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Blog von TeddeMehr

"CETA" - Zweifler zweifeln nicht mehr

14. Januar 2017 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware

"CETA" war wieder das Thema. Es nimmt Anfang des Jahres '17 nach dem Millenium so viele parlamentarische Hürden. Zweifler, die zweifelten, zweifeln nicht mehr.

Das Gefährliche an "CETA" sind ja nicht die Regeln der Gegenwart, sondern die Entwicklungen in der Zukunft.

Man muß sehen: In Europa gilt zum Beispiel das "Vorsorge-Prinzip". Das heißt, ehe ein Ding auf den Markt gebracht wird, muß es durchaus seine Unbedenklichkeit bewiesen haben. So ungefähr ist es europäisch. Während in den USA und so Kanada ein anderes Prinzip gilt. Daß zwar ungefähr gleichfalls nach der Vorsorge geschaut wird, was ausgetestet, aber etwas trotzdem schon mal auf den Markt kommen darf, auch wenn man durchaus noch Bedenken haben könnte. Etwa, ob ein Test nicht noch ein paar Jahre längern dauern hätte können, damit man ganz genau wüßte.

Bloß, es wird auf dem Marktplatz angeboten und verkauft. Solange verkauft werden darf es dann im amerikanischen Sinn, bis sich damit irgendwas ergibt, daß für die Allgemeinheit doch ein Schaden zu befürchten ist. Dann sollte es aus dem Verkehr gezogen werden. Klugerweise. Eventuell.

Fast ist das Amerikanische ein Zigarettenraucher-Prinzip.

Na, das Zigarettenrauchen. Was ist damit? Der eine verstirbt vielleicht so nach zwanzig, dreißig, vierzig Jahren an seinem Zigarettenkonsum. Während der andere raucht und raucht und immer älter wird. An Altersschwäche schließlich verstirbt, obwohl er jede Menge geraucht hat. Das mit dem Rauchen zwar zuletzt eingeschränkt hatte ...

Also, das Amerika-Prinzip ist beinahe eine gewisse Auslese. Wer hält was aus. Man testet quasi am lebenden Objekt, wer wie lange mit etwas fertigwerden kann, bis sich zufällig was ergibt. Beispielsweise ein Schaden für die Allgemeinheit. Und dann kann man es trotzdem anzweifeln, weil es immer noch zusätzliche Faktoren gibt, die wo mit reinspielen. Daß man als Industrie fein rauskommen könnte. Der Grund: Man muß als der Beschädigte was schon auf DAS zurückführen können.

Wir sprechen hier von "CETA", wie es heute ist. Das Heutige klingt einigermaßen vernünftig. "CETA" ist jedoch viel mehr als die Gegenwart. "CETA", das sind vor allem die Möglichkeiten der Zukunft. Praktisch, das mit "CETA" wie der Spruch bei einem Fußballspiel, bei dem es lange null zu null steht. Bis plötzlich in der zweiten Halbzeit das erste Tor für eine Mannschaft fällt. Da spricht der Moderator dann davon, daß "große Löcher" gebohrt werden mußten, bis der Ball endlich ins Tor ging.

So ist das mit der zukünftigen Perspektive bei "CETA". "CETA" eröffnet alle Möglichkeiten, große Löcher zu bohren, und von einer Sekunde zur andern ist was am Abgehen. Mit der Zeit sind Veränderungen für jeden daheim möglich. Auch unmerklich. Welcher Bürger bekommt schon immer alles mit?

Überdies: Die US-amerikanischen Freunde sind bei "CETA" längst mit im Boot. Überall in Kanada halten die US-Amerikaner Anteile an Firmen oder haben eigene Firmenableger. Daß man fast sagen könnte: Was braucht Nordamerika eigentlich "ttip"? Man hat "CETA"!

Mit "CETA" kommen die Nordamerikaner in Europa durch jede Hintertür hereingeschlichen. Frage: Was ist unter diesen Voraussetzungen fast das Bessere? Daß wer Bescheid weiß, weil er "ttip" hat? Oder das, daß jemand erst mit der Zeit was mitkriegt, merkt? Den sieht, der dabei rumsteht. Doch fast die bessere Aussicht, die in Europa regen sich erst später auf. Und dafür sind in den "CETA"-Verträgen zahlreiche Möglichkeiten mit inbegriffen. Daß einer sich im nachhinein sehr mäßig wehren kann. Wenn er nicht von Anfang an gut aufgepaßt hat, was nicht schon vorher in der Liste regeln wollte. Das Vollbild nicht von Anfang an überblickte.

Nachher, nach der Einführung von "CETA", ist nicht mehr viel zu regeln, hat man es nicht aufs Tapet gebracht.

 

 

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