Die auf Tournee sind so frei
Wüßte ja gerade nicht, für wen ich das tun müßte, mir einen Lastwagen zu schnappen, in dem rumzukurven, bis ich mit dem vertrauter bin, um mit dem Gerät am Ende auf einen Gehsteig draufzufahren, um über möglichst viele Leute drüberzuwalzen.
Oder warum ich mich für irgendwas mit einer Bombe am Körper in die Luft sprengen wollte, etwa in einer Untergrundbahn.
Für wen denn? Für DIE?
Würd wirklich behaupten, die Leute, die welche was indoktrinieren, etwas in der Art, daß die das tatsächlich ausführen, als wärs irgendwas Brauchbares - sie selbst und ihre Ansager, die können mich mal. Und zwar kreuzweise. Sonstwo.
Aber, es scheint einige zu geben, die dergleichen nicht empfinden. Die für die Spöttischen, Hämischen, Veräppler die Gehorsamen sind. Die sich als Teil so einer Sache sehen, die eine Religion im Hintergrund haben soll. Vor allen Dingen die strengste Auslegung einer Religion, die wird als nützlich angesehen. Wollen dir die auf derartige Weise als Attentäter nahebringen wollen.
Schon der Spott. Von oben herab. Als die, die denken, dir mit dem Ausdruck "ungläubig" kommen zu dürfen. Um dir weiszumachen, mit "Ungläubigen" darf der "Gläubige" alles tun. Einen "Gläubigen" schicken sie aus. So einen, der ihnen dumm genug scheint. Einen gedankenlos Willfährigen. Jemand, bei dem das mit der Indoktrinierung am besten hinhaute. Daß er das ihm gezeigte Bild tatsächlich für bare Münze nimmt. Als etwas, was wahr wäre. Um sich dafür zu opfern. Für so ein Versprechen, er würde mal zu einem "Märtyrer". Er, jemand, dem mit seinem Opfertod ein "Paradies" zuteil würde.
Das sieht man momentan. Verschiedene Leute, die für andere, die ihnen was vorgebetet haben, Handlungen vollführen. Die werden überdies von der Polizei, den Behörden gesucht. Manche werden als "Gefährder" eingstuft, tragen mitunter Fußfesseln. Aber nicht DIE, die Reisenden, die die reine Lehre verbreiten. Die, die anleiten, alles vollbringen, daß den einen die Herzen leichtgemacht wurden. Die betrachtet man weniger. Obwohl die erst die Ursache von allem sind. Die Bestimmten, die dir in den Tempeln von den Kanzeln was heruntererzählen, mitunter mit überkippender Stimme, weit aufgerissenen Augen.
Diejenigen Personen, die das einfach ohne Unterlaß weitermachen, rumzureisen. Während der andere längst tot ist. Der, der das Attentat verübte. Der dachte, er ginge mit seiner Untat mit tausendprozentiger Sicherheit in ein ihm verheißenes "Paradies" ein. Wiewohl die Prediger das Wichtigste sind, der Kern des Problems, kümmert sich tatsächlich kaum jemand um ihn. Trotzdem die ständig unterwegs sind, von Ort zu Ort ziehen.
Ihre Auftritte sind mancherorts in den Tempelbauten von Träger-Vereinen sogar per Mundpropaganda angekündigt. Auftreten wollen sie, auftreten werden sie ... Für ihn wird vom schein-vernünftigen Gemeinde-Vorsteher in seinem Tempelaufbau kurz nach nebenan gegangen. Bis er zurückkehren kann zu seiner Gemeinde, weil der eine fertiggeworden ist. Befreundet nickt der ihm zu.
Kreischen, gellen, schimpfen. Verfälschte Wahrheiten erzählen, in Ekstase geraten dabei.
An den einen Tempelbesucher geht derartiges nichtsdestotrotz sonstwo vorbei. Andere wiederum, die nehmen den Kuttenzipfel dieser Personen. Gehorchen wollen sie ihnen. Sie nennen sich "gottesfürchtiger" als der Rest. Alles würden sie gerne in ihrer Gottesfürchtigkeit möglich machen. Ehrergiebig vor den gehaben sie sich, der vorhin noch auf der Kanzel droben war, droben arrogant grobschlächtig rumplärrte, auch ordinär klang, sein irrstes Gefuchtel großäugig vorzeigte.
Die Verbreitung einer Religion mit dem Schwert. Selbst die "Friedlichen" blinzeln, tun sich allem Anscheine nach schwer, sich von den Gewalttätigen unter ihnen zu distanzieren. Eben, weil: man ist im Gespräch. Es scheint eine Faszination zu geben, man hat Zulauf. Angesehen wird man nebenbei damit.
------