Die mit "alternativen Fakten" wollen Abnicker
28. Januar 2017 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware
Es hört nicht auf, nimmt gegenwärtig kein Ende. Die Perspektive ist zu blicken, wie jemand möchte, daß etwas so und so gewesen sein soll. Was in der Art weniger war.
Jetzt hat ein Mitarbeiter im Weißen Haus ein Bild verfertigt.
Es zeigt also das Gebäude, vor dem vereidigt wurde. Und: einen packevollen Platz.
Die Leute stehen dichtgedrängt bis weit nach hinten.
Was nicht ganz den Tatsachen für den einen im Januar '17 nach dem Millenium gewählten Präsidenten entspricht. Aber, vielleicht wird gedacht, daß das morgen sowieso keinen mehr schert.
Daß man sich fragt: Was zeigt das Bildwerk?
Was sieht man denn möglicherweise auf dieser Aufnahme?
Vielleicht das, daß nicht lange wo in der Vergangenheit gesucht wurde. Sondern man hat einfach eine Perspektive der Vereidigung des vormaligen US-Präsidenten genommen. Benützt sie für sich.
Damit schmückt man sich jetzt, hat das als Aushang an vielerlei Türen.
Diese Weite des vollen Capitol-Platzes. Pickepackevoll mit sich drängelnder Menge. Menschenmenge, wohin das Auge reicht.
Etwas, was dem neuen Präsidenten bei der Inthronisierung fehlte.
Trotzdem wählt er für sich ein Bild mit der perspektivischen Weite und dem Überblick über die gesamte Platzwelt. Dergestalt wird das gelöst.
Was anderes ist sein Umgang mit der Presse auch nicht. Hier ist wohl die alte nationalsozialistische Betrachtung der "Lügenpresse" wahrzunehmen.
Jedenfalls kanzeln der Mann und seine Umgebung, Sprecher, Vertraute, alles weitgehend ab, was ihnen nicht in den Kram paßt. Etwa kritische Berichterstattung. Das Hinterfragen von Absichten, Sichtweisen der installierten Regierung.
Das geht so weit, daß Journalisten im Weißen Haus um ihre Akkreditierung fürchten. Der Zugang in die Presse-Stube, der ihnen erschwert wird.
Nur noch die Leib- und Magenpresse der Konservativen ist größer gefragt. Die Abnicker, Kritiklosen. Für die das Hintergrund genug ist, was die Pressesprecher im Weißen Haus als Tatsachen verkündet und verbreitet haben wollen. Solche, die alle Fakten von da ungeprüft übernehmen. Sie in den Artikeln allerhöchstens aufmotzen, statt sie zu hinterfragen.
Überhaupt müssen Journalisten in dieser Weißes-Haus-Gegenwart bestens vorbereitet sein. Um Schlichen auf die Spur zu kommen. Geradezu die kleinsten Zahlen, die jeder ganz genau kennen muß, Fälschungen zu erkennen. Manche Geschehnisse von früher im deutlichen Überblick haben. Um der Nuance einer Abweichung zu realen Geschichtsereignissen von ehedem auf die Spur zu kommen.
Das ist ungefähr nebenher die heutige Weiße-Haus-Atmosphäre: Lug und Trug. Der Schein, den die hinter ihren Büromöbeln erwecken möchten, steht über allem.
Das Zeitalter der "alternativen Fakten" hat so richtig begonnen. Falschmeldungen oder Verfälschtes entspricht der Wahrheit, weil man das am Ort der Macht in der Weise haben möchte, das so an- und ausspricht. Genauso verfahren wird bei der Umdeutung von Charakteren.
Europäisch sicher von Interesse. Geschichtsklitterer, Verschwörungstheoretiker stehen in Europa lange Gewehr bei Fuß. Mit DEM einen nun als Vorbild - haben sie Party. Der nennt sie nicht Fälscher. Er ist selber einer, der verfälscht. .
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