Overblog Alle Blogs Top-Blogs Literatur, Comics & Gedichte
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU
Werbung
Blog von TeddeMehr

Eintritt in den kleinen Horrorladen

28. Juli 2017 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware

Sie sind besorgt, wegen der "Identität" von Leuten. Man kann mit seinem "Kummer" zu ihnen kommen, was manche Sachen angeht, seinen dumpfen "Sorgen". In seiner besten Tristesse. Vor allem von wegen all dem scheinbar Fremdem, das es in der deutschen Europaregionalität gibt. Die vielen wahrnehmbaren Religionen, von denen manchem die und die zuviel ist. Und so.

Da reden sie dir was zu, bringen Verständnis für dich auf, geben dir insbesondere recht, was deine indifferenten Ansichten anbetrifft. Bei deinen gedankenlosen Impulsen, Dinge betreffend, sollst du bleiben; so wäre es ihnen das liebste. Das Vorschnelle, das hauptsächlich deine Vorurteile wiederspiegelt, das wollen sie von dir, daß so was bei dir Weile hätte.

Dich damit in deiner Überzeugung behalten. Obwohl du vielleicht deine Blickwinkel ändern könntest, würdest du über das und das noch mal genauer nachdenken. Wärest vielleicht besser aufgeklärt, unterrichtet.

Wobei SIE, sie sind kaum an Aufhellung interessiert sind, an allzuviel Gedanken, Überlegungen, Einblick in wahre Geschehnisse, wenn sie dir was anderes weiszumachen wünschen.

Nichts dürfte dich größer berühren, was dich dazu bringen könnte, das von IHNEN aus dem Auge zu verlieren. Geradezu tun sie momentan so, als hätten insbesondere sie größer was für einen übrig, mehr als all die anderen, die ebenso zu betrachten wären. Etwa die der übrigen Parteien, die alles mögliche aus einem klein wenig anderem Horizont sehen.

Jetzt scheinen DIE wirklich bevorzustehen. Nicht in irgendwelchen Landesparlamten, in denen sie bereits größer sind. Hauptsächlich heuchlerisch bei den Konservativen, Bürgerlichen herumstehen. Äußerlich kaum von ihnen zu unterscheiden; ganz wie sie angezogen. Nichts, das einem klarmacht, SIE wären nicht das, das Ekelhafte. Dem gegenüber man nur Unverständnis aufbringen dürfte. Sie als diejenigen, ernsthaft die Ignoranz, die Intoleranz. Geradezu das, was sich eben auch aus dem enghorizontalen Spießbürger gebiert,.

Das ganz alte Nationale hätten sie gerne wieder zurückgebracht. Das Gestrige mit Grenzbaum, Regionalwährung. Das von damals, als man noch ein klein wenig länger latschen mußte, irgendwo mit sich und seiner Bewaffnung hinzukommen. Als die Entfernungen also weniger schnell zu überwinden waren. Daß man sich wirklich alleine fühlen konnte in einer Regionalität, sperrte man sich hinter seinen Grenzzäunen ein. Daß man sich fragen kann, blickt man nach vergangenen Zeiten, daß das Heimatgefühl war, das bei so Leuten aufkommen konnte, wenn da ungeheuerliche Personen über einen herrschten. Solche, denen man doch eher fliehen würde wollen, statt mit ihnen zu sein.

Heimat hatte man. Und auch ehedem schon, daß man Leute in die Heimat einlud, dort zu wohnen. Es durften sich schon mal größer Franzosen in und bei Berlin ansiedelten. Vor Jahrhunderten. Weil die "Franz-Leute" das MUSSTEN, daheim auszureisen, als so Verfolgte. Deutsche gewährten geflohenen Franzosen quasi "Asyl". Wie es Deutsche zu manchen Zeiten hinaustrieb aus dem Heimatland, in dem nur die Landschaft für sie schön war. Zu oft, daß sie herrlichen Gegenden fliehen mußten, weil sie ansonsten heimatlich kartätscht wurden, Reiter mit gezogenen Säbeln bei ihnen einritten, ihnen hinterherkamen. Säbel, denen viel zu viele zum Opfer fielen. Etwa, weil eine Glaubensfrage gestellt wurde, man einer anderen Glaubensinterpretation anhing als dem und jenen. "Katholisch" wollten beispielsweise Uniformierte machen, unternahmen das auch. Mit dem Schwert, der Pistole, der Kanone. "Die werden jetzt katholisch gemacht, die Leute", war eine Parole.

Nordamerika hat viele deutsche Asylanten gesehen. Nicht nur Armut trieb dazu, daß welche eine herrliche Region verließen. Sondern vor allem ein gewisser Geist, der an der Macht war, unduldsam.

Jetzt sind hier welche demnächst, glaubt man den Wahlprognosen, nicht mehr nur großtuerisch in Landesparlamenten. Sondern halten Einzug in einen Berliner Bundestag, dort in ihrem Ungeist Reden zu führen. Über die Fünf-Prozent-Hürde springt die eine neue Partei locker. Eine der IHREN im blanken Dutzend, eine, die es zu schaffen scheint, allgemein Anziehungspunkt für viele zu sein. Wie es den Anschein hat.

Obwohl es momentan ein wenig nachgelassen hat, das mit dem ganz großen Auftrieb bei ihnen. Trotzdem werden sie im Bundestag vertreten sein, können in ihm zukünftig auftreten, Debattenbeiträge abgeben. Sogar schein-vernünftig im Klang manchmal, wenn es sein muß. Beim einen oder andern sind sie in den Regionalparlamenten wie ungefähr dabei, wollen dort Treibmittel sein. Fürs eigene Gusto. Wie sie sich zum Beispiel letztens nach den G20-Gipfel-Geschehnissen mitempörten. Bei den normalen Partei in ihrer Tonart mitredeten, Applaus spendeten, mitstimmten bei was, was die Erregten beschlossen.

So ähnlich wollen sie sich sicher in der Zukunft verhalten. Daß man meinen möchte, man müßte sie nicht besonders sehen. In ihrem alten Geist. Der am Ende herausgelassen werden möchte aus der neuetikettierten Flasche. Unter neueren Umständen. Den Umständen einer anderen Zeit.

Wirklich, der nächstfolgende Bundestag wird ein paar mehr Parteien beherbergen als der heutige. Noch hätte man die Zeit, steht diese Wahl erst bevor, daß man sich prüfen könnte, ob man diese Parteien, die die Hürde der fünf Prozent einwandfrei zu überspringen scheinen, tatsächlich für irgendwas braucht.

Denn mit ihnen könnten größere Veränderungen kommen, als man sie heute noch sieht. Selbst bei den momentan noch trauteren Gesichtern. Denen, die im in jener Zukunftswelt gerne auf ihren Thronsesseln bleiben wollen. Wie festgetackert am Machtgestühl.

Man sollte besser echt die veränderte Landschaft bei ein paar jener allzu vertrauten Personen gegenwärtig schon überblicken, hat man denn alles in diesem Zukunftsbundestag, was heute bis jetzt nur Prognose ist.

Die Veränderungen sind am Ende massiv. In Wahrheit: ziemliche Veränderungen, die sich zeigen könnten. Trotz der paar gewohnten Gestalten, die sich dann vielleicht allerdings auch anders verhalten, verändert klingen. Eine leicht geänderte Sprachregelung an den Tag legen.

 

 

 

------

Werbung
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post