Overblog Alle Blogs Top-Blogs Literatur, Comics & Gedichte
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU
Werbung
Blog von TeddeMehr

Günstlingswirtschaft (Sich gegen den andern ausspielen lassen)

19. Januar 2017 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware

Es gab Text, bei dem ungefähr zu vernehmen war, was die mit dem "Brexit" demnächst weiter beabsichtigen.

Unter anderem will man "alte Allianzen" neu schmieden.

He, waren da die Verbindungen etwa abgerissen gewesen, als EU-Teilnehmerland? Ein Inselland nochgerade, das sich früher an den Vorteilen erfreut hat, die zu erfahren man dafür gesorgt hat, an dem Gebilde EU teilhaben zu dürfen.

Da hatte man es noch ungefähr gewußt. Oder begriffen.

Heute klingen die Briten sogar bedrohlich, wollen befremdlich werden. Nachdem sie sich Nachteile selber erwählen. Für das Beengte, die Rückentwicklung dahin, sich mit knapper Mehrheit entschieden. Man erinnere sich: Eine knappe Mehrheit war es eigentlich. Knapp wie die US-Wahl im November des Jahres '16 nach dem Millenium. Verbindlich nehmen hätte man den "Brexit" auch nicht unbedingt müssen. Trotzdem wird der "Brexit" jetzt von den Konservativen Britanniens durchgezogen, als wäre der "Brexit" ursprünglich IHR Ding. Fast wie Handlanger, die britischen Konservativen. Die ihres Volkes?

Die Briten, geradezu so zu belauschen, als könnte Britannien in absehbarer Zukunft zu einem Steuerparadies werden. Steuerparadiese a la Bahamas, so Inseln im Atlantik. Dorthin, wo Steuerhinterzieher gerne hinschauen möchten. Geld wo hinzuschaufeln, das sie anderswo am Fiskus vorbeigeschafft haben.

Außerdem: der neue US-Präsident, der demnächst jetzt im Jahr '17 in Washington residiert, wenn das mit seiner Inthronisierung gelaufen ist, möchte anscheinend das große Intriganten-Stadel so richtig aufsperren. Als Hauptspieler die Regionalstaaten dirigieren, die denn einzeln zu ihm kommen. Diesen und jenen gegen den anderen ausspielen, um späterhin, ist man wieder unter sich, den amerikanischen Zuarbeitern, dem Kabinett bei ihm, daß unter hämischem Gelächter fast zusammengebrochen wird. Welch geistig Beschränkte aus Europa!

Das ist das erkennbare Bild.

Schon seit altersher macht den Nordamerikanern wie den Russen das Spaß, wenn der eine europäische Zwerg bei ihnen ankommt. Bei Gelegenheit was Launiges über den anderen europäischen Zwerg spricht, daß man wegbrechen möchte vor Lachen.

Jaja, erst mal kommen die Briten nun einzeln. Nur der Brite, der redet, keiner steht dahinter, außer der.

So war es schließlich in den Vergangenheitstagen eh und je. Der eine, der war für die US-Amerikaner von größeren Nutzen als der andere, erfuhr Bevorzugung, wie die Briten sich anscheinend jetzt die erneuerte Welt uralter Intrige denken. Meinen, sie könnten ewig die Bevorzugten sein. Damit die Begünstigungen für sie nie aufhören.

Als ob da nicht auch immer wieder alles relativ wäre, in der Günstlingswirtschaft.

Darum dreht's sich bei der Einzelstaatlichkeit: Der und der fühlt sich irre von Bedeutung. Ist so erfüllt von eigener Wichtigkeit, latscht damit eitel in die Umgebung des US-Staaten-Sonnenkönigs oder des russischen Zaren. Dem haut der grinsende Nordamerika-Gekrönte eins auf die Schulter, wie der mit der Zarenkrone dasselbe tut. Gesehen werden die großspurigen Winzlinge, wie die sich freuen. Größer werden. Kaum sich einkriegen vor erhabener Freude. Nur weil der und der denkt, der Amerikaner oder der Russe wären plötzlich sein bester Kumpel, hätte nur ihn, sie an erster Stelle vorne. Es gäbe nicht die Möglichkeit, auch noch andere zu erwählen. Ist der mal nützlicher.

Tatsächlich: An so eine Rolle für sich denken die Briten! Das ist der lange Tisch, an dem sie sich einfinden wollen. Der nordamerikanische. Daß der für die Briten immer voller süßer Früchte wäre. Und der Nordamerikaner sie anbei irgendwo nahe bei sich sitzen läßt. Daß sie vielleicht mal bei ihm mitreden dürften. Damit sie denken, das, was sie reden, hätte am Schluß irgendwelche Bedeutung, würde sich wo wiederspiegeln. Unter Umständen könnt das sogar sein, trifft's sich mal.

Ist es also nicht was Köstliches, wenn man sich auseinanderdividieren läßt? Nicht als Einheit auftritt, spricht? Sondern den alten Einzelstaatentanz aufführt. Wie so Doofies. Die nie ein spöttisches Grinsen richtig deuten können.

Neue Allianzen werden nun von den "Brexit"-Briten geschmiedet. Und in Britannien haben sie das Träumchen, daß sich die Kontinent-Europäer ebenfalls bald vereinzelnen. Aufhören, mit einer Stimme sprechen zu wollen. Den Streß der Europäer sehen sie. Die, die immer hart wegen der Einigkeit verhandeln.

Daß das ganz Alte wiederkehre, das meinen die sehr britisch im Ernst. Die mit dem "Brexit".

Wobei: Was ist das Alte nun genau? Das steht allerdings in den Geschichtsbüchern. Das, was etwa in den USA Einzug hält, ist das von gestern neu, mit frischer Larve. Es variiert.

He, im Gebüsch warten bei all den gegenwärtigen Altertümlichen auch die "Kreationisten" darauf, vorkommen zu dürfen.

So was wie die "Kreationisten" jedoch hat wirklich noch keiner gesehen!

Dann wird das aber erst eine schöne, neue Welt.

Verzwerge endgültig deinen Horizont, heißt das mit den "Kreationisten" übersetzt. Minimier den Geist. Wirklich, das Alter des Universums stimmt nicht. Es ist nicht mehrere Milliarden Jahre alt. Die Zahl "kreationistisch" ist viel, viel kleiner. Alles fängt vor ein paar tausend Jahren erst an. Die Wissenschaften, vergiß sie am besten. Nimm nur noch die Religionsbücher.

Klar, bei den anderen im Gebüsch Wartenden mit dabei: die "Kreationisten". Als "Tee-Party"-Leute.

Nationalsud mit den engen, uralten Grenzen und dazu frisch errichtetem Mauerwerk, das die chinesische Mauer vergessen läßt - und vielleicht die Nummer des "Kreationismus" hinterher.

Alles, daß die altvorderen Geschichten der Geschichtsbücher wiederkämen. Nur wer wer ist, das ist möglicherweise anders. Die Rollen, die sind schließlich immer wieder neu zu vergeben.

Weil da so einer ist, der so was möglich machen könnte, nordamerikanisch. ER, der aufs Machtgestühl kommt. "Rechtskonservativ", "Führer einer Bewegung".

Von welcher Rasse man ist, das muß jeder am Ende sicher gleichfalls wieder mehr sehen. Als erstes in den USA. Schon bei der Wahl im November hätten manche besser ein Sekündchen länger in den Spiegel geguckt. So ihre Hautfarbe mitbedacht. Mindestens daran gedacht. Wie das in den fünfziger Jahren so war.

"I have a dream."

 

 

 

------

Werbung
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post