Den Mars auf die Erde holen
20. Juni 2017 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware
Eine Marsreise, die ist schwierig zu bewerkstelligen. Und teuer. Den Mars auf die Erde holen, das klappt sicher bald erste Sahne. Ganz billig. Ohne allzu große Kosten. Und alles kann plötzlich ganz schnell gehen.
Jede Menge Vorarbeiten dafür sind in Gang, für den Mars auf Erden zu sorgen. Überall. Weltweit.
So planen sie etwa, mal eine Sekunde Richtung Südamerika geguckt, Wasserkraftwerk um Wasserkraftwerk am Amazonas.
Wasserkraftwerk heißt, aufgestautes Flußwasser. Jedesmal ein Rückhaltebecken von so und so viel Ausdehnung und Tiefe. Und ein weiteres Problem: Der Amazonas ist ein flaches Gewässer. Um da Dampf auf die Turbinen zu kriegen, daß der Strom in einem ausreichendem Maße in die Steckdose kommt, da muß was für getan werden.
Und Rückhaltebecken für Amazonaswasser, das heißt, es wird großflächig Urwald überflutet werden müssen. Dann sterben nicht nur jede Menge Tiere und so, sondern es wird auch Abfallprodukte wie so Gase geben, die entstehen, wenn Bäume und so unter Wasser modern. Was der Erdatmosphäre sicherlich schadet.
Es ist tatsächlich nicht die Rede von einer Handvoll Staudämmen am Amazonas. Es ist die Rede von Tausenden von Staudämmen für die Stromerzeugung. Tausende.
Die Perspektiven für den Amazonas, was die ganzen Folgen anbetrifft, sind dabei noch überhaupt nicht so recht durchdacht. Nur, die Planungen, daß was größer ankommt, die sind deutlich.
Viele Staaten hängen überdies am Amazonas-Wasser, daß Kriege zwischen Ländern möglich wären. Ums Wasser. Und die ausgestorbene Arten-Vielfalt, von der ist hier überhaupt gar nicht die Rede. Daß am Amazonas und am Urwald der südamerikanischen Region viel was Klima für die gesamte Weltbevölkerung hängt.
Es ist demnach geradezu der Wahnsinn in Planung in Südamerika. Bei einem ohnehin fragilen Weltklima. Was bedeutet, der Mensch, er kommt am Mars voran. Am toten Wüstenboden, den er nur noch nicht sieht, weil es mancherorts noch fruchtbar scheint. Weil dort noch was wächst.
Aber sonst ...
Der Mars, will man dorthin reisen, der ist fern. Um vielleicht auf dem Mars für ein anderes Marsklima zu sorgen.
Was so eine Marsreise zudem an Geld verschlingt! Was außer der monitären Seite alles dafür nötig ist, die Marsoberfläche zu betreten. Ungeheure Strapazen müssen so Marsfahrer, jahrelang auf engstem Raum zusammengepfercht, auf sich nehmen. Bis sie wieder rauskönnen aus dem öden, tristen Raumfahrzeug. In einer zutiefst feindlichen Umgebung ankommend, in der man sich erst mühselig, langwierig einrichten muß. Etwa Gebäude für sich errichten, in ihnen einigermaßen leben zu können. Wie so Pioniere. Neue-Welt-Pioniere.
Aber - was so lange nach dem Mars mit seinen Gräben und Kratern reisen? Braucht man nicht. Man macht's anders: Man holt sich einfach den Mars auf den blauen Planeten. Daß man zeigen kann, wie flexibel man ist. Welche Fähigkeiten man als Überlebenskünstler hat.
Hat man erst den Mars auf Erden, dann geht's richtig los.
Dann sind wieder frische neue Ideen gefragt. Dann muß man sehen, was man noch aus dem Gen-Pool herausholen kann, den man mit Sicherheit mit auf den Mars mitnehmen hätte können. Um dort für neues Leben zu sorgen, dort auf dem Mars. Der Marsoberfläche wieder ein anderes Gesicht zu geben. Eins, tauglicher fürs Überleben von Natur.
Ja, andererseits: was Mars? Den Mars auf die Erde geholt, das ist doch die Idee.
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