Ein fettiger, schlechter, ranziger Döner
Lange bereits wurde die Bevölkerung in der Türkei in eine Art Nationaltaumel versetzt. Dinge, die das Heutige vorbereiten, die demnächst in einem Referendum gipfeln sollen, in dem in der Türkei über einen Systemwechsel entschieden wird.
Ein Präsidialsystem möchten der eine Staatspräsident und seine Steigbügelhalterpartei installiert sehen. Trommeln dafür auf allen türkischen Kanälen und sogar im europäischen Ausland mit schein-vernünftigen Argumenten, die den Türken daheim und abgewandert die Notwendigkeit des neuen, präsidialen Systems erklären soll. Ein System, in dem vor allem einer die Allmacht im Staate hat.
Quasi, selber sollen es sich die Türken besorgen. Sich den Systemwechsel geben. Daß die droben auf die Bevölkerung zeigen können: Die Leute, die Leute, deren Wunsch war DAS. Das haben sie denn bekommen.
Für einen einzelnen, der bereits per Dekret als Staatspräsident durchregieren darf, diese Macht jetzt aber auch einfach vor der offiziellen Welt in die Form von Recht und Gesetz gegossen sehen möchte. Daß es nicht mehr nach einfacher Regentschaft, Machtübernahme ausschaut. Ausschließlich das ist der Sinn und der Zweck des einen Systemwechselreferendums. Für die Ein-Personen-Herrschaft.
Einen per Dekret durchregierenden ewigen Staatspräsidenten mit der einen Partei im Hintergrund, die vielleicht zukünftig noch zum Schein in einem Parlament auftritt. Links und rechts flankiert von "Flötenparteien" wie die in der alten DDR. Zur Schau tritt auch mal einer einer "Oppostionspartei" ans Rednerpult, spricht ein bißchen was Nutzloses.
Das Problem dabei ist ja nicht das Geschehen in der Türkei. Die türkische Bevölkerung, was die Tag und Nacht medial erfährt, ist ja nur das eine: der tagtägliche ordinäre geistige Schleim, der geduldet und zensiert per Medien in die türkischen Haushalte hineingesendet wird. Geflutet die Leute mit der Idealdarstellung des einen. Seiner Idolisierung mit Allgegenwartsszene dienend.
Da kann jemand gut weniger klug sein, wenn er das ständig erfährt, was es da für einen gewaltigen Staatsführer, den Staatspräsidenten, und seine eine große Partei im Land gibt. Diesen einen Giganten, in der Lage, auch der Vorbeter im Land zu sein. Falls es einer kurz vergißt: Es herrscht auch eine Religion. Neben der kaum was andres existiert.
Nur, daß Türkischstämmige, die in der Europaregion Deutschland leben, dergleichen Geist entwickeln, das wirft Fragen auf. Personen, in einer Gegend vor Ort, in der man ab und zu auch etwas anderes mitkriegen könnte als das eine, jene tagtägliche mediale türkische Einheitssülze.
Daß die Deutschregionalen mit der Türkei-Abstammung ungefähr denselben Horizont wie die in der alten Heimat haben, das ist tatsächlich ein Problem. Daß man sich vor allen Dingen fragen kann: Was ist denn los bei denen? Schalten die den Müll NIE aus? Oder drücken mal einen anderen Sendeplatz auf der Fernbedienung?
Wo doch unzweideutig klar ist, was das ist dort in der Türkei: da möchte einer den großen Diktator geben. Und sonst nichts weiter.
Und dabei möchte man wirklich mithelfen, dem das zu gestatten? Dafür gibt man auch wie blöde die Stimme in SEINEM Sinne ab?
Unfaßlich.
Leute sind das doch, die türkisch den Faschismus abbilden. Nichts anderes geschieht in der Türkei, als das, was jeder am Ende im Dritten Reich wahrnehmen konnte: die Machtergreifung der Faschisten,. Die sich für die in der Weimarer Republik den Namen "Nationalsozialisten" gaben. Ihr Führer: der eine, ewig mit dem "Tramp"-Bärtchen. Für die Abschaffung der Weimarer Republik sorgten die am Ende, für ein Ein-Parteien-Ermächtigungsgesetz. Das erst die faschistische Diktatur im deutschen Reich installierte.
Und dem will man tatsächlich als außerhalb der Türkei lebender Türkei ebenfalls seine Stimme geben? Wenn man das schließlich besser zu überblicken vermag, was das ist, dieses "Präsidialsystem": türkischer Faschismus.
Und für diesen türkischen Faschismus das demokratische System mit dem Ministerpräsidenten und einem Parlament hinwegfegen?
Für Den und für DIE, die an SEINER Seite?
Als ob man in der Europaregion Deutschland nicht auch mal was anderes zu Gesicht bekäme, was sich da als Wirklchkeit in der Türkei präsentiert. Daß man dem auch noch helfen will, offiziell das ihm passende Allmachtssystem der türkischen Bevölkerung daheim überzustülpen? Beinahe die reinste Boshaftigkeit gegenüber denen in der Türkei. Damit alles für den EINEN und seine Steigbügelhalter seine Ordnung hätte.
Fast schon schändlich, mit dem zu sein. Wenn man nicht MUSS. Wenn man über das von dort hinausblicken könnte.
Es ist tatsächlich nicht zu fassen. Sollen DIE es doch anders machen. Wird dem Referendum negativ beschieden, gehen sie schließlich lange nicht weg, bleiben trotzdem noch.
Aber, daß alles einwandfrei für sich funktioniert, daß das präsidiale System offiziell ankommt, muß da auch noch die Stimme von solchen helfen, die außerhalb der Türkei leben? Von denjenigen, die eigentlich was anderes in der Wahrnehmung haben sollten, könnten, als das, was die vielen in der alten Heimat in die Irre führt, belästigt.
Das mit dem Schein eines Volkes, das es sich selbst besorgt, willig dorthin lenken läßt, das hat natürlich was Großes. Da kann man das eigene Regime bei jeder Nachfrage immer als vom Volk erwünscht hinstellen. Die Bevölkerung hat es sich so gewünscht, die Rede.
Darum dreht's sich doch. Nur da drum. Das ist der Hintergrund des Präsidialsystemsvolksreferendums: Es will den Deckmantel eines reinen Dekret-Beschlusses ablegen, daß einer mal einfach so mal von irgendwoher durchregiert. Nun will es sich vor Recht und Gesetz mit möglichst vielen Wählerstimmen installieren lassen. Für so was schwenken die "Auslandstürken" ihre rote Nationalfahne.
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