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Blog von TeddeMehr

Für jeden Herrscher Polizist, Staatsdiener sein?

2. März 2017 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware

Überall zu jeder Zeit etwa Polizist sein, jedem Staatsführer, Vorbeter dienen?

Als Polizist, Beamter etwa im deutschen Kaiserreich in den Polizeidienst getreten zu sein. Dann während der folgenden wilden Zeiten mit Räterepublik und allem: Polizeiangestellter geblieben. Bis dahin, daß man Gendarm während der Weimarer Republik war. Um dann als einer in Polizeiuniform im Dritten Reich zu landen ...

Verschiedene Herrschaften mit unterschiedlichstem Geist, denen man im Staatsdienst diente, zu dienen hatte. Frage: Wer hätte während des dritten Reiches Polizeibeamter sein mögen? Um eventuell bei den Verhaftungswellen im Dritten Reich mitmachen zu müssen, seinen Dienst und seine Pflicht zu erfüllen. Weil man sich einschwören hatte lassen müssen, nicht den Staatsdienst quittiert hat.

Genauso scheint es jetzt auch in den USA zuzugehen. Der neue Präsident verlangt im Grunde ein paar andere Dinge von seinen Polizieibediensteten und den weiteren Staatsangestellten als der vorhergehende Präsident. Etwa ist eine Abschiebepraxis in die Tat umzusetzen. Auch massiv. Mit Knüppel in der Hand. Oder einem Elektroschocker. Leute, die nicht freiwillig aus einem Haus herauskommen, da geht man hinein, um sie herauszuholen. Ohne große Rücksicht auf Verluste. Es könnte am Ende sogar geschossen werden.

Was den von Staats wegen angestellten Leuten einen bestimmten Charakter abverlangt, mit dem der eine oder andere vielleicht erst zurechtkommen muß.

Die Art von Gewalt, die fast sorgenfrei ausgeübt werden darf, die spielt einem mit. Ziemlich willkürliches Handeln, das einem im Grunde gestattet ist. So als Staatsangestellter. Ziemlich infolge eines Präsidenten-Dekrets vor Repressalien durch Beschwerden, die ein Anwalt vor Gericht ansprechen kann, den sich Betroffene nehmen könnten, geschützt.

Das heißt, auch der Polizist kann eines Mächtigen Opfer werden. Plötzlich kommt ein neuer Herrscher, und er ist trotzdem weiterhin im Staatsapparat verblieben, hat einer neuen Ausrichtung im Staat zu dienen. Je nachdem, wer gerade vorherrscht, ist was ganz anderes verlangt. Kleinigkeiten, die man gehorsam hinzunehmen und mitzumachen hätte, weil es einem als Staatsräson beschrieben wird..

Von so Weimarer Republik-Gendarmen war zu lesen, daß sie in ihrem Zuständigkeitgebiet ums Eck abbogen, in einem Hinterhof verschwanden, dort möglichst wenig von Geschehnissen mitzubekommen, wenn ein Wagen mit SA-Horden in die Straße einbog. Oder, natürlich, der Gendarm war mit denen von der SA, hat sich freiweg an ihren Handlungen beteiligt. Als wäre er als der Polizist unter seinesgleichen. So einer hatte mit den neuen Herren dann auch keine größeren Probleme. Hatte sich nichts zu überlegen.

Man merke: Nicht zu jeder Zeit ist ein verbeamteter Polizeiberuf dasselbe wie die Zeit vorher. Auch der Polizist hat mit Umständen zu kämpfen. Wenn er plötzlich nicht mehr für die normale Ordnung geht, vor der jeder Bürger gleich ist, auf den Umgang der Leute untereinander achtet, Diebe verfolgt, Straftaten aufdecken möchte. Sondern ihm ganz was anderes anbefohlen wird, was mit Rassismus, Vorurteilen gegen bestimmte Minderheiten im Staat und dergleichen Ekelhaftigkeiten zu tun hat, die sich daraus ergeben können.

Bleibt festzuhalten: Auch für den Polizisten wird die Welt nicht einfacher, wenn die Herrschenden in einem Staat wechseln. Wenn solche anfangen, ganz was anderes von ihrer Polizei, Staatsbeamten zu verlangen, als die, die zuvor regierten. Oder wenn bei Regierenden ein unvermittelter Charakterwechsel stattfindet, den man denn zu begleiten hat.

 

 

 

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