Es ist gut auch woanders hinzureisen
Jeder, der nicht so denkt, wie die einen Machthaber in der Türkei, der scheint Mitglied der Prediger-Bewegung zu sein. Oder "Terrorist", weil die in der Türkei ein Landesteil unterjocht halten, geradezu seit einer halben Ewigkeit, ohne den Leuten je größer Autonomie zu gewähren, die Ureinwohner selber irgendwie besonders zu schätzen.
Geradezu so, daß welche auf der türkischen Seite die derzeit überall zu sehen meinen, die dieses einen Predigers. Als wäre es ein Hau von ihnen. Jedenfalls ist es eine große Tour, eine nützliche Sprachregelung.
Durchaus spaßig. Die immer reifer werdende Sprache von denen der Prediger-Bewegung und dem mit dem "Terroristen"-Hintergrund. Das dringt sogar in die deutsche Europaegion vor. Hier erhalten deutschregionale Staatsbeamte aus der Türkei ständig Listen möglicher "Terroristen", die alle bei der einen Bewegung dabei sein sollen, die stützen. Unter anderem landen mittlerweile auch schon deutschregionale, europäische Großkonzerne auf so einer Namensliste aus der Türkei.
Schwer zu sagen, war der, der die Türkei derzeit als "Staatspräsident" regiert, nicht ebenfalls schon mal bei der Prediger-Bewegung dabei? Könnte er nicht ebenso auf so Mitgliederlisten stehen, namentlich? Ein paar der seinen noch dazu? Schließlich war man eine Zeitlang allerbeste Freunde. Bis sich die Frage der Macht stellte, im Verbund mit dieser bösen Stutenbissigkeit: Es kann nur einen geben. Ein einziger nur noch, der exklusiv alles hat. Einer, der übrigbleiben konnte. Der zweite, der am Ende ausreisen mußte, aus der Türkei. Ehe es ihn schlimmer traf.
"Amnesty international"-Mitarbeiter werden mittlerweile als Prediger-Bewegung-Mitglieder benannt. Leute von "Amnesty international"! Die ebenfalls unter "Terrorverdacht". Sitzen als so was ähnliches wie "Terrorverdächtige" mitten unter vielen anderen in türkischen Gefängnissen. Sind nun Teil dessen, wovon "Amnesty international" sonst nur kritisch der Weltöffentlichkeit Mitteilung machen will. Etwa, wie so Verhältnisse zwischen Gefangenen und ihren Wächtern an solchen Knastorten sind, wo in einem Staat Andersdenkende kaserniert werden. Wie es da zugeht. So was, die Inhalte, die für gewöhnlich "Amnesty international" zugetragen werden.
Und in der Türkei stapelt es sich nochgerade in den Gefängnissen. Nicht die üblichen Verbrecher, Mörder, die dort eingesperrt sind. Sondern eher anständigere, aufrichtigere Leute, welche mit guten Berufen, in denen sie nicht schlecht waren: Professoren, Staatsbeamte, Polizisten, Lehrer, gedankenfreiere Militärs. Was immer sich dort im Türkisch-Knast befindet, daß sich fast die Frage nach dem Charakter derer stellt, die sich unter diesen Bedingungen noch in Freiheit befinden. Die, die nicht hinter schwedischen Gardinen gelandet sind, türkeiweit. Obwohl, da gibt's ständig weitere, die man entdeckt, daß man sie vielleicht besser einzuknasten hätte. So was hört nie auf. Für die kommen die, die Einknaster-Offiziere., die Recht und Gesetz mimen. Aber im Grunde die Vertretung von IHM und den SEINEN sind, SEINE Handlanger. Als Polizei und sonstigen Sicherheitsleute eines faschistischen Willkürstaates.
Die türkischen Gefängnishalden. Wie Dachau in den dreißiger, vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Nachdem auch einer mittels eines "Ermächtigungsgesetzes" die Allmacht im Staat erlangt hatte. Auch da kann man texten: ER und die SEINEN.
Jeder auf der Welt kennt auch heute noch oft IHN und die SEINEN. IHR ungeheures Verbrecherwesen. Das sich mal ebenso mit Recht und Gesetz maskierte. Was sie spielten, um es schlußendlich großmächtig zu verspielen.
Oder es ist der "Duce" bekannt. Der sich selber noch einen "Faschisten" nannte. Was heutzutage die wenigsten Faschisten offen tun. Oder höchstens hinter vorgehaltener Hand.
Das sind die Namen europäischer Vergangenheit, mit denen die derzeitig in der Türkei Regierenden vergleichbar sind.
Auch der "Duce" war quasi ein Dekrete-Regent. Einer, der seinen Willen per Rede oder Dokument an die ihn Umstehenden weitergab. Diese Willensäußerung hatten die Kopfnicker zu reflektieren oder bei nächster Gelegenheit ihre Posten zu verlassen, falls sie zu vieles mißverstanden. Zu dumm nicht begriffen. Oder sich dachten, sie wären selber wer, könnten IHN, den Duce, ersetzen. Statt bei ihm Dasteher zu sein, verfügbar.
Genauso wie es dasselbe beim "Führer" war. Der "Führer", allerdings der mit der Besonderheit des Rasse-Wahns. Der damit groß ging, daß mit IHM nicht jeder von denen, die ein herrschaftliches Alleinstellungsmerkmal haben, zu vergleichen ist. Daß man sie, solange sie das nicht bei sich entdecken lassen, eher mit dem "Duce" benennen muß. Oder einer vergleicht Leute quasidiplomatisch mit denen der DDR. Dort hieß der Alleinherrscher "Parteivorsitzender". Das System nannte sich "links". Schon eine kleine Höflichkeit, denn die in der Türkei sind unzweifelhaft rechts. Unzweideutig DAS. Rechte. Ihre Regierungsform: die des Faschismus.
Damals, als es in Italien "Duce, Duce" dröhnte. Vor allem auf den Veranstaltungen, wenn er vor den seinen seine Ansprachen hielt, ER, der Duce. Eine Art "Duce" ist der in der Türkei erst mal "nur". Schlimm genug. Aber für einen "Führer" braucht der beste Faschist eben trotzdem erst mal noch einen weiteren "Boost". Um dort am Ende an das ranzuschmecken, wo der "Führer" war.
Tatsächlich, als Europäer würde ich im Jahr '17 nach dem Millenium nicht in der Türkei Urlaub machen wollen. Könnte das Ferienabenteur zu einem langen Gefängnisurlaub für werden. Falls du mit deinen Blicken Pech hast,
Da kann man wirklich nur eine Reisewarnung aussprechen, für die türkische Regionalität. Für den, der daheim nicht den Augenaufschlag des Doofen geübt hat. Wer allzu klug aus der Wäsche schaut in der Türkei, könnte bereits in Gefahr sein. Obwohl, zumindest die Gefängnisinsassen in der Türkei, die Eingesperrten, die könnten einigermaßen Niveau haben. Unter die zu geraten, nicht mal schlecht. Obwohl natürlich alles immer relativ ist, das Milieu bestimmt die Erfahrungen.
------