Am besten geht das mit ihnen unter fünf Prozent
Glaub's nicht, die "Partei der Besserverdienenden" ist tatsächlich zurück auf der Bühne. Präsentiert ihr ganz altes Gesicht. Fängt mit ein bißchen Modifizierung frischauf Wählerstimmen.
Wirklich, ein toller Aufschwung zu sehen bei denen. Kommen dir wieder staatstragend, diese Leute.
Diese Leute einer Partei, die für mich so unwählbar ist wie irgendeine Partei von rechts. "Rechtskonservativ".
Gleichgültig, wie die sich im Moment bürgerlich maskieren oder nicht. Was von jenen dahergeredet wird, was nicht.
Wüßte nicht, die wählen zu müssen. Nicht DIE, wie die anderen.
Daß überhaupt die Konservativen derzeit so groß gehen, für mich wie ein Knick in der Optik. Die nehmen anscheinend doch dauernd alles für sich, was in Wirklichkeit andere anleiern, machen. Als wärs denn das IHRE. Von IHNEN herstammend.
Andere tun was, tun und tun, und sie kriegen die Lorbeeren ab, sprich hier: die Wählerstimmen. Am Ende vielleicht den nächsten Wahlerfolg.
Sonst wäre der Abschwung der einen Koalitionspartei nicht zu erklären, der sich derzeit deutlich abbildet.
Aber, das Allerschärfste im Augenblick, Mitte Mai des Jahres '17 nach dem Millenium: die Rückkehr der "Partei der Besserverdienenden".
Vor Kraft gehen die gerade schon wieder kaum mehr aufrecht, so ist denen das schon wieder am Hochsteigen, daß sie zurück sind. Fast schon der alte Platz, den sie voraus für sich blicken, erkennen. Daß sie sich wieder als die hinstellen könnten, als das Zünglein an der Waage, daß man mit ihnen einfach in Koalition gehen muß.
Ekelhaft, was sich da nun wieder vorzeigt.
Schön wars, als sie noch unter fünf Prozent waren. Waren nicht vermißt. Oder waren die vermißt? Nicht ihre Politik. Höchstens von denen, deren Mehrheitsbeschaffer sie waren; die trauerten ihnen hinterher.
Unter fünf Prozent waren sie, wo der letzte Rest von rechts nebenher eigentlich auch passend hingehören würde, der sich in den üblichen Fernsehgesprächsrunden bevorzugter zeigen darf, daß man sich derzeit ebenfalls fragen darf: Für was denn? Für was denn gibt man denen auch nur einen überflüssigen Präsentationsmoment mehr im TV? Diesen Vollvortäuschern einer ehrbareren Bühnenpräsenz?
Als hätte man für sie eine irgendwie geartete Sympathie, so scheint das fast.
Daß man DIE irgendwo länger als nötig vorndran reden läßt, man glaubt es nicht. Ihren altertümlichen Mief dürfen sie verbreiten, das Angestaubte ihres Denkens. Mit dem sie beständig den guten Mitbürger antäuschen. Als wären sie kein anderer Staat.
Die, die großen Gesprächsrunden im Fernsehen im Augenblick der Jetztzeit moderieren, sind zumeist dem weiblichen Geschlecht zuzurechnen. Weil die von der rechten Seiten sich gleichfalls mit Weiberröcken zeigen, kommt hier eine geschlechtsspezifische Sympathie zu tragen?
Ehrlich, nur weil eine es noch rechtzeitig schaffte, beim Spielen mit der Bärtchenmaske ihre Maskierung wieder runterzukriegen, muß sie doch keine Bevorzugung erleben, oder?
Und dann: diese Wiederkehr, die von diesen, der "Partei der Besserverdienenden".
Alles das Hinterletzte momentan. Echt so was zum Vergessen, die. Wie die andern. Die vom Rest. Vom Rechtsaußen-Zirkel.
Alles, was unter die Fünf-Prozent-Grenze gehören würde, zeigt sich im Augenblick großmächtig. Darf das ohne weiters. Führt sich auf, als könnte man das Kleinste aus ihrer Tonne nehmen.
Kein Wunder, daß unter diesen Voraussetzungen auch der Aufschwung der einen Großpartei gegenüber der anderen geradezu unbegreiflich ist. Unfaßlich, wo die nur immer den guten Eindruck herhaben, den sie erwecken. Ebenfalls was aus dem nach fauligen Eiern riechenden, betäubenden Nebelsud, der die "Partei der Besserverdienenden" und die von rechts eben insbesondere mit sich bringt. Ohne eine unbestimmte Benebelung und Desorientierung würde die alle vielleicht keiner wählen wollen. Und das der einen Großpartei wäre nicht so aufsteigend, wie das dieser Gegenwartstage der Fall ist.
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