Alte Poser
Es scheint ja wirklich faszinierend zu sein: Sie kaufen sich das mit Erläuterungen versehene Büchlein des Altvorderen, der ewigen Charlie-Fälschung, als enthielte es die tollsten Inhalte.
Die schriftliche Hinterlassenschaft dieses Austria-Stämmigen, den es ins Deutsche Reich verschlug. Um die Nummer eins einer Partei zu sein, die sich den Beiklang "sozialistisch" gab.
Echt, "sozialistisch".
Das "sozialistisch" kann man wirklich hier nur in Anführungszeichen setzen.
Der "Sozialismus" bei dieser Partei meint eher, daß daran gedacht war, täuschen zu wollen. Vielmehr war daran gedacht, daß jedermann gemeint wäre. Jeder sollte die Partei wählen, in Einklang mit dem verqueren Parteigeist geraten. Der Volk und Rasse meinte, das nationale Gedöns.
Angesichts der Stimmungslage in der Weimarer Republik mit seinen ungezählten Lügnern, Falschtuern, die der Demokratie darüberhinaus Schaden zufügen wollten und sonst nichts, fiel der Ungeist der neugegründeten Partei erst nicht weiter ins Gewicht. Immer erfolgreicher jedoch, das Ekeltraining beim Wahlvolk der Weimarer Republik, vor allem bei denen am Land. Ausgangspunkt: Wirtschaftprobleme und hohe Reparationsforderungen der Sieger nach dem ersten Weltkrieg, manchmal Inflation. Dazu kam eine verlogene, aggressive Judenfeindlichkeit, die reine symbolhafte Sündenbockpolitik war, nichts weiter. Die Juden als Sündenböcke, lief was falsch in der Republik.
Durch die Verbreitung solcher Inhalte gewann die Partei des einen, der "Trämp"-Fälschung, immer mehr an Größe. Bis die Nationalsozialisten sogar so mit Gelddingen unterfüttert waren, daß sie in eigenen Tageszeitung ihre Ansichten verbreiten konnten. Ihre falsche, heuchlerische Sicht auf Dinge, wie etwa die "Dolchstoßlegende" und sonstige Realitätsverfälschungen, die ihnen genehm waren. Auf den schnellen Lynch-Geist von Leuten zielte die Partei außerdem ab, als könnten die Satelliten des Bärtchens tatsächlich für Recht und Ordnung sorgen. Hätten Ideen, die Deutsche-Reich-Bevölkerung nach vorn zu bringen.
Wirklich, der Ungeist einer Rechts- und Gesetzesordnung entwickelte sich so richtig während den langen Jahren ihrer ätzenden Herrschaft. Eine Fehlleitung von Bürgerlichkeit, Ehre, dem Vaterlandsbegriff, ähnlichem. Bei allem schafften sie es irgendwie, es ins falsche Licht zu rücken.
Damit machten sie die Konzentrationslager und alles, was sie im gleichgeschalteten Staat hervorbrachten, zu einer regelrecht rechtmäßigen Geschichte. Daß sich so was am Ende in die Tat umsetzen ließ. Geschäftsmäßig distanziert mit einem staatlichen Beamtenapparat im Hintergrund, daß sie ans Morden gingen. Über ihr Tun und Lassen wußten die Nationalsozialisten trotzdem immer noch Bescheid, umnebelten das Ganze im Angesicht der Deutschen-Reich-Bevölkerung ein klein wenig. Daß die Leute von manchem nur die Umrisse überblickten.
Dieses eine Werk von dem sorgt also wieder für monitären Zuwachs bei einem Verlag. Oder wird das Geld irgendwohin gespendet?
Eine Art "Bestseller" ist das nun in der Gegenwart. Was hoch in der Bücherhitparade. Als ob's wirklich was Spitzenmäßiges wäre, was der eine sich während den Jahren seiner Kerkerhaft zusammengesponnen hat. In Worte goß.
Keine Ahnung, was daran geil sein soll. Genauso an denen, die man auf alten Bildern sehen kann, wie sie in ihren Uniformen denn rumstehen.
Bloß, das konnten sie eigentlich am allerbesten: posen. Sich in Pose stellen. Posieren. Den Anschein erwecken. Aufmärsche, Fackelumzüge waren ihnen wichtig, bei ihnen groß.
Die Pose erklärt das Schäbige an ihnen ja lange nicht. Ihre menschliche Hohlheit. Die Dinge, die sie im Sinn hatten, hellen sich dadurch nicht auf..
Leute finden schließlich bis heute die Werke einer Regisseurin toll, eine, die nichts anderes anstellte, als denen zu helfen, sich im Vordergrund in Position zu stellen. SIE bildete sie ab, jene Herrschaften. Eine führende Dienerin ihrer Propaganda.
Und das soll was Großes sein? Um ihren perspektiven Blick für Szenen, Perspektiven wahrzunehmen, soll man DIE übersehen, die sie präsentiert?
Das ist auch geradezu die größte Leistung der Frau. Dafür brauchten sie sie mit ihrem Blickwinkel und der Idee von fahrbaren Kameras und dem. Deswegen waren sie nett zu ihr, überhäuften sie mit Ehrungen, Geschenken.
Find, in Amerika bei den anderen wärs besser gewesen. Damals. Konnte ja sogar Oskar Maria Graf dort hinkommen, der Ur-Bayer und "Grobian". Irgendwie gelang auch ihm die Flucht. Ganz anders wie Rühmann, George, Fritsch, Gründgens. Bonsels. Leute, die unter den Nazis viele Ehrungen erfuhren. Wer weiß, in welche Villen die immer einzogen, damals. Und der Krieg, der war ihnen auch ferner, weil sie ja an der "Heimatfront" kämpften.
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