Kommt die alte Welt zurück zu den Briten?
Schwer zu sagen, das mit Großbritannien.
Jedenfalls scheint der superreiche "Brexit"-Anreißer, "rechtskonservativ", glücklich zu sein. Seinen Willen, und zuvorderst den, den hat er bekommen. Wie gerade die englische Premierministerin gefeiert wird, daß sie ihren bekommen habe, sich durchgesetzt hat.
Sie darf also offiziell gegenüber der EU mit dem "Brexit" rüberkommen. Es wird dann so nach ein paar Regeln ablaufen, die Trennung von der Staatengemeinschaft namens "EU".
Alles am Ende für jenen Superreichen, der mit dem neuen US-Präsidenten seit dem Januar '17 schon mal zum Essen geht. Daß der kriegt, was er wollte: das alte Bild zurück. Den Schein davon.
Wobei: der "Brexit", durchaus ein aktueller Volksschaden für die britische Bevölkerung ist. Der eigentlich nicht sein müßte, wenn man den "Brexit" eher als Schildbürgerstreich sieht. Etwas gänzlich Unnötiges.
Einzig zwecks der Restauration von was Altem für ein paar wenige.
Nur, ob sich das nicht wie Rauch nach irgendwohin verzogen hat, das von früher? Ist alles denn noch wie in der guten alten Zeit? Daß sie so Wiederkehr halten könnte?
Ob dieser Welt-Status, der damals bereits nach und nach am Schwinden war, in der Weise wieder ins Heute zurückkommen kann, für die auf der Insel? Ob sich da was großartig erneuert?
Was ist bisher bei den Briten zu sehen?
Sie scheinen die ersten Günstlinge des US-Präsidenten in dessen Günstlingswirtschaft. Vorbereitet von dem "Brexit"-Typen. Vor ihn, jenen, als neuen Präsidenten der US-Staaten, sind die Briten in diesem Sinne als erste aus Europa gekommen. Dem Günstling eine Entsprechung zu bieten. Motto: "Da schaut her. Der erste Groß- und Wichtigtuer ist schon da, den ich gegen den anderen ausspielen kann".
Das zweite Bild war: Vor den türkischen Staatspräsidenten ist man hingetreten, hat sich vor jenem Mann verrenkt. Ihm auf Solopfaden groß nach dem Mund geredet. Den Rest dabei konnte er wohlweislich überhören; der war eher für Briten selber, für die britische Selbsttäuschung. Als hätten sie was zu IHM gesagt.
Nicht das beste Erscheinungsbild, das die Briten eigentlich abgeben. In der Gegend gerade. Ruchlos geradezu ein wenig, dafür britsch-national. Den Nöten, Zwängen des Britisch-Nationalen ein klein wenig gehorchend.
Frage nebenbei: Warum geht der "Brexit" denn eigentlich wirklich durch? Was ist das nur mit der britischen Oppositon? Warum gibt die zu, daß das "Brexit"-Referendum, das nicht unbedingt bindend gesehen werden muß, bindend sein soll?
Kaum zu verstehen. Schließlich hat die britische Bevölkerung nicht mit einer Zweidrittelmehrheit für den "Brexit" gestimmt. Es war eine knappe Mehrheit. Äußerst knapp. Ungefähr so eng wie bei der amerikanische Präsidentenwahl im Jahr '16 nach dem Millenium ging's zu. Man sieht etwa in den Staaten einen Wahlmänner-Präsidenten.
Trotzdem wehrt die britische Opposition das Ding nicht ab. Keine wegwerfende Handbewegung: Es hat uns nicht gereicht mit eurem "Brexit".
Statt dessen findet man sich ein in dem, in den Dingen, die "Brexit" heißen. Gehorcht. Als wärs plötzlich auch ihre Sicht, die, die man zwar zuvor nicht geteilt hat. Aber, das Wort "national" hat als Ansage gereicht, daß man sich seltsam "national befindlich" an dieses Wahlergebnis gebunden fühlt. Das einzig zum Frone dieses Herrn geht, dieses Milliardärs, der den "Brexit" hauptsächlich angerissen hat. Dem die Briten das Jetzige mit seinen unabsehbaren Folgen zu verdanken haben.
Einer, ein Milliardär, der von nichts je einen Schaden davonträgt, der aber für die altvorderen Grenzlatten steht. Das Engnationale. Den nationalen Kleingeisthorizont. Bei den Rechtsaußen im Europaparlament zum Beispiel ist er eine Größe, bei den ewig Gestrigen, die frühere Zeiten für gute Zeiten halten.
Wer braucht derartiges aber in Wahrheit im Heute? Schließlich kann man die Geschichte, was die Nationen alles für ihre jeweiligen Bevölkerungen hergaben, ziemlich detalliert in Geschichtsbüchern verfolgen. Das hat's schon mal ewig gegeben. Die Bilder sind teilweise sehr alt, schwarzweiß. Einige sogar noch gezeichnet. Aber der Charakter steht.
Die Briten? Als wäre die alte Welt noch die alte Welt, und man ist sofort wieder dorthin zurückgekehrt. Die britische Größe. Die Briten als Weltmacht. Das Ganze von ganz früher wiederhergestellt. Mindestens fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Als wäre seitdem keine Zeit vergangen. Wäre alles, was den Briten-Status anbetrifft, rasch wieder restauriert.
Wirklich, was ist das denn für eine Opposition, die in Großbritannien?
Sie geben dem Volksschaden groß was zu. Indem sie was bindend nehmen. Als hätte die andere Seite tatsächlich großartig obsiegt, daß es der Rede wert wäre. Wär das mit denen nicht eher als eine Verblendung zu betrachten? Ein Trug?
Oder gibt's da etwa unvermittelt einen "nationalen" Taumel bei denen auf der Oppositonsbank? Etwas, was die genauso ergriffen hat? Sie, schließlich die, die trotzdem das Teil "Brexit" mit seinen Folgen abschmettern hätten können. Dem Milliardär die kalte Schulter zeigen, seiner Denkweise.
Daß sie, die britischen Oppositonsleute, in einer Art altbritischem Nationaltaumel den Überblick verlieren konnten, wie so die Kaiserreich-Deutschen im ersten Weltkrieg. Als da welche dieser deutschen Reichsbürger anfangs dachten, der Krieg, der Krieg, der wäre nichts, kaum was anderes wie Urlaub. In Nullkommanix vorbei, der Krieg, und sie selber wieder zurück in der Heimat. Bei der Frau. Den Kindern. Und nicht im Sarg.
Für was die britischen Nichtregierungsparteien als Oppositionelle niedergesunken sind, weiß echt kein Mensch.
Muß man's denn auch wissen? Wüßte man's genau, kriegt man vielleicht nur 'nen Klops im Kopf davon.
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