Dinge genießen, die man anderen nicht gern gewährt
Eine private, geschlossene Gesellschaft, in einer Räumlichkeit, die Platz für zehntausend bietet.
Polizei der Europaregion Deutschland draußen vor der Tür. Bestens geschützt war der Spaß. Mit weitgehendem Journalistenverbot.
Hat einer gesprochen. Vor einer Masse von feierndem Klatschvolk. Das was verwechselt.
Obwohl alle anderswo leben dürfen: über nichts den rechten Überblick. Weit und breit eine Ahnung, glattweg von nichts.
Die vielen lassen sich eine Soße auftischen, irre. Geradezu wie die in der alten Heimat. Die in den altvorderen Heimatgestaden jedoch: kaum einen anderen Horizont, daß sie kennen. Darüberhinaus kriegen sie sehr wenig zu Gesicht.
So klasse war das, was der eine deutschregional erlebte, daß ER, der türkische Staatspräsident, selber nun auch dafür kommen möchte, Bein- und Redefreiheit zu genießen. Für sein April-'17-Referendum samt einem Todesstrafe-Versprechen zu werben.
Alles will er für sich vorfinden, was er in der Türkei augenblicklich unterbunden sehen möchte. Dem Land, in dem er sich endgültig zum Alleinherrscher vor Recht und Gesetz aufschwingen will. Damit alles ein rechtmäßiges Ansehen hat vor der Welt. Nicht einfach nur danach aussieht, daß einer per Dekret regiert. Nein, das ist der ganze Sinn: ER will seine Alleinherrschaft offiziell staatstragend werden lassen. Gestützt von seiner Steigbügelpartei, für den Einparteienstaat mit ein paar "Flötenparteien", wie in der alten DDR. Die eine Partei, seine, die alles dafür unternimmt, daß er den großen Alleinherrscher mit monarchischer Sultansgewalt geben darf. "Sultan" aber läßt er sich nicht nennen, bleibt bei einem weltlich westlich profan klingenden Staatspräsidententitel.
Ja, wie sagte der eine Steigbügelhalter vor der klatschenden, fahnenschwingenden tauben Menschenmenge? Sein Spruch: "Jedes Schiff braucht einen Kapitän, das seine Besatzung anleitet, die Befehle gibt."
Nur, nicht jeder Kapitän ist gleich. Daß man bei ihm gerne Besatzung wäre.
Man muß nur sehen, was das für ein Schiffskapitän ist. Da hat der Kapitän jede Menge frühere Besatzungsmitglieder bereits ausgewechselt, verschwinden lassen. In schöner Regelmäßigkeit muß dieser Kapitän derartiges anstellen: Leute von ihren Postionen entfernen. Um die Willfährigkeit des Unreflektierten und Posten-Frohen zurückzubringen.
In den türkischen Gefängnissen stapeln sich die Eingesperrten schon übereinander, daß die Behörde Gründe findet, solche, die "nur" Diebstähle, "kleinere" Delikte begangen haben, in die Freiheit zu entlassen. Statt denen entdeckt man in den türkischen Kerkerhalden massenweise Mitglieder anderer Parteien als der EINEN, Journalisten, Freigeister, Andersdenkende. Vor allem die finden sich dort, die sich in seine rigorose Herrschaft nicht einfinden wollen. Aufmüpfige Gesellschafts- und Volksgruppen, die sich nicht einschüchtern lassen.
So ein Kapitän ist das. Der. Einer, der anscheinend irgendwie für ewige Zeit hinter dem Ruder stehen MUSS.
Seine Wahlzeiten dem Gesetz nach hat er im Grunde lange hinter sich. Die, als er noch den Ministerpräsidenten gab.
Das will er jetzt abschaffen, diese eine Ordnung relativer türkischer Demokratie. Für sein autokrates Ein-Mann-Präsidialsystem. Das ihm das Dekreteschreiben gestattet. Kritikbefreit mit allen Machtbefugnissen von oben herab per Dekret durchzuregieren.
Die Diktatur ist das. Man sieht einen großen Diktator.
Nur, in seinem Sprech klingt alles weiter nach westlicher Demokratie.
Sozusagen ist dieser türkische Nationalsstaat mit ewigem Exklusivführer der Marke "Duce", SED-Parteiführer nur eine andere Auslegung von Demokratie, hält man sich an IHN. Eine Variation von Demokratie. Statt reines, aufgeblasenes Despotentum.
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