Das große Aussterben, das man sich doch wünscht
"Glyphosat" kommt besser, befreiter zurück wie eh und je.
Wie zu vernehmen ist, soll "Glyphosat" jetzt wieder sorgenfrei für die bäuerliche Feldbewirtschaftung und sonstige Gärtnerumwelt verlängert werden. Für fünfzehn frische neue Jahre.
Wohl, weil es scheinbar schon eine höhere Dosis braucht, daß es für die von der Menschheit zu einem Krebserkrankungsrisiko wird. Vor allem, weil es für den Menschen nicht so relevant gefährlich scheint, wird es wieder wie ehedem mit Naivblick auf die Feld- und Wiesenlandschaft losgelassen. Sogar befreit jetzt, sorgloser fühlt sich der Anwender: Krebszellen kriegt man davon weniger.
Glyphosat also nicht unmittelbar schädlich, dem Vernehmen nach, für die menschliche Allgemeingesundheit. Der der Menschenkreatur. Wohingegen sich Glyphosat ziemlich niederträchtig auf Grund und Boden auswirkt: Würmer bleiben hungrig, dünn, unterentwickelt, haben Vermehrungsprobleme. Nützliche Insekten werden mit getötet, etwa die Bienen. Für deren Desorientierung das aufs Nervensystem wirkende Gift sorgt. Genauso wie eigentlich nützliche Kräuter als Unkraut gesehen werden. "Unkraut", das ist das heutzutage fast alles.So viel Unkraut. Praktisch alles, was nicht von einem selber im Garten angepflanzt wird, nennt man "Unkraut".
Die Bienen fürs gute Geschäft auszurotten, dazu hat man sich scheinbar längst voll entschlossen. Ebenso, wie es manch anderer Kreatur an den Kragen geht.
Also, wie's bei den Bienenvölkern oftmals derzeit zugeht. Als ob man sich entschieden hätte, die Bienenarbeit, was das Bestäuben der Bäume und sonstiger Pflanzen anbetrifft, gerne selber zu übernehmen. Von einem Heer Bestäuber-Drohnen etwa träumen mancherlei Herrschaften in wissenschaftlichen Medien. Nanotechnologisierte Mini-Drohnen, die die Arbeit der Hummeln und Bienenvölker übernehmen sollen. Rein in die Blüte, raus aus der Blüte.
Jedenfalls, nicht von der Hand zu weisen, indirekt ist die menschliche Liebe zu chemischen Spritzmitteln, wenn man zum Beispiel Glyphosat jetzt mit wegwerfender Handbewegung sieht, weiterhin ein Angriff auf die Menschheit, vergleichbar mit dem mit der Überfischung der Meere. Dem kann man auch nicht Herr werden. Wie der ganzen Angelegenheit mit dem Walfang.
Um das Tierwohl scheint es in Europa ebenfalls nur pro forma gut bestellt. Zum Schein. Fürs gute Gefühl. Die Wirklichkeit ist eine andere. Die abstrakte Sicht auf Tiere als dingliche Ware wird allem Anschein nach heute sogar Tag für Tag immer größer. Jeden Grund und Boden hat man in der gegenwärtigen bäuerlichen Technokratenbauern-Landschaft unter den Füßen verloren. Sonst wären zum Beispiel manche Arten von Bewirtschaftung und so gleichgültige monströse Mega-Tierhalden nicht möglich. Das unsägliche Verhalten in Schlachthöfen, alles, was von dort beiläufig, im Nebensatz, medial mitzubekommen war. Motto geradezu: "Ich, Metzger, du kommst her und ich zieh dir die Haut bei lebendigem Leib ab". So ähnlich wird das beim Tier in den Schlachthoffabriken tatsächlich betrieben. Fast gehässig.
Kein Respekt mehr vor irgendwas, was die Tierwelt angeht. Alles andere eben als alter Indianerglaube. Den sieht man höchstens im Kinderfernsehen. Kriegt mit, wie die Indianer noch Tierseelen und sich zu beruhigen suchten. Für Abbitte beim getöteten "Tier" schaffen. Aussterben, das kann gegenwärtig wirklich alles, wen juckt's? Das Töten, das funktioniert mit einem müden Gähnen. Außerdem: Wer braucht überdies zum Beispiel noch so Schwalben? Spatzen? Die Liste der bedrohten Tierarten wird täglich länger. Selbst solche, an die früher nie einer dachte, daß sie je aussterben könnten.
Nicht mehr was Ehre für irgendwas, nicht ein bißchen Bedenken, Selbstreflektion. Alles unkompliziert, wie der Gebrauch eines Bolzenschußgeräts. Angesetzt: peng! Das scheint in der Gegenwart die Wahrheit. Alles nur noch Ding, gut, wenn der Profit reichlich ist. Kein Lebewesen am besten mehr weit und breit. Für den, der eine tolle Größe am Mars oben wäre. Wenn er denn nicht leider auf der Erde festsäße. Blöder "blauer Planet".
Gerne würde jedermann in die USA-Raketen mit einsteigen. Die, die die in den USA in rauhen Mengen versteckt sein müssen. So wie die dort den Klimawandel abstreiten, müssen die in den Nordamerika-Staaten was ganz Besonderes in der Hinterhand haben. Bei der großen "Fracking"- und Ölbohrfreiheit.
Etwa Marsraketen in Massen? Nur wo verbergen die Amis die Dinger nur vor den Blicken der Welt? Vor dem Rest an US-Staatlern?
Und weiß die amerikanische Bevölkerung eigentlich, daß, selbst wenn man eine große Zahl von Raketen für den Marsflug hätte, nicht jeder mitkommen wird? Höchstens im "Gen-Pool" können sie ihn oder sie mit rauf zum Mars mitnehmen. Aber: das ist immerhin was.
-----