Im Faschistengarten die schönste Blüte derzeit
Der eine, der Staatspräsident in der Türkei, der sammelt tatsächlich alles zusammen, im Moment.
Frisch ist er also wieder auf dem Vorsitz der einen Partei geraten. Deren offizieller Vorsitzender ist er, Ende Mai des Jahres '17 nach dem Millenium, aufs neue geworden ist. Nur durchaus ein klein wenig anders als ehedem.
Gleichzeitig regiert er erst mal weiter per Dekret durch. Obwohl ihm sein freihändiges Referendum durchgegangen ist, mag er sich nun plötzlich nicht damit beeilen, sich mit Hilfe der Stimmen seiner Partei zu ermächtigen. Sein "Ermächtigungsgesetz", das ihn rechtmäßig vor Recht und Gesetz macht, das zögert er bis ins nächste Jahr oder so hinaus.
Statt das in aller Eile umzusetzen, behält er spöttisch im Angesicht des Türken-Volkes seinen Status des "Illegitimen" bei. Er, einer, der einfach durch ein Dekret als Machthaber installiert.
Er zeigt es eigentlich seinem Volk im Augenblick: das sardonische Gesicht des Allmachtsregenten. Das des einen, der sicher auch bei einem "Nein" beim Referendum weiterregiert hätte. Mit dem "Ja", alles nur noch besser.
Wirklich, ER behält das Mittel des Dekrets erst mal bei, grinst sich dabei eins. Voll die Häme, das Spöttische.
Erst nächstes Jahr dann, dann will er sich gesetzmäßig machen, diesen Status von einem vor Recht und Gesetz erlangen. Bis dahin, daß er alles vorbereitet. Ansonsten, das, was er derzeit repräsentiert: ER kann in der Schwebe. Das Gesicht ist das des einen, der einfach mal vorherrscht. Das präsentiert er wie eine Honigkuchen-Grinsekatze aus dem Hochglanz-"Führer"-Comic.
Beste Laune gegenwärtig, bei IHM. Schließlich: Nichts kann IHM mehr was. ER mitten zwischen den SEINEN, die IHM aus der Hand fressen.
Selbst wenn das Volk IHN deutlich sieht, wie er das breiteste Grinsen aufsetzt, ist das lange nicht weiter schlimm. Seins, das Grinsegesicht des Autokraten, der allerdings auch noch Theokratie kann. Den Theokraten geben. Als einer von einer Religionsschule ist er dafür bestens ausgebildet. Sein Religionshintergrund ist nicht von schlechten Eltern.
Als Vorbeter ist er eine Größe, nicht zu verachten. In den Tempel kann er gehen, vorne von der Kanzel runtersprechen. Im religiösen Tenor wie ergriffen die Textstellen vor Knieenden singen, wie keiner.
Mann, ist da eine Selbstzufriedenheit zu erkennen, dort, in der Türkei, im Moment. Bei dem Einen und den Seinen um ihn rum. Bei denen, die IHN umstehen dürfen, solange sie nützlich sind für IHN. Nur die Nützlichen, Braven hat er noch um sich rum. Alles Unnütze, bei ihm vergangen. Stapelt sich in türkischen Kerkern.
Er meint sardonisch grinsend Richtung Europa: "Auf Wiedersehen!" Tatsächlich kann man das so nicht sagen, daß er innereuropäisch irgendwo verabsichedet wäre. Weil, es gibt da keine Art von Verabschiedung. Nicht durch ihn, oder daß er irgendwie verabschiedet wäre. Der Vereine sind viele, die mit türkischem Geld unterhalten werden. SEIN Geist ist die Größe in allen türkischen Gemeinden europaweit. Dort, wo sie selbst seine hämeerfüllte Fratze einfach nie als DAS sehen, was sie ist. Weil diese innereuropäischen Mitbürger sich einfach brav weigern, wie es IHNEN auch von ihren Vorstehern, Herbetern gesagt wird, den eigenen engen Horizont der Landesgrenze in der Ferne zu verlassen. Nein, lieber kein Heraustreten aus dem Althergebrachten. Eher sollen anscheinend die Innereuropäer zu IHNEN hinübergehen, das in möglichst hoher Zahl annehmen, was sie sind. Bis dahin, daß die türkische Sprache als DIE von Interesse ist.
In allem bleiben SIE dabei, obwohl innereuropäisch. Vielleicht soll man nun am Ende auch noch IHN als Vorherrscher annehmen. Dieses Glück mit IHNEN finden, teilen. Mit der Religion.
Das jenes großen Diktators am Rand Europas mitempfinden. Er, im Moment der Meinung, jede Diktatur, vor allem seine Duce-Diktatur mit dem großen Schmu an Religiösität, ist der allergrößte Bringer. Das haut alles nieder, wie er es hat, haben kann. So allumfassend wie er der türkischen Bevölkerung aus der Glotzekiste herausschaut. Denen aufscheint, die immer nur das heimelig finden, kaum eine andere Senderauswahl wo entdecken. Wie die, beheimatet in der Türkei. Denen DAS allerdings kaum anders möglich ist. SIE haben dieses Programm, auf allen Kanälen.
So was würde er auch weltweit gerne verbreitet sehen, wie er es hat. Was er geschafft hat, unter den ver- und geblendeten Türken. Die keinen Faschismus kennen. Oder einen Diktator. Nur heutzutage von einem schnöden Faschisten-Regime regiert werden. Und von einem großen Despoten.
Aber, ist der Faschismus nicht im Augenblick gerade das, zu dem sich viele europäische Mitbürger hingezogen fühlen? Überall blüht dieses faschistische Pflänzlein. Alles andere als zart, klein zeigt es sich mancherorts.
Und ER ist so was ja, ein gewaltiger Autokrat. Einer der allerbesten unter den derzeitigen "Duce"-Nachgängern. Fast die Nummer eins unter denen.
Warum nicht dann IHN nehmen? Die Türken sind froh über ihn, ganz hin und weg, so wenig was anderes wissen oder kennen sie. Sie blicken nie was, können auch nie den kleinsten Vergleich zu alten Faschistenaufmärschen ziehen. Wenngleich, wenn ER aufmarschieren läßt, alles bei ihm ebenso fahnengeschwängert ist. Nur eben hängt dort die türkische Fahne. Anders als anderswo, im Gestern. Oder im Heute.
Trotzdem sein Film ganz die Art von Leni Riefenstahl ist. Ganz, ganz spottalt. Mit reichlich Religionsbesatz überdies, Religionszusatz, den der mit dem Bärtchen am Schluß auch noch gern für sich gehabt hätte. Als er die Reichsdeutschen gerne dazu gebracht hätte, regelmäßig Gebete an IHN zu sprechen. Unter seinem Porträtbild sollte von ihnen ein Altar einzurichten sein. Alt, alt, heute, das, aber noch älter die Zeilen der Schrift. Der Schriften.
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