Kreide, Kreide, noch mehr Kreide
Die Tage gerade mitzukriegen, daß "Die Tochter" ihre Idee, französische Staatspräsidentin zu werden, nicht aufgeben möchte. Sie beabsichtigt, auf dieser Wahlbühne wiederzukehren.
Um auf diesen Posten zu gelangen, gedenkt sie, noch "bürgerlicher" werden, noch mehr Kreide zu fressen. Noch mehr in die Mitte der französischen Gesellschaft zu rücken. Dafür setzt sie mit den ihren an ihrer Seite des weiteren das Schabemesser, noch mehr Kanten und Ecken bei ihr wegzumachen und zu schleifen.
Noch weniger Rauhheit, Deutlichkeit.
Zwar verliert sie damit momentan, Mai des Jahres '17 nach dem Millenium, Familienmitglieder an ihrer Seite, solche, die das nicht einsehen können, daß man noch mehr von dem, was etwa der alte Vater von ihr war, vordergründig aufgeben soll. Den Vater, den sie nun bereits aus der Partei ausgeschlossen hat, den sie weiter verleugnen will. Geradezu bei ihr tilgen.
Darin gipfelt es neuerdings bei ihr: daß sie der einen Partei sogar einen anderen Namen geben möchte. Einen, der keinen derartigen Bezug herstellt, wie der alte. Der ihr nun verbraucht erscheint. Unnütz für ihre Ziele. Das können Bestimmte IHRER Familienwelt allerdings denn nun überhaupt nicht einsehen, daß alles immer weitergehen muß. Trotz des Erfolges, den man hat.
Jetzt hat sie, "Die Tochter", doch bereits mit den "Gaullisten" "geklüngelt. Mit den "Gaullisten". Der Parteivorsitzende der "Gaullisten" wollte sie stützen, hatte seinen Parteifreunden und denen, die mit den "Gaullisten" sympathisieren, eine Wahlempfehlung gegeben: eine für SIE. An den Thron hätte er sie als der momentane "Gaullistenführer" liebend geführt. Daß sie sich auf ihn draufzusetzt. Er selber hatte dabei an einen Machtposten für sich an ihrer Seite gedacht. An sich als den "Mann der Vernunft", der auf sie "einwirken" hätte wollen. Neben sie wollte er bei IHR Platz nehmen. Als einer, bei ihr in der Runde mitzureden, mit gewichtiger Stimme daherzureden.
Nun, das hat momentan noch nicht geklappt
Erst mal ins Wasser gefallen, der Sitzplatz nahe bei IHR, bei IHR, als Staatspräsidentin.
Sie möchte mit dieser Idee jedoch weitermachen, weiter Schnittmengen mit den üblichen Parteien finden. Mögliche weitere Steigbügelhalter für sich entdecken. Daß es ihr endlich möglich würde, daß sie draufkäme, auf jenes berühmte Machtgestühl.
Und wenn sie dem und dem weiter so und so viel versprechen muß, sich krumm rumverbiegen: das Wesentliche ist doch, dort zu sitzen. Dort auf dem Thronsitz sich niederzulassen, als Herrschende.
Denn: Wenn man erst dort rumsitzt, kann man es irgendwann machen, wie es der in der Türkei gemacht hat. Derjenige, der heute erst mal weiterhin per Dekret als Staatspräsident regiert. Bei dem allerdings alles in die Wege geleitet ist, daß das Türken-Land die neue Verfassung, die ihn offiziell machen wird, erhalten wird.
Sein Spott derzeit geradezu gewaltig. Man sieht ihn plötzlich, daß er es geradezu nicht mehr eilig hat mit sich als ein Verfassungsgemäßer. Erst mal regiert er voller Hohn für sein Volk weiter per Dekret. Sagt, "bätsch", denkt ihr, ein "Nein" beim Referendum hätte geholfen. Er behält es bei, zeigt offen grinsende Antlitz seiner reinen, unlegitimierten Machtübernahme. Die sich durch ein Dekret abbildet. Wegen dem mit "Anti-Terror-Kampf", das seiner Machtergreifung das Aussehen der Notwendigkeit verlieh. Das "Anti-Terror-Dekret", das alle paar Monate zu verlängern ist. Das bis auf weiteres alle paar Monate verlänget wird. Für IHN.
Er tut jetzt tatsächlich so, als hätte er es überhaupt nicht eilig gehabt mit der Verfassungsänderung, um rechtmäßig zu werden, verfassungsgemäß, Recht und Gesetz. So gesichert fühlt er sich. Voller Häme behält er für sich das mit seiner reinen Dekrete-Herrschaft bei. Es eilt plötzlich nicht mehr, mit dem "Ermächtigungsgesetz" rüberzukommen. Als könnte er es sich mit den seinen geradezu momentan erlauben, es den Türken zu zeigen, daß er ermächtigt war und ist, so oder so.
Das ist denn nochgerade der Vorteil, den sie französischregional ebenfalls gerne für sich hätte. Für den sie alles tut. ALLES. Nur, daß die ihrer Familie das momentan trotzig nicht einsehen wollen. Die, die es anscheinend nicht danach verlangt, noch mehr an Kreide zu fressen. Sich noch mehr mit den restlichen Parteien gemein zu machen, scheinbar deren Meinungen hin- und anzunehmen, zugänglich für sie zu sein.
Dabei müßten die von IHRER Familie nur den Türken-Staatspräsidenten und sein hämisches Gesicht sehen. Erkennen, wie weit der es gebracht hat vor seinem Volk in seinem Land. Geradezu niemanden hat er mehr zu fürchten. Nichts zu befürchten. Er kann sich jeden spöttischen Augenaufschlag Richtung seiner Bürger erlauben. Das mit seiner Verfassungsmäßigkeit hinauszuzögern. Erst ungefähr nächstes Jahr, daß es ...
Wenn es DAS nicht wäre, das für SIE, "Die Tochter".
Wäre sie erst am Gestühl auf der Sitzfläche eingetroffen, wäre alles, wie sie es den Französischregionalen und dem Rest in Europa immer gesagt hat. Mit jenen Folgen und viel, viel mehr. Wenn sie frankreich- und europaweit plötzlich von ihr überrascht wären, wie ihre Stimme klingt, weil die Kreide nicht mehr von ihr dauergefressen werden muß. Wenn alles erst dort ist, wo es bei den Türken jetzt bestimmt hingekommen ist. Die Türken werden IHN nicht mehr los. IHN und die SEINEN. Kann sein, was will.
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