Trockenheit, Dürre
Die derzeitigen Regenmengen sind ziemlich mau. In Italien ist, Stand Ende Juni des Jahres '17 nach dem Millenium, von einer Trinkwasserknappheit die Rede.
Es ist in ganz Europa nicht mehr viel Regen gefallen. Die vergangenen Wochen, Monate.
Geradezu darbt die Natur. Was europaweit schlecht für die Landwirtschaft sein könnte. Bei all der trockenen Krumme.
Schon die Frage, was genau los ist. Mit El Nino und so.
Letztes Jahr war der ein großes Phänomen, "El Nino". Ist es damit überhaupt schon vorbei?
Oder haben die derzeitigen Probleme, Sorgen weiterhin noch hauptsächlich mit El Nino zu tun?
Wenn El Nino nicht umfänglich wo hinkommt, sondern umgeleitet ist, abbricht. Dann ist es irgendwo regional Zeit für einen Klimawandel. Wechselt die Landschaft. Böse, wenn von fruchtbar in unfruchtbar.
Mancherlei, das anders werden kann, als man es gestern noch glaubte, daß es immer sein würde. Weil die klimatischen Bedingungen sich bei einem ändern. Das dann nicht mehr nur schleichend. Sondern offensichtlich. Daß es einer mit den größten Tomaten auf den Augen mitbekommen muß. Was los ist. Wirklichkeit.
Jedenfalls sind die letzten Jahre nach offizieller Messung mit unter den heißesten seit Beginn der dokumentierten Wetterbeobachtungen. Weltweit. Eine einzige Ansammlung von Hitzejahren im Vergleich zu einem früheren Maßstab. Der Anstieg der Temperaturen, eigentlich nicht mehr von der Hand zu weisen. Um dahingehend Ignoranz aufzubringen, alles beim alten zu wähnen, muß man sich mühen.
Weiß nicht. Da waren letztens so Leute zu sehen. Via Television. In einer Art Klarsichthelmraumanzug. Toller Anzug. Kann man tragen. Hintereinander, daß sie anzugtragend in einer gewissen Wüstenlandschaft rumstapften. Die Sprecherstimme sagte irgendwas, daß die Wüste hier ähnlich dem Mars sein sollte. Daß sie unter Marsumweltbedingungen trainiert, die Menschenansammlung. Die dort unter spärlichen Bedingungen auf engstem Raum in einem Bauwerk aufeinander hockt. Unter anderem auch, das zu erkunden, was untereinander los sein könnte, wenn man sich beständig so nahe ist. In einer unwirtlichen Umgebung. Wie es die am Mars wäre.
Schließlich könnte eine Reise zum Mars anstehen. Da braucht man viele Feldversuche, Erhebungen. Daten. Und noch mehr Daten.
Am Mars, wo das mit der Landschaft ständig überall so ist, wie in der Wüste. Bloß, daß man auf der Marsoberfläche droben zu allem dazu beständig einen Schutzanzug benötigt. Ohne kann praktisch nirgends hin, nirgendwohin rausgehen. Zumindest nicht als normaler Mensch, für den das Ende viel zu rasch kommen könnte, wählt er sich ungeschützt die Marsnatur. Weil am Mars an allzu vielem Knappheit vorherrscht, zumindestens für ein ordinäres Menschenwesen. Oder sonst ein Tier von der Erde.
Obwohl: Könnten die ständigen Erkenntnisse, die man betreffs einer beabsichtigten Raumfahrt Richtung Mars sammelt, nicht demnächst ebenfalls auf dem blauen Planeten helfen? Wer weiß, wie lange die Bedingungen auf ihm noch die gleichen bleiben. In manchen Großstädten bräuchte man auch heute schon einen regelrechten Schutzanzug mit Sauerstofftank, um sich ohne größeren gesundlichen Schaden rumbewegen zu können. Bei der ganzen schädlichen Feinstaubbelastung, das, was man atmen muß, weil man atmen muß. Atmet man's dauernd, dann ...
Ja, am Ende ist der Mars vielleicht nicht so weit entfernt, wie man sich das so denkt. Vielleicht muß demnächst, um auf den Mars mit seiner ungenügenden Atmosphäre zu gelangen, nicht mehr in einen teuren, kostenintensiven Raumtransporter eingestiegen werden. Wenn das so weitergeht mit dem Erdklima. Dann kriegt man ihn mit Sicherheit: den Mars auf Erden. Dann ist der Mars plötzlich für alle da. Die da vielleicht noch überleben. Überleben wollen. Sich als einfallsreiche Pioniere präsentieren. Einzelne, die sich tausendprozentig gerne als Überlebenskünstler profilieren möchten. Zeigen, was die Härte ist. So eben ertragbar.
So ein ungeheures Artensterben verursachendes Unglück, wie es demnächst endgültig anstehen könnte, hat es immer wieder gegeben, auf Erden. Massen von Vulkanausbrüchen, Einschläge von Asteroiden. Das große Aussterben der Dinosaurier etwa ein Beispiel. Viele Lebensexplosionen, die ausgelöscht wurden. Schlagartig. Überraschend.
Wie lange wird es nach dem nächsten großen Schlag für das Leben auf der Erdenwelt dauern? Brauchen, bis sich die Natur erneuert, sich eine neue Atmosphäre einbalanciert hat?
Für die Erdentwicklung sind zehn-, hunderttausend Jahre unbedeutend. Ein Nichts. Für die Menschenart allerdings ...
Kehren die Bedingungen zurück, kann man warten, bis es neue Arten von Lebewesen gibt. Aus alten geboren. Die kleinwüchsig irgendwie überleben konnten. Unterirdisch. Oder ohnehin an miese klimatische Bedingungen angepaßt. Daß sie sich ein Weilchen exklusiv räkeln. Bis sich Artenvielfalt entwickelt. Daß irgendwo zu viele werden, daß die eine oder andere Art raus muß. Wie die ehedem aus den Ozeanen rausmachen mußten, sich an den Sauerstoff gewöhnen, auf der Flucht vor überlegenen Fressern.
Nur, die Dinosaurier, die leben heutzutage doch noch. Im Grunde genommen. Die sind heute nur kleinwüchsige, harmlose, dumme Viecher. Hühner, Puten und so. Vegetieren oftmals in hoher Zahl eingepfercht in Käfigen rum. Käfighaltung. Ihr Zweck dort: gefressen zu werden. Oder sie erfreuen hinter Gitterstäben, als Singvögel.
In der Zukunftswelt könnte es wieder ein Zeitlang Riesenkreturen geben. Bis alles wieder kleiner werden muß an Format. Weil eine Rasse alles Größere neben sich ausrottet ...
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