstellbar. Wer weiß dabei, was nützt ihnen am Schluß mehr: deine geistige und körperliche Fitness? Oder dein Siechtum? Kommt sicher ganz drauf an. Schlußendlich haben sie von allem was. Ob du fit bist oder krank.

Dagegen und gegen manches mehr, was die überblicken können, um dich vielleicht sogar unbemerkt zu manipulieren, soll man dann am Ende nichts mehr haben. Weil man herzlich wenig dagegen unternehmen kann. Stell sich einer mal vor: Sie helfen dir, dir eine Meinung zu bilden! He, weil bei ihnen für gutes Geld ein bestimmtes Meinungsbild bestellt wurde. Kein Problem, der Aufgabe kann entsprochen werden.

Da hätten sie also gerne die Sicherheit, daß einzelne, erregen sie sich, bestmöglich wenig dagegen unternehmen könnten. Darum dreht sich's: Sie möchten vor allem eins: nicht mehr angegreifbar sein, von irgendwelchen doofen Gerichten behindert oder in die Schranken gewiesen werden. Vielmehr sollst du dich besser darüber freuen, ihnen freundlich zuwinken, daß sie was für dich tun können, indem sie ihr Werbematerial auf dich zugeschnitten bei dir plazieren. Unbestellt.

Statt da was dagegen zu haben, oder dir was Feindliches dabei zu denken, dich gar schützen und abdecken zu wollen, willigst du am besten in alles ein. Bist für ihre Überlegungen empfangsbereit.

Braucht's doch auch nicht, daß einer sich an was stört. Alles zu ihrem Gusto, und ihr Gusto, doch dein Vorteil. So ähnlich hätten sie das im Kopf. Sie sind die Bestimmer, die eine Richtung vorgeben, und du erfreuen dich an den Schönheiten der Landschaft, nach der sie dich geführt haben.

Das ist scheinbar die Grundidee von "Big data". Jenem Moloch, der eine ganz besondere Einfall namenloser Unternehmensplattformer.

Es nimmt den Anschein, der Staat möchte dich vor diesen allgegenwärtigen Daten-Kraken, die du bei allem im Hintergrund hast, nicht länger beschützen. Vor denen, denen nie irgendwas reicht.

Wie es aussieht, muß der einzelne das demnächst selber in die Hand nehmen, daß die, deren Klient du ohne dein Wissen und deine Einwilligung bist, dich nicht mehr so recht wahrnehmen. Daß ein paar Augen wieder an Schärfe verlieren. Blickloser werden. Zumindest nicht so haargenau was blicken, jedenfalls nicht so, wie sie dich am liebsten geblickt hätten.

"Du bist immer mehr verlassen", so reden die heutigen Politiker. "IHNEN werden wir dich überlassen. IHNEN wirst du überlassen. Sieh es doch nicht eng. Nimm es mit Freude an. Du weißt doch. Sie wollen dein Bestes, indem sie ihr Bestes wollen."

Dabei, lange her, daß sie mal auch nur irgendwie smart waren. Daß einer von denen smart wäre, nicht die Bohne. Smart ist längst keiner mehr von ihnen. Jede Smartheit hat sie verlassen.

 

 

 

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