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Blog von TeddeMehr

Zurück in die alte kostengünstige Sorgenfreiheit

4. Juni 2017 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware

Der nordamerikanische Jahr-'17-US-Präsident ist nun aus dem weltweit orientierten Klimaabkommen ausgestiegen. Das heißt, er versucht es wenigstens, das Abkommen aufzukündigen.

Das möglicherweise für die USA durchaus nicht so einfach kündbar ist. Oder wenigstens mit ebenso viel Ärger aufkündbar, wie das bei den Briten mit dem "Brexit" der Fall ist. Die Briten wissen auch nicht so genau, was sie eigentlich davon haben. Da ist alles also gar nicht so leicht. Der "Brexit" bringt einen Rattenschwanz an problematischem Beiwerk mit sich, einiges, das mitinbegriffen ist. Obwohl man altnational groß geht, so daherkommt.

Der eine US-Präsident meinte denn schon in seinem Wahlkampf im Jahr '16 nach dem Millenium, das klimafreundliche Vertragswerk, das schade der US-Wirtschaft. Weil Kohlefabriken dichtgemacht würden. Ölförderung und "Fracking", das bereitet Sorgen. Weil Fabriken dann, wenn sie Auflagen, was den Umweltschutz anbetrifft, erfüllen müßten, ein wirtschaftliches Risiko wären. Teuer, so Rauchfilter in Schornsteine einbauen zu müssen. All das. Ein "Kostenfaktor", "Unkosten". Kann man es sofort bleiben lassen.

Der Jahr-'17-Präsdient plädoyiert statt dessen für die frühere Einfachheit, die Bedenken- und Sorglosigkeiten, als alles noch ungefähr beim Alten war bei der Industrialisierung. Entklappen des Gifts in die Flüsse, sonstige Gewässer, Rauspusten in die Luft, was geht, Zeug verbuddeln in der Landschaft.

Gesundheits- und Umweltschäden - kein Problem. Die Simplizität altvorderen Denkens, was die Industrie anbetrifft. Das kostengünstige Original, dem jede Mondlandschaft egal war und ist, Hauptsache, man hat für den Moment Profit. Was später mal ist, wenn was sich auswirkt, was kümmert's?

Kostenfreiheit jedenfalls nach Möglichkeit bevorzugt, möglichst wenige Vorschriften, Bürokratie. War früher ja auch alles; auf das gegebene Wort von Wirtschaftsbossen gaben staatliche Stellen was. Als man sich noch kaum Sorgen um irgendwas, wie Folgen von Verschmutzungen auf vielerlei Ebenen, machte. Weil's niemandem das allergeringste kümmerte, was ins Wasser verklappt wurde, in den Boden versickerte. Kostengünstig.

So was hätte der Jahr-'17-Präsident wieder im großen Stil zurück, für den guten alten Nordamerika-Firmenboß, daß er ohne größere Umweltauflagen auskommen könnte. Dafür übersieht er sogar die neue Möglichkeiten des Wirtschaftens, die sich bieten. Daß sich auch die Wirtschaft weiterzuentwickeln hat. Daß Dinge weitergehen, und daß Menschen, wenn die einen Arbeitsplatz verlieren, sich eben umorientieren, fortbilden müssen. Eventuell neue Betätigungsfelder sich suchen. Zum Beispiel was die Wassergewinnung durch Verdunstung angeht und so fort. Eben Strom durch Sonnenlicht, wie jetzt schon länger. Die Stromversorgungssysteme auf den eigenen Hausdächern werden immer besser, auch die Batterien, Überschüssiges für den späteren Moment abzuspeichern, wenn einmal die Sonne weniger scheint.

Andererseits, sie sagen, dieser US-Staatenoräsident, der hätte einen rückwärtsgewandten Geist, lebe in einer Wirtschaftswelt längst vergangener Zeiten, die ihr Aussterben nur nicht begreift.

Bloß, momentan werden in der deutschen Europaregion auch schon wieder Wirtschaftsleute vernehmbar, ganz dem ominösen Nordamerikaner befreundet. Lautstärker führen sie Klage. Beklagen sich neu. Alles sei ihnen zu "kompliziert". Sie hätten Dinge gerne wieder einfacher. Ganz nach der US-Präsidenten-Art im Jahr '17 soll man Dinge übersehen, drüber hinwegsehen. Weniger bürokratische Hindernisse, Unkosten beim Strom, beim Filtereinbau in umweltschädliche Fabrikraucher. Weniger Denken an dies und das, das die Dinge des Wirtschaftens nur unnötig erschweren, verkomplizieren.

Der altertümliche industrielle Geist ist also weiter verbreitet, als manche sich das denken, der, den der eine Jahr-'17-Präsident repräsentiert. Auch in Europa reden nun solche aus dem Gestern im Heute, lassen ihre Stimmen vernehmen. Welche, die gerne vielerlei Nebenkosten wieder gesenkt hätten, manches dereguliert, daß bei ihnen hinweggegangen würde über Probleme. Jenes Scheiß-drauf-auf-die-Bedenken, solange die Geschäfte bestens laufen, das ist ihnen groß.

So klingt's doch jetzt auch aufs neue frisch auch in Europa, wenngleich verschämter als in den US-Staaten. Wo Klimawandel geradewegs geleugnet wird. Manchem herzlich wenig was zu jucken scheint, selbst wenn's ihn auf die Finger haut. Wenn was hin ist, ist's eben hin. Oder ausgestorben. Und wenn du Krebs hast, vielleicht hast du nur nicht so auf dich geachtet. Was weiß man schon, was du für ein Leben geführt hast, woher die Krankheit denn kommt. Es könnte mehrere Möglichkeiten geben, die eine Erkrankung erklären. Ein bestimmter Stoff, der als "Umweltgift" geschimpft wird, muß nicht dran schuld gewesen sein. Unterschiedlich alt sind die Leute schon immer geworden.

Eine "Feinstaub"-Problematik, pah! Existiert überhaupt "Feinstaub"? Müßte man vielleicht mal die eigenen Wissenschaftler fragen, sie eine Expertise anfertigen lassen. Vielleicht wird das mit "Feinstaub" dann schnell weniger.

 

 

 

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