Vergangenheitsverhaftete verträumte Rußland-Romantisierer
Wieder zu bemerken gewesen, Juni des Jahres '17 nach dem Millenium, die Romantik vergangenheitsverhafteter, verträumter "Linker" der gegenwärtigen russischen Regierung gegenüber. Sie schaffen einfach keine andere Rußland-Perspektive.
Alles anscheinend, weil niemand das Staatssystem in Rußland in der Gegenwart genauer benennen möchte. Rußland, das auch eine Art Präsidial-System hat. Ähnlich den USA. Oder der Türkei.
Alles andere als "links": Rußland. Das uniforme Mackertum des "Kommunismus" hat einen rechten Drall genommen. Ist rechtsdrehend geworden. In Rußland.
Daß es sich bei den Meinungen der sogenannten "Linken" also, wenn dort Rußland angesprochen wird, um einen alten Spontan-Reflex handelt, Über den man besser mal nachdenken sollte.
Rußland gegenüber als "Linke" zu romantisieren. Beinahe etwas, das sich auf das laufende bringen sollte. Gegenwartsoptimieren.
Mit "links" hat das heutige Rußland genausowenig zu tun, wie einer den gegenwärtig regierenden US-Präsidenten als einen "Linken" bezeichnen würde. Den. Diesen Milliardär, der auf dem Stuhl des Präsidenten der Vereinigten Staaten Platz genommen hat. Dorthin geraten ist. Möglicherweise mit russischer Hilfe.
Daran sollte man bei der russischen Staatssystem-Benennung eher denken: die rechte Richtung. Rechts. Rechtslastigkeit. "Rechtskonservativ" oder, ein älteres Wort dafür: "Faschismus". Eine Interpretation des "Faschismus".
Höchstens die Inszenierung von einer parlamentarischen Ordnung, einem Parlament, in dem Leute auch was zu sagen hätten, die ist wahrnehmbar. In Rußland. Wie in der Türkei. Etwas, was der Jahr-'17-Präsident der Vereinigten Staaten mit Sicherheit auch lieber hätte: den Anschein einer demokratischen Ordnung. Zwar ein Staat, in dem regelmäßig Wahlen stattfinden. In dem jedoch stets immer die ein und dieselbe eine Partei gewinnt. Weil es an echter Opposition fehlt. Weil die Medien etwa relativ gleichgeschaltete Meinungen abbilden. Alle anderen Ansichten abgeschmettert werden. Es gibt eins. Sonst nichts.
Mit dem kommunistischen System der Vergangenheit, obwohl das auch nicht viel besser war, was das freie Denken anbetraf, haben die, die man heute in Rußland sieht, dabei genausowenig zu schaffen wie mit einer echten Demokratie. Eher, daß sie mit nichts davon kein bißchen was zu tun haben. Sie sind keine Kommunisten. Ebensowenig aber Demokraten. Was sie sind, haben sie vielleicht überhaupt nicht gerne formuliert. Klar zum Ausdruck gebracht.
Daß ein "Linker" an die derzeitigen russischen Dauer-Herrscher irgendwie denken sollte, müßte? Eher sehr wenig. Vielmehr sollte man bei Rußland an altvordere südamerikanische Despoten-Regierungen denken. Was Rechtsgerichtetes als Autokraten-System. Bei einer Schein-Demokratie.
Andere nennen die, die im Rußland der Jahr-'17-Gegenwart regieren, gerne "Faschisten". Feiern auch jährlich großtuerisch den Sieg über den Faschismus. Nur, es bleibt die Frage dabei: Was sind SIE dabei eigentlich selber?
Viel, viel näher stehen die russischen Staats-Beherrscher dem heutigen US-Präsidenten, als es der romantischen Sichtweise heutiger deutschregionaler "Linker" entspricht. Einem US-Präsidenten, der sich bei Ansprachen schon als "Rechtskonservater" tituliert hat. Sich auch nebenher als "Anfüher einer Bewegung" sah. Einer rechtslastigen "Bewegung". "Links" ist für diesen Präsidenten mit Sicherheit ein Unwort. "Links", das ist so viel bei ihm. Könnte Wahnsinn sein, was bei dem alles "links" ist, nachdem er weit außen rechts steht. Als "Rechtskonservativer".
Nein, obzwar der Kommunismus auch Despotenherrschaft war, diese Art von despotischer Herrschaft repräsentieren die in Rußland im Augenblick nicht. Eher ist alles bei ihnen zu einem rechten präsidialen Despotismus mit scheindemokratischem Schmelz geworden. Einem rechten Despoten-Staat mit jeder Menge Polizeigewalt. Die jederzeit sichtbar werden kann. Wie die Angelegenheiten auch der in Nordamerika gerne mit der Polizei geregelt hätte, die Polizeigewalt in den US-Staaten mit ein paar seiner "Dekrete" bereits ziemlich gestärkt hat. Wenig Demokratie in Rußland, aber viel rechte despotische Dekrete-Vorherrschaft.
Einer eben, der durchregiert, der ist in Rußland der Mächtige. Die anderen sind um ihn herum. Sagen dort was an, wo ihnen das gestattet ist. Solange es das große Ganze nicht betrifft, sie den Anweisungen von oben assoziieren, diese richtig interpretieren können, solange paßt alles mit ihnen. Kann der eine als einzelner auf seinem Staatsposten bleiben, sich wichtig auf einem Behördenthron gehaben. Ansonsten muß er abgelöst werden. So Ideen hat mit Sicherheit auch der derzeitige USA-Präsident. Der seine "Dekrete" liebt. Auf Polizei hofft.
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