Overblog Alle Blogs Top-Blogs Literatur, Comics & Gedichte
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU
Werbung
Blog von TeddeMehr

Hätten einige wohl besser mal weniger schön gesungen ...

22. Juli 2017 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware

Die Beschreibung hat nichts zu wünschen übriggelassen: Er hockt in der Dusche. Rot fließt es in den Abfluß. Was an ihm gemacht wurde: unzweideutig. Erleichtert hatte sich an ihm einer, vor Ort auf einem institutionellen Stuhl an oberster Stelle rumhockend, dem Kinder, Jugendliche vertrauensvoll ausgehändigt worden waren. Der befreite sich von einem Druck vorne dran. Bis er den wieder haben würde.

Ein Geschehen, das bei ihm regelmäßig war. Das Pech hatte er, ein "Liebling" zu sein. Jedenfalls kannte er das oft. Wie andere Buben, jüngere männliche Teenager, denn er befand sich an einem Knaben-Internat. In dem gab es neben dem noch alle möglichen Arten von folterähnlichen Züchtigungen dazu, ein namenloses Maß an Unterdrückung. Für ihn. Die um ihn herum. Die, die ansagten, befahlen, waren kaum nett zu nennen, wünschten sich am Ende jedoch Hand- und Munddarreichungen und so an entblößten Hinterteile heran.

Sogar das Wort "Konzentrationslager" fiel in dem Zusammenhang. So reflektierte einer: Sie hätten wie einem "Konzentrationslager" gelebt. Leben müssen.

Dabei war man ein "Sängerknabe". Hatte eine glockenreine Stimme. Konnte den Ton halten. Alleine oder im Chor.

Die Örtlichkeit wäre ebenso ein besonderer gewesen. Eine gewisse Bevorzugung, die man erfuhr, dort eintreffen zu dürfen. Weil man größeres Talent zu Gesang hatte.

Deswegen reiste man dorthin, weil das bei einem entdeckt worden war. Lebte in der Folge in einem Internat mit Schule. Werktäglichem Schulunterricht. Mit vielen Reisen in einem Chor für den einen oder andern.

Der Hintergrund dort war ebenfalls einer, als könnte man ein Kind den Leuten anvertrauen. Jede Menge Kirchenleute und Personen, denen man meinte, Vertrauen entgegenbringen zu können. Religion stand aber besonders im Vordergrund, Gebete waren zwingend. 

Auf alle Fälle schwer zu glauben, was sich dort am Gelände abspielte. Geradezu unfaßlich. Jahrzehnte konnte man sich in dem Treiben anscheinend geradezu sorglos üben, unter diesen Voraussetzungen. Der Voraussetzung, daß man als "anständig", vertrauenswürdig galt. Daß Bevölkerung die Anwesenheit dort ein herausragendes Glück schien. Ein Privileg, das nicht jeder einfach erlangen konnte..

Generationen sind dort über Jahre rumgehockt. Schulklassenweise Kinderscharen.

Hunderte, die am Platz jedoch ihre exklusiven Erfahrungen machten, Dinge einer anderen Art erlebten. Es könnte geradezu noch eine höherzahlige Dunkelziffer geben. Daß einige im nachhinein weiterhin nicht davon sprechen wollten, obwohl sie aufgefordert waren, ihr Schweigen zu brechen. Weil das Denken daran für sie zu schmachvoll war, sie am liebsten nichts mehr davon wußten. Nachdem es lange vorbei war.

Das alles, was sich in einer Gegenwart entdeckte, daß man sich am Ende fragt, wäre es für Bestimmte nicht besser gewesen, sie hätten weniger schön gesungen. Hätte sich vor allem nicht als Schönsänger entdecken lassen. Von einem Lehrer oder so jemandem, der den viel zu ehrgeizigen Eltern, die eine Chance witterten, was nahebrachte. Dann hätte man es vielleicht nicht dorthin geschafft. Wäre ein Gespräch mit Vater, Mutter für ihn folgenlos geblieben. Denn: Singen hast du schon können müssen, dorthin gelangen zu können.

Er wäre dann nicht an dieser glücklichen Örtlichkeit eingetroffen. An der vordergründig Zucht und Ordnung herrschte. Wirklich Zucht und Ordnung. Wobei der Rohrstock die Szene beherrschte. Die rasche Züchtigung. Bei der geringsten Disziplinlosigkeit. Bei den massenweisen Verboten und Ansagen, wie etwas zu sein hatte, hatte man auf das Tausendste zu achten. Und dann war mancher dieser Lehrer, Professoren und ähnlichem an erziehungsberechtigtem Volk noch hinter was anderem her: Viel zu oft mußte ein Knabe später noch die Wunden an seinem Hintern versorgen. Regelmäßig sich davon erholen. Als wäre das ein Lager der Islamisten dort gewesen. Eins, wie es während der ersten Zeit des Aufkommens der Terror-Freunde auf Fotografien, Filmen wahrnehmbar war, die die interessierte Weltöffentlichkeit zu Gesicht kriegte. Damals, als das mit der Terrororganisation anfing größer zu werden.

Wo die sich tümmelten, diese Islam-Ansager, konnte man sie auch blicken, so Jungs, die vollgeblutete Hosen haben. Es blutete ihnen hintenrum raus, und das präsentierte sich deutlichst am Hosenstoff. Bei dem und dem, der im Kreis marschierte, ein Anzeichen, daß er zur Verfügung stehen hatte müssen. Daß einer an ihn herangetreten war. Wie es Mädchen ebenso geschah, die in ihre Fänge gerieten: sie hatten zu Willen zu sein, kam bei einem die Lust auf.

Nun ähnliches bei "Sängerknaben". Jahrzehntelang spielte sich das bei ihnen ab. Übergeben wurden welchen Leuten Kinder. Und viel zu oft, daß die Eltern daheim den Berichten ihrer Heimgekommenen nicht glaubten. Wenn die Ferien hatten, doch mal was erzählten, wobei sie in Tränen ausbrachen.

Die daheim wollten, konnten es nicht begreifen. Daß so was irgendwie im Bereich des möglichen wäre, das lag fern.

Schläge, die wären doch ganz was Normales gewesen, damals, wird zu dem vergangenen Treiben verharmlosend auch lange gegenwärtig wieder von dem und dem gesagt. Geradezu früher überall an der Tagesordnung, derartiges, als Züchtigungsmittel. Die ausgerutschte Hand. Die Maulschelle, der Klaps auf den Hinterkopf, auch mal heftiger..

Etwa am Schluß das Hundsgewöhnliche, nackt auf Holzscheiten zu knien. Das Hinterteil rot von so Striemen. Einmal die Richtung. Dann die. Kunstwerke auf der Haut an Knäblein.

Und als Höhepunkt DAS. Der Züchtiger, Peiniger, der von nichts als dem sprach, was man nicht durfte, wollte zart angefaßt werden und traut zwischen die Pobacken reinflutschen. Zu willen hatten sie derartigen Personen oft zu sein. Zig Hunderte. Zig Hunderte, die das erfuhren. Während sie glockenhell zu singen hatten, Kanon aus den Gebetsbüchern. Oder auswendiggelernt.

So war eben die Zeiten, sagen Stimmen. Damals herrschte ein anderer Geist. Manch einem haben die Schläge ja außerdem nicht geschadet. Aus dem ist richtig was geworden. Was Anständiges. Vielleicht deshalb ...

 

 

-------

Werbung
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post