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Blog von TeddeMehr

Staendiges rechtzeitiges Lavrieren

26. Dezember 2016 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware

Was 'ne Dreier-Konstellation: die Russen, die Perser und die Türken.

Diese drei Parteien treffen sich Ende des Jahres '16 nach dem Millenium an einem Tisch, entscheiden über zukünftige Ereignisse in einer Region.

Dabei: Die Türken sind immer so komische Begleiter.

Wo die Türken nicht überall schon als Partner dabei waren. Im ersten Weltkrieg mit dem deutschen Kaiser. Im zweiten dieser großen Kriege befanden sie sich gut auch mal an der Seite von dem, der da im Deutschen Reich regierte.

Dabei: Immer mit einem Glück gesegnet, die Türken.

Konnten immer wieder fast im letzten Augenblick die Seiten wechseln. Hatten am Ende was von den guten Dingen. Obwohl man ihnen eigentlich was wegnehmen hätte sollen, weil sie lange genug mit anderen waren, gewannen sie am Ende sogar dazu. Irgendwie.

Etwa nach dem Ersten Weltkrieg Land: einen Teil des wilden Kurdistans.

Mit was könnte man das ungefähr vergleichen, um das zu beschreiben, was für Glücksmomente die Türken immer hatten, haben?

Fast könnte man das so sehen, als ob die Alliierten damals nach dem Zweiten Weltkrieg zu den Deutschen gesagt hätten: "He, ihr, alles zwar klar und deutlich bei euch. Aber trotzdem, trotzdem behaltet ihr euch mal ein von euch in der Nachbarschaft besetztes Gebiet. Euer Besitz, ja?"

So ungefähr ist es zu beschreiben, dieses fast schon ungeheuerliche Gustav-Gans-Glück der Türken.

Geradezu unheimlich, wie sie immer die Seiten wechseln können. Gerade noch so rechtzeitig.

Und: Den Türken blieb und bleibt der stahlharte Blick erspart. Vergessen wird, wo und mit wem sie vorher assoziiert waren. Das türkische Treiben, im nachhinein weniger hart gesehen. Obwohl...

Andere werden geradezu kurz und klein geschlagen. Aber die Türken... Die kriegen zu guter Letzt noch was dazu geschenkt. Obwohl sie eigentlich lange genug mit der anderen Seite waren, daß.... Dort mit denen ihre Dinge betrieben.

Und jetzt wieder: Die Türken unter der Vorherrschaft ihres einen Oberherrn, des Staatspräsidenten. In einem Dreier-Bündnis finden sie sich wieder. Mit den Russen und denen aus Teheran geben sie mit den Ansager.

Die russische Schulter scheint jenem Herrn, der der Türkei vor sitzt, die starke und die nützliche, sich an sie anzulehnen. Dort erhebt er laut und deutlich die Stimme. Dort ist er, der sich bald in der Türkei offiziell als der Exklusive benennen lassen möchte, gestikulierend mit in der Runde anwesend.

Alles bald Hand und Fuß bei einem als herrschenden Staatspräsidenten. Mit einer Verfassungsänderung mit Hilfe einer Zweidrittelmehrheit. Damit es so ist, wie es sich gehört, vor der Welt. Quasi Rechtmäßigkeit, die wird dargestellt. Und nicht nur, weil man einen mal zufällig an der Macht sieht, sonst nicht viel ist..

Mann, Mann. die türkischen Herrscher, die können das: das lavrieren.

Da haben in der Vergangenheit bestimmt auch schon welche mit großen Augen geguckt: Die Türken, mit wem sie schon verbündet waren. Und die Türken hatten dann sogar noch was davon.

Das ist stark.

Weiß dabei ja gerade nicht, warum die Russen eine Politik betreiben, wie sie sie gerade betreiben müssen.

Die ordninärste steinzeitlichste Landnahme mit dabei. Kein Häuptling aus der Steinzeit hätte bessere Ideen. Einwandfrei.

Einen üblen Diktator stützen die Russen in Syrien, auch noch bis ins Letzte. Frage: Warum denn nur? Wär es denn festgestanden, daß die, die in Syrien neu an die Macht gekommen wären, nur immer mit den USA gegangen wären? Daß sie nicht auch gute Beziehungen zu Rußland hätten haben wollen? Ist es denn um die russische Diplomatie so schlecht bestellt, daß sie dafür den Dauerherrscher in Damaskus nehmen mußten, den am Throngestühl zu halten?

Die Russen, um dabei so was von übel an Charakter zu verlieren. Eine Charakteristik aufscheinen zu lassen, als ob Türen zugehen sollten. Bei Leuten mit dabei zu sein, bei denen vorndran zu tanzen, mit denen mitzumachen. Tristest doch, sich mit so was abzugeben. Sonst ist das nichts mit dem, der da in Damaskus hockt, sonst nirgends hinkann. Außer vielleicht wieder mal nach Rußland.

Was haben die Russen nun eigentlich für ein Regierungssystem derzeit? Eines des "oligarchen Despotentums"? Rechtsgedreht?

Das alte ist es jedenfalls nicht.

Eines ist es, in dem ein Mehr-Parteien-Staat angedeutet wird. Zumindest soll's ein paar Parteien mehr geben. In Rußland.

Für ein paar Reflexe wegen des Altvorderen bei "Linken" reicht's noch.

 

 

 

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