Könnt er nur zu seiner Schau von früher zurück
Ui, der "Terminator", der bringt's noch nicht so. Hat die Quote erst mal versenkt. Daß er, derjenige, der vorher das Gesicht des Formats war, sich bitterlich beklagte.
Streit soll es zwischen ihm und dem "Terminator" geben. Weil's der anscheinend nicht so kann, wie ER das konnte.
Ehrlich, würd's mich stören, wenn er jetzt wieder zu seiner Fernseh-Schau zurückkehrt? Weil der erstbeste Nachfolger von ihm schon die Quote herunterfährt.
Muß ja keiner, das, US-Präsident werden. Um ein doofer Mauererbauer zu sein.
War doch auch schon als so ein Gesicht nicht schlecht, das Leuten aus dem Fernsehgerät entgegengrinst. Hatte alles gepaßt.
Die Entscheidung, daß er nun der Präsident wird, die scheint nichtsdestotrotz gefallen. Die "Wahlmänner" haben in seinem Sinne dafür gesorgt, daß er auch noch diese Hürde genommen hat. Er, der "Rechtskonservative", nicht unbedingt Parteimitglied, eher "Führer einer Bewegung".
Selber hat er sich so benannt. Womit er den Leuten im Grunde alles erzählte, was sie wissen mußten. Die ganze Gebrauchsanweisung.
Alles haben die "Wahlmänner" trotzdem gelassen, wie es war. Wie das Ergebnis scheinbar war. Auch wenn die Altvorderen unter anderem für so eine Gelegenheit an das "Wahlmännergremium" dachten. Damit kein Despot Amerika unter seine Fittiche bekommen könnte.
Egal. Totalegal. Das haben die Wahlmännerleute nicht so gesehen, die für eine Mehrheit sorgen konnten. Allesamt als "Republikaner" und Parteisoldaten für ihn gegangen. Einwandfrei. Wie so die üblichen, beistehenden Abnicker eben, die keine eigenen Gedanken, Kümmernisse haben. Als wäre das das Gewöhnliche, was sich für die Zukunft ankündigt.
Nur noch ein paar schnöde Tage bis zu seinem Machtantritt. Dann ist er nicht nur bei einem Kurzmitteilungsdienst der eine, sondern tatsächlich auch in der Realität der Befüller des Nordamerika-Throns.
Weil in drei "swing states" die Schwarzen, Latinos, Asiaten und jede Menge Frauen IHN wählbar fanden. Von denen einige die Wahl zuvor noch den schwarzen Präsidenten zu ihrem Kandidaten machten. Eine weiße Frau wollten sie tatsächlich nicht so, ihren ewigen Ruhm als erste Frau Präsidentin geworden zu sein, in den Staaten. Das bereitete ihnen Probleme. Statt dessen ließen sich lieber von ihm und den seinen was erzählen. Ohne selber, bei dem, was er daherredete, in den Spiegel zu blicken. Nicht mal das, die eigene Hautfarbe oder das Geschlecht zu erkennen. Das, was er ist: das Sprachrohr des urkonservativen weißen Amerikas. Derjenigen, mindestens aus den fünfziger Jahren. Wenn nicht von viel früher.
Alles, weil sie ihn scheinbar vom Fernsehbildschirm her kannten. Von seinen Schauveranstaltungen für Fernsehsender.
Da war er ihnen anscheinend sogar sympathisch. Und, man siehe, auch bei ihm gibt es viele Hautfarben, Frauen. Wie es schon immer andersfarbige Haut in bestimmten Haushalten zu sehen gab. Als Bedienstete, Butler, Köchinnen, Kuvernanten. Unter anderem ist er auch mit einer jugendlichen Frau verheiratet. Mit einer tüchtigen Geschäftsfrau. Die den reichen, besseren Amerikanern mit ihrer Mode, ihrem Schmuck das Geld abknöpft. Als Präsidentengattin wird das sicher noch viel besser hinhauen. Das Geschäft war groß, wird für sie noch größer.
Wirklich, kein Nordamerikaner hätte sich um den einen Sorgen machen müssen.
Er hätte rasch zu ihnen zurückkehren können, um in seiner Berufswünschler-Schau für Entscheidungen zu sorgen. Oder ihnen weiterhin zu zeigen, was er hat. Wo der Rest der Welt kaum hinkommen kann. Motto: "mein Haus, meine Yacht, meine tolle Frau und all die tollen Kinderlein". Gewiß hätte er seine Zuschauer und Anhänger nicht vergessen, sie aufs neue via Aufnahmegerät an seinem privaten Leben mitten unter den Superreichen teilnehmen lassen. Als wäre nichts gewesen.
Lange hätte er ihnen nicht gefehlt.
Hätte das denn nicht auch gepaßt? Wenn man noch dazu sieht, wie die Nachfolger, "Terminator" oder nicht, die Zuschauerquote abzuwürgen wissen. Richtig ein Graus. Besorgungen muß man sich um das Sendungsformat machen, das zuvor immerhin bereits sechzehn Jahre erfolgreich lief.
Ohne ihn klappt echt nichts. Könnte er nur dorthin wiederkehren. Alles wäre sofort wieder besser da.
Wer auf dieser Welt braucht schon einen "Terminator"?
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