Das Endresultat
Wieder war Anfang Juni des Jahres '17 nach dem Millenium ein scheinbar religiös motivierter Anschlag, dessen Nachricht um die Welt ging.
Einmal deswegen, weil die Attacke mit einem größeren Fahrzeug und mit primitivsten Mitteln wie Messern verübt wurde. Alles Zeug, für jeden praktisch überall immer verfügbar. Was heißt, für jedermann wäre so was machbar.
Und dann, weil eine Organisation, die sich was Religion als Behelfsmittel für ihre Unterdrückungsideologie vordergründig aufs Banner schreibt, es feiert, daß sie "Instrukteure" hat, die Leute aus der Distanz anscheinend fernsteuern können. Das wären wieder "Soldaten" von ihnen gewesen.
Wozu anscheinend die neuen technischen Mittel auch gut sind, daß Leute in Kontakt und bei der Stange bleiben, um sich als "Glaubensbrüder, -schwesern" vorbereiten und zu was veranlassen zu lassen. Weil in ihnen für eine besondere Motivation gesorgt wurde, mancherlei Gefühle in ihnen sich aufbauten, denen man mit dem Mittel "Religion" auf die Sprünge half. Religiösen Riten der Reinigung, Waschung, Dinge, mit denen man leicht ums Herz machen will. Die Sorgen wegen des eigenen Todes erleichtern. Als "Märtyrer" stirbt einer sicher leichter. Wenn er denkt, er hätte irgendwo was Gutes davon.
Scheinbar geben sich Menschen mancherlei abseitigem Stuß hin, lassen sich gedankenfrei von Dritten aufheizen und anleiten, auf ein Ziel ausrichten und hinlenken.
Ehrlich, mein Interesse an so was wirklich gewaltig Für mich könnten DIE sich alle ihre Ansagen sonstwo behalten.
Was die alle glauben, denken, fühlen, für mich persönlich so interessant, wie wenn irgendwo am Mars ein Kiesel kullert. Ihre Schriften, ohnehin im Grunde nur für den Trug. Scheinwelten mit Wirklichkeitsbezug. Glaubenswelt eben. "Glauben", dort, wo ein Anschein bevorzugt regiert. Wie "Fantasy", die Wirklichkeit abbildet.
"Gott" - ach was?
Dafür, daß man "Gott" als was positiv Besetztes sehen soll, erfreuen die sich wirklich ziemlich an intoleranten, ignoranten Untaten im Namen ausgerechnet jenes "Gottes". Wünschen sich den Zwang, tischen das in der Weise auf. Das Ihre ist die Verbreitung des Glaubens mit dem Schwert. Von dem Blut trieft.
Andererseits, das, was sie treiben, das steht durchaus in der Art in dieser wie jener Glaubensschrift. Nur, daß so was für den gewöhnlichen Gläubigen dieser wie jener Religion nicht für Ernst genommen werden kann, der doch noch ein bißchen ein anderes, ungefährdeteres, gewöhnlicheres Leben im Sinn hat. Deswegen erwähnt der das denn nicht unbedingt, daß er die bestimmten Zeilen auch kennt. Geht lieber über sie hinweg.
Bei der einen Religion, die mit so was derzeit allerdings besonders groß geht, muß man tatsächlich fragen: Welche Welten bringt sie am Ende denn hervor? Was sieht man dann dort, wo sie herrscht am Schluß eigentlich? Was kommt dabei unterm Strich heraus?
In Afghanistan gibt es beispielsweise jetzt seit ewigen vierzig Jahren immer das gleiche. Vierzig Jahre ist da Krieg. Ist dort der vor der Brust gekreuzte Munitionsgürtel die Größe. Oder ist der vor der Brust gekreuzte Munitionsgürtel vielleicht das letzte Resultat dieser Religion? Das Endergebnis. Der sich daraus letztendlich entwickelnde alles beschließende Charakter? Der, der seinen "Gott" im Wort führt und mit vorgehaltener Waffe auftritt.
Sonst nichts weiter? Keiner mehr? Als dieser herrische Grinser mit der Waffe. Der herablassend alles befehlen möchte. Vom Gebet bis zum kleinsten Pupser.
Das Endergebnis, wenn man sich mit dieser Religion kasteit. Ein Heer an intoleranten, ignoranten Religionspolizisten. Solche, die sonst nichts weiter großartig erlauben, als DIE eine Schrift. Keinen Gesang mehr, keinen Sport. Das unablässige Gebet und das Lesen in den Religionsschriften ordnen sie an. Auf Marktplätzen lassen sie das Volk regelmäßig zusammenkommen, um dort bei der Bevölkerung mit Hinrichtungen und der Schadenfreude, wer da wieder beim Nichtbeten, dem Ehebruch und anderweitigen Regelmißachten erwischt wurde, für die allgemeine Volksbelustigung zu sorgen? Steinigungen, Folterunternehmen und Hinrichtungen ihr Unterhaltungsprogramm.
Das Grauen des Henkers soll nicht nur einschüchtern, sondern alle am Platz tatsächlich auch bespaßen. Sozusagen, der einzige Spaß, der noch was gilt: Bei Grausamkeiten darfst du zugucken die zumeist an anderen begangen werden. Obwohl da natürlich ein gewisses Risiko, ein Grusel bleibt: selber könnt man jederzeit ...
Ist das alles, was es schließlich mit dieser Religion noch auf sich hat? Was es da noch gibt? Endgültig nur noch den einen Glaubenskrieger mit der Waffe, den man sieht. Das Mordwerkzeug, das er dem anderen bei jeder guten Gelegenheit unter die Nase halten möchte? Bis in alle Ewigkeit, weil sich die "Glaubenskrieger" alles beschließend noch gegenseitig umbringen können, indem sie den anderen als "Ungläubigen" bezeichnen. Obwohl er dem einen "Gott" anhängt, etwa deshalb, weil der nicht der reinen Lehre huldigt, einer Abwandlung sich zugewandt hat ...
Ansonsten hat der Beter keinen anderen Charakter mehr? Bloß noch den des ewigen Glaubenskämpfers? Desjenigen mit einem Mordwerkzeug, das er jemandem hinhält. Und die Ideen, die das ständig mit sich bringt.
Sind die, die man seit einer halben Ewigkeit nun in Afghanistan kämpfen und Kreig führen sieht, nichts mehr als der Abschluß einer Entwicklung, wenn eine bestimmte Religon mit ihren vordergründigen intoleranten, glaubensverbreitenden Notwendigkeiten vorherrscht?
Quasi ein Endresultat. Er, der unaufhörliche Gaubenskämpfer, -krieger. Dem sich die Waffe in die Hand gefressen hat, daß er sie überhaupt nicht mehr dort rauskriegt. Weglegen unmöglich.
Das sollte man sich mal betrachten. Diesen Faktor.
-------