Warum wieder wegfahren da?
Die türkische Gemeinschaft spricht, man wolle sich nicht auseinanderdividieren lassen.
Anscheinend sollen alle Türkischstämmingen dabei verweilen, das, was sich in ihrer alten Heimat abspielt, positiv zu sehen. Am besten nie recht überblicken, daß dort sich ein übler Despot mit seinem Regime mit Polizeistaatmethoden an der Macht hält. Geradezu ewig oder zumindest lebenslang, daß er nun regieren möchte. Als Allmachts-Staatspräsident. Vielleicht mit monarchischer Nachfolgeregelung.
Welche Namen könnte man IHM und den SEINEN lange geben?
Kurzzeitig hatten sie all das selber erwähnt, nur nicht auf sich bezogen. Von sich wurde der türkische Blick abgelenkt.
Der Vergleich mit so was mit dem Nationalsozialismus bloß gewissermaßen eine Schwierigkeit für das Türkei-Despotentum. Weil, bei einem Nationalsozialisten kommt die Rassefrage noch hinzu. Als "Boost" zu all dem restlichen Argen.
Was ist nun so einer wie der, der in der Türkei den Exklusivherrscher darbietet, unmittelbar, solange man auf den "Boost" bei ihm zu warten hat? Auf welche Namen könnte man in der europäischen Geschichte für IHN und die IHN Umgebenden Bezug nehmen?
Sicherlich auf den "Duce". Jenen Italiener.
"Duce, Duce" schrien in früherer Zeit welche in der heutigen Europaregion Italien bei den Auftritten von dem, des "Duce". Als er seine Bevölkerung noch blenden konnte. Obwohl, auch vom "Duce" mußten die Italiener von den Amerikanern befreit werden. Sonst wäre der "Duce" ihnen geblieben. Der "Duce" geradezu einer, der das noch in den Mund nahm, daß er ein "Faschist" sei.
Heutzutage schwerer, so welche zu finden. In heutiger Zeit, daß das die meisten vermeiden, sich irgendwie als faschistisch zu benennen. "Faschist", ein Wort, bei dem sich schon durch die bloße Nennung viel zu viel erklärt. Viel zu viel sagt jedem das Wort "Faschist". Also bezeichnet sich keiner in Gegenwartseuropa offen als "Faschist"; höchstens hinter vorgehaltener Hand. Der Faschist muß sich tarnen, Tarnnamen geben.
Wie der türkische Staatspräsident sich ja auch tarnt. Indem er sich seiner türkischen Bevölkerung etwa zumeist nach westlicher Art zivil in Anzug und Krawatte zeigt. So geradezu, als wäre an ihm irgendwas sonderlich Ziviles, demokratisch Westliches. An ihm, der wie der handelsüblichste Profan-Faschist oft die Nationalkarte mit Fahnenmeer spielt, von einer Groß-Türkei träumt. Der Wiederinstallation des großen osmanischen Reiches.
Sieht man irgendwo in Europa in die Geschichte, dann ist der Mann, der derzeit den Türkei-beheimateten Türken geradezu als Dekrete-Vorherrscher spottet, eher eine Art Duce. Ein Faschist nach der Marke des "Duce". Ein Faschist nach der Marke des "Duce" mit einem theokratischen Hintergrund dazu. Schließlich hat er auch noch die Möglichkeit, den Heimat-Türken den großen Vorbeter zu geben. Religion insbesondere ist ihm auch was wie ein Anliegen. Moschee-Neueröffnungen sind ihm groß. Wo immer. Ob in Rußland. Oder sonstwo auf der Welt.
Nun, die Situation in der Türkei hat sich in der Gegenwart geradezu zementiert. In einer Weise, daß ER sich nicht mal mehr beeilen mag, sich mit einer neuen Verfassung vor Recht und Gesetz zu legitimieren. Die Dekrete-Vorherrschaft ist untermauert, der Hohn, die Häme zu gewahren, mit dem die türkische Bevölkerung eigentlich angesehen wird. Von IHM und den SEINEN.
Wonach von Bestimmten ebenfalls geschaut wird, wie es scheint. Es ist Reisezeit überall in Europa. Und sie reisen. Gehen auf Feriienreise, urlauben. Viele Türken aus fast jeder Region Europas, die wieder in die altvodere Heimat abreisen, dort als Urlauber antreten, in dem altem Heimatgefühl zu schwelgen. Die "Heimgekehrten" allerdings mit der Möglichkeit, möglichst rasch wieder abzufahren. Schneller könnte das gehen, als man das zu glauben vermag. Die Urlaubenden, die Feriengäste, sie betrachten nebenbei nun mit ihren eigenen Äuglein das eine oder andere von dem, das sie angerichtet haben in der Türkei. Geradezu mitangerichtet.
Schließlich gab es eine hohe Zustimmungsrate für IHN bei den Auslandsstämmigen. Die Ausländischen, die IHM die Referendum-Mehrheit knapp gesichert haben. Fast hätte er ohne die aus dem europäischen Ausland, die ihm herausragend die Stange halten, seine Mehrheit verfehlt. Daß das mit dem Dekret ab dem Moment den Ureinwohner-Türken unzweideutig greifen hätte müssen. Das mit dem Antiterror-Dekret, das IHM die Macht im Staate ohne irgendwas an Besonderheit sichert, festhält. Einfach so.
Sie, die Auslandstürken, sie lieben den tatsächlich so, sie sehen in ihm derart den Vorteil für die Türkei. Man fragt sich unwillkürlich, was die im Ausland anbetrifft: Warum nur immer auf Urlaub reisen zu dem? Warum nicht dort bleiben? Nicht daheimbleiben bei DEM, in der alten Türkei-Heimat? Wo ER doch dort so allumfassend ist, ER, ihr geliebter Oberherr. Dort könnten sie doch gut und gerne immer unter seiner Knute daheimsein, verweilen. Sie, die das Joch nicht spüren. Zu einhundert Prozent auch, weil sie abfahren, ehe sie größer was merken könnten. Weil, es könnten sich durchaus mal Kleinigkeiten ergeben, Gelegenheiten, daß man doch was mitkriegt, von dem den Türkei-Beheimateten aufgesetzten Joch. Daß ein Hemat-Türke den Urlauber, Feriengast fragt: "Und du, hast du ihn nun gewählt oder nicht? Ah! Ach ja, du fährst wieder ab! Bleib doch da. Bei uns daheim. Was mußt denn wieder irgendwohin zurück?"
Was brauchen sie denn schon etwa die Europaregion Deutschland? Irgendein anderes europäischen Land? Wenn sie doch dort ihre Heimat so haben, riesig exklusiv. Mit IHM und den SEINEN. Wiederansiedeln könnten sie sich in dieser Türkei. Bei IHM. Den SEINEN. Dann müßten sie auch nicht mehr ständig die Satellitenschüsseln dorthin ausgerichtet halten. Schimpfen, wenn sie sich mal auf der Fernsteuerung verdrückt haben.
Man muß doch nicht ständig nur in Urlaub wohin fahren. Gut zu bleiben wäre in der Türkei.
Dort hat SEIN Programm schlußendlich auf fast allen Kanälen Alleinstellungsmerkmal. Es gibt türkisch wirklich kaum was anderes als DAS. Diesen Sud. Ständigen Aufguß. Der das von IHM und den SEINEN abbildet. Fehlgreifen des Fingers auf der Fernbedienung: schwerlich möglich.
Nachdem man als Auslandstürke alles so gut für IHN und die SEINEN gemacht hat, kleinhorizontal, müßte man sich doch dort so wohlfühlen. Nicht wieder aus der Türkei wegzuwollen. Dazubleiben. Das wäre das Große, sich wieder neu in der Türkei anzusiedeln. Sofort. Nirgendwo anders mehr lange hinzufahren. Sonst wäre bei der getroffenen Wahl ja auch Schadenfreude dabei. "Die Türken, die müssen DAS erleben. Ich nicht. Ich hab nur als 'Türke' gewählt. Ich fahr wieder von da ab, zum Glück. Wenn's mir nicht mehr paßt, bin ich weg.. Zurück, bei meinem Schüsselempfang. Meinem Vorbeter. Der mir nur eins erzählt."
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