Das Unwort des Jahres - "Volksverräter"
Das Wort "Volksverräter" ist zum Unwort des Jahres gewählt worden. Es kommt aus derselben Richtung wie "Lügenpresse". Oder "völkisch".
Die damals, jeder hat schon von ihnen gehört, haben Presse, die ihnen nicht paßte, "Lügenpresse" genannt. Wobei denen sicher - wie jenen im Heute ebenso - eher die Wahrheit nicht gut kam. Das, was wahrheitsgemäß über sie geschrieben wurde. Nach ausreichender Recherche.
Gerne genommen bei denen, "Lügenpresse". Auch "Volksverräter".
Jene da, die Umzüge mit Flaggen und Fackeln liebten, Bücher verbrannten, hatten das im Wortschatz. Die, die mit Rasse- und Sündenbockdenke in früheren Tagen andere Deutsche angriffen, ihre Geschäfte zu demolieren, Leib und Leben zu bedrohen.
Auch in der heutigen Zeit gehaben sich welche, als hätte so was irgendeinen Reiz. Na ja, für SIE schon. Die, die was, das ganz und gar unsexy ist, reizvoll finden. Als wäre das was, mit dem gegen das "Establishment" zu protestieren wäre.
So welche also nennen andere gegenwärtig gerne wieder "Volksverräter". Weil sie sich etwa als "Ur-Bevölkerung" sehen, die mehr Rechte hätte als andere, die kürzlich erst dazugekommen sind. Dabei sind vor Recht und Gesetz alle gleich. Gleichgültig, wie lange man wo lebt. Freiwild gibt's nicht, auch nicht für "Alteingesessene".
Und die "Volksverräterei" von damals, das war die "Weimarer Republik" mit ihren Problemen. Keine so schlechte Republik eigentlich, die Weimarer. Sondern vielmehr eine, die jedem zeigt, daß man nach den Feinden der Demokratie genau sehen muß.
Die übernahmen dann am Ende denn auch die Herrschaft. Die Demokratie wurde für den gleichgeschalteten Staat abgelöst.
Aber - was brachten DIE?
Das kann man im Heute gut und gerne in aller Ruhe nachschauen. Sich einen Überblick darüber verschaffen, wie das ehedem so war. Das mit IHNEN, als sie sämtliche Regierungsgewalt ausübten. Und das, was das Ergebnis dessen war. Die Büchereien sind voll mit Schriften mit diesem Zeitbezug.
Als die um den mit dem Bärtchen an der Spitze des Staates angekommen waren. Eingetroffen. Nachdem die Mentalität in ihre Richtung gegangen war.
Bis das denn zuletzt wirklich nur noch das Idealbild des Volksschadens zu erkennen war. Größtmöglicher Verrat am deutschen Reich und der deutschen Bevölkerung, das brachten sie.
Rekordverdächtig.
Das, was sich erkennen läßt: Bis ins Letzte in die Irre geführt wurden die Deutschen durch diese Leute. Die groß Deutschtümelten. Von der Nation sprachen. Die schließlich jahrelang den Staat regierten, den sie sich maßschneiderten. Einen, in dem bösartiges Rassedenken groß war. Eine verheerende Irreführung von Idealen. Von Kindesbeinen an wurde in den Schraubstock gelegt.
Alles nutzten die Altvorderen, die Vorväter, für den größtmöglichst anzunehmenden Schaden für das Deutsche Reich. Den hervorrufen zu können. Dafür gab es Kriegsvorbereitungen. Schlußendlich kam er, der Krieg. Mit ihm entwickelte sich abstrakt gefühlloser geschäftsmäßiger Massenmord, staatlich verordnet. Bürokratische Konzentrationslagerwirtschaft, genauestens von akuraten Bürokräften dokumentiert. Das gesamte Verwertungssystem mit dem, was die Nationalsozialisten in Form der "SS" damit an Reichsmark umschlugen.
Der nächste eine Weltkrieg, der verlorenging, unter der Führung dieses Regimes. Folge: das nächstemal Trümmer, mehrfache Teilung des Landes. In mehreren Besatzungszonen fanden sich die Deutschen wieder. Das Deutsche Reich, als Folge der nationalsozialistischen Politik in seine Bestandteile zerlegt.
Bis Deutschland jahrzehntelang ein zweigeteiltes Land war, aufgeteilt in Ost und West.
Die, denen einfiel, andere früher "Volksverräter" zu nennen, eigentlich die allergrößten Verbrecher und Verräter überhaupt. Beinahe unerreicht, die. Da noch mal irgendwie ranzuriechen, was die zustandebrachten, ein Problem für jeden Nachgänger.
Und trotzdem wollen da bestimmte Personenkreise in diese Landschaft zurück. Reden von einer Zeit vor Erhardt, Adenauer.
Vielleicht wegen dem Vorlauf in der schönen "Weimarer Republik" und den zwölf ewig andauernden Jahren, die die "Nationalsozialisten" die Deutschen im Deutschen Reich beherrschen und mutwillig unterdrücken konnten.
Durchaus lange währende lastende Jahre. Zwölf am Stück. Während denen oben gesessen wurde am Throngestühl.
Der Verräter, der andere gerne als "Volksverräter" beschimpfte, war vor Adenauer, Erhardt der Herrscher. Derjenige, der für das Großverlierertum ging. Den Totalverlust. Die Ehre für den Soldaten, der im Krieg kämpfte und heimkehrte: er konnte was weiterhin für "Ehre" halten. Wenn er sich die Augen nicht öffnen ließ.Sonst hatte er keine Möglichkeiten, als Befehlsempfänger viel Ehrbarkeit zu entdecken.
Ja, zu dem möchten einige scheint's wieder gerne zurückkommen. Wegen den zwölf unsäglich langen Herrschaftsjahren? In deren Verlauf DIE sich auslebten?
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