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Blog von TeddeMehr

Zu benebelt, um mal was andres umzuschalten

11. März 2017 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware

Schon wieder: das türkische Antiterror-Dekret verlängert. Das, das IHM, dem im Grunde nur repräsentativen Staatspräsident im Staate, die Macht verleiht.

Man muß verstehen, natürlich lästig, alle paar Monate dasselbe: die ständige Erneuerung des einen Dekrets. Daß ER herrscht. Alleine vorherrscht.

Die folgenden Monate im Jahr '17 nach dem Millenium, die sind für den Allmachtsstaatspräsidenten fixiert. Quasi "gebongt". Bis das Referendum offiziell entschieden ist.

Könnt ja nebenher direkt irgendwann noch mal was passieren, wenn der Ministerpräsident der eigentlich Mächtige im Staate ist. Daß da einer auf so Ideen kommen könnte ... Deshalb gut, rechtzeitig das Dekret verlängern zu lassen.

Aber, wenn das Referendum durch ist, ist das doofe Problem endgültig nicht mehr. Dann haben sich alle Besorgungen erledigt, bekommt die Türkei denn das offizielle Gesicht einer neuen Rechts- und Staatsordnung.

Eine neu geschriebene Verfassung. Wird Recht und Gesetz ganz neu geregelt. In SEINEM Sinne. Daß nicht mehr leicht irgendwas vorkommt.

Dann herrscht ER. Alleine und exklusiv. Hat es bei den Leuten untergebracht, das dem Despoten nützliche Präsidialsystem. Die Abschaffung relativer Demokratie in der Türkei. Den Parlamentarismus hinweggefegt.

Eine Partei, ein Führer.

Die tief hängenden dichtwabernden Nebelwolken, sollten die sich doch mal für die Heimattürken verziehen - endgültig nichts mehr zu machen. Sollten sie vielleicht mal, weil es wirklich zu spät für alles ist, einen freieren Blick auf IHN und seinesgleichen kriegen. Dann können sie ruhig glotzen. Beruhigt glotzen können die dann. Sonst ist ihnen endgültig nicht mehr viel als die Glotzerei. Der Dummglotzer.

Sie können das dann ruhig mitkriegen, daß er, der derzeit in die Vergangenheit der Europaregion Deutschland deutet und zeigen läßt, der ... Erkennen, wer hier der wahre Faschist ist. Daß der Faschismus mit ihm so richtig Einzug hält in der Türkei. Daß sie allesamt lange in einem faschistischen System leben. Vielleicht mit noch ein bißchen Schein-Wahlen alle paar Jahren, Schein-Parlamentarismus mit "Flöten-Parteien".

Nur eben, daß das türkischer Faschismus ist. Türkisch beheimateter Faschismus. A la "Duce". Das mit dem "Führer" und seine Konzentrationslager, durchaus kompliziert. Dorthin muß einer erst kommen. Das ist ein viel weiterer Weg.

Daß die Türken dann erkennen, was Sache ist: Das, was sie andere derzeit nennen, das sind SIE ja. SIE in erster Linie. Ihre Herrschenden. Sie repräsentieren ihn, den Faschismus. Zunächst "nur" den Duce. Rüberkommen tuen SIE denen in der Türken-Heimat allerdings mit jede Menge seltsam Inhalte verdrehenden Demokratie-Sprech, mit dem sie den Sinn eines allmächtigen Exklusiv-Führers erklären. Dieses "Kapitäns", ohne den jegliches den Bach runtergeht. Hält er nicht die türkische Hand: Weltuntergang.

Der schein-vernünftige Sprech, mit dem sie die türkkische Bevölkerung benebeln. Oder ER. Weil der ganze sichtbare Rest im Grunde nur aus seinen getreuen, dienstbaren, willigen Partei-Soldaten besteht. Aus seinen bei ihm Rumstehern. Der Anschein wird erweckt, durch sie, es wären mehrere, und er würde sich an Regeln halten. Wäre nicht alles exklusiv selber. Obwohl für ihn eigentlich die eigenen türkischen Gesetze nicht gelten. Sonst würde er ja keine Auftritte im europäischen Ausland abhalten wollen.

Am Ende ein von ihm selber und seiner Partei verfaßtes Gesetz, das, nicht ausländisch Wahlkämpfen zu wollen. Wo möchte ER mit seinen Kopfnickern aber hin: ins Ausland.

Man reist eben gern rum. Hört sich dort im Ausland auch nichts Schlimmeres an. Obwohl die Ausländischen einen ganz anderen geistigen Horizont haben sollten, sind sie doch so wie die daheim. Stehen dicht im Nebel. Voll der dichteste Nebel wabert ihnen, in dem keiner je das allergeringste sieht.

Ein Nebel, selbst im Ausland, daß er die Leute nie verläßt. Der Wahnsinn.

Die Nebelwolke kommt vielleicht von der Heimateinstellung der Satellitenschüsseln. Diese penetrante Soße, dieser Schleim, alles, was da ständig herausdröhnt aus den Fernsehgeräten. Und welche haben nie gelernt, auch mal ein andres Programm umzuschalten. So ist es für sie denn wie für die in der alten Heimat. Als wärn sie weiter dort daheim.

Glaubt man's: Sich daheim fühlen bei DEM? Bei DEM und seinesgleichen? Sein Präsidialsystem, das des wahren Faschisten. Nur welcher Faschist das ist, auf den ER sich bezieht, das wird die Zukunft erst noch weisen. Sich dorthin hinentwickeln muß es sich.

 

 

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