So mancherlei Bande ...
Von einer "linken Saubande" spricht so ein Politiker.
Dabei fällt einem gerade auf, daß man auch den Blick gut nach rechts richten sollte.
Gerade entdeckt man, Mitte Juli des Jahres '17 nach dem Millenium, daß die von der rechten Seite, dort weiter draußen, immer gewalttätigere Reden führen. Von standrechtlichem Erschießen unterschiedlichster Leute sprechen da welche. Unverhohlen.
Geradezu immer frivoler, freimütiger, diese Sprüche. Die einem eingängig in die Gehörgänge dringen wollen, ins spontane Denken.
Manches so halbgar dabei, mit nur einer kleinen, weil soeben benötigten Brise Wahrheit. Höchstens ein kleines Kernchen, das wahr sein muß, um ummantelt zu werden, von Lug und Trug, Täuschung.
Mancherlei richtiggehend dabei, inbegriffen, das sich anhört, als stamme es geradewegs aus den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Die Zeit, ehe der eine großgehen konnte. Der mit dem Bärtchen. Die ewige Charlie-Chaplin-"Tramp"-Fälschung; nie verließ DAS seine Fratze. Als der mit den Seinen für sich die Stimmung in der Weimarer Republik vorbereitete, was nach einer demokratischen Wahl im Jahre '33 in seiner Machtergreifung gipfelte, einem Ermächtigungsgesetz, einer von Grund auf geänderten Verfassung, die die der Weimarer Republik ersetzte..
Einiges am Abgehen dieser Tage, links-, rechtsrandig. Wobei die Sicht besser nicht nur immer an einem Ort, bei so "Linken" verweilen sollte. Der Horizont an den Rändern ist zwar nicht weit, dort, wo sich die Farben gerne verwaschen, kann allerdings eins rasch zum anderen werden. Alles nur ein Katzensprung weit weg. Im Kreis, dort, wo sich die Ende der gerade gezogenen Linie verbinden.
Beispielsweise mitzukriegen: ein gewaliges europäisches Klassentreffen Rechtsdrehender bei einem obskuren Rechts-"Rock"-Konzert in einem deuschregionalen Bundesland hat stattgefunden. Da spielte Musik, heulten anscheinend rechts die Gitarren auf. Oder so. Was immer Posing, Rückkoppling die rechts nachäfften, das man spontan von woandersher kennt.
Ein riesiger Andrang Tausender, deutlich Rechtsaußenleute, auf einem Gelände, das einer freiweg vermietet hat, der einer neueren Partei angehört. Einer, die sich mit neuer gewöhnlicherer Bürgermaske gerne eher rechts in den Parlamenten der deutschen Europaregion tümmelt. Immer willens, für sich so was wie das "Volkstümliche" zu suchen, damit für mehr rechte Stimmung, Laune bei indifferenterem Volk zu sorgen. Als so dauerhaft Empörte, Erregte. Geradezu auch um dich Besorgte. Deine Kümmerer. So um dich Bekümmerte. Auch von wegen deiner Identität. Für den eigenen Fron. Die Hauptsache: daß du sie als Undemokratische, zukünftige Unterdrücker deiner Person demokratisch wählst. Das ist sozusagen ihre eigentliche Idee: gewählt zu werden. Solange lieben sie die Demokratie: solange man dumm genug ist, Kreuzchen bei ihnen zu machen.
Denen geht's tatsächlich bereits so richtig gut, heutzutage, daß sie neuerdings so eine eigene Zeitung zu haben scheinen, eine, die dir wie Normalpresse vorkommen möchte. Aber mit ihren Schlagzeilen nicht Normalpresse ist. Sondern Normalpresse antäuscht. Alleine der Stimmungsmache im rechten Sinne soll das Machwerk mit seinen unterschiedlichen Artikeln dienen. Für rechtsdrehenden Auftrieb sorgen. Dort, in dem rechten Blatt, das berühmter werden soll als mancherlei anderes von dort, schreiben sie also ihre Artikelchen nun selber. Wie ehedem Vorgänger in so einem Parteiblatt wie "Der Stürmer". "Der Stürmer", der zwischen die Masse der reichsdeutschen Leute geriet, für geistige Verwirrung sorgte.
Sie versuchen damit, mit ihren Sichtweisen geradezu mittenrein in die Bevölkerung zu gelangen, möglichst Abonnenten zu gewinnen, die dann bloß noch diesen einen Horizont haben, spiegeln, wenn sie nur noch DAS lesen, miteinander teilen. Während der Rest "Lügenpresse" ist und bleibt. Die mit ihre Zeilen nicht das wiedergeben, was dieses Blatt als "Zeitung" auseinandersetzt.
In der Hamburger Bürgerschaft haben nun auch DIE, jene, von wegen den Vorfällen auf dem G20-Gipfel große Empörung vorgezeigt, sich miterregt. Mitten zwischen den gewöhnlich-bürgerlichen Parteien mitgeredet, mitgestimmt, bei ihren Anträgen. Ganz einig sich gegeben mit denen von den Allgemeinparteien, zustimmend genickt: als gehörten sie da dazu. Hätten nicht was gänzlich anderes in der Hinterhand.
Nun, "linke Saubande", eine Sprache, ganz ihr Gusto. Wer jedoch im Augenblick insbesondere die "linke Saubande" ansieht, der sollte auch die rechtslastige überblicken, nicht? Die "Rechtsautonomen" genauso wie die "Linksautonomen". Sich erinnern: In vielen östlichen Bundesländern, nicht so besucht von der Polizei, die "Rechtsautonomen". Ziemlich frei walten sie da in "befreiten Regionen", ohne daß die Staatsgewalt länger viel daran ändert. Wenn sie überhaupt vorüberkommt, nicht lieber sich fernhält, um den Konflikt kleinzuhalten, wie schon erwähnt.
Oder möchte jemand die gerne übersehen? Wieder alles ausschließlich anderswo blicken. Wie In ähnlicher Weise früher mal. Die rechte Brille: Die bleibt beschlagen.
Lange länger her heute. die Herrschaft der rechten Faschisten. Die Ära, als sie im Grunde alles für sich hatten, uniform regierten. Mit einen bewiesenen Ende. Einem Endergebnis. Dem Verlust eines "deutschen Reiches". Das deutsche Reich war mit allem, was die Deutschen an Charakter hatten, mit im Pott, und es ging verlustig. Total verlustig. Wie sich der Charakter der Deutschen der Welt miserabel darbot.
Ganz nach Belieben teilten sich die Sieger die reichsdeutschen Gebiete untereinander auf. Obwohl, wer alles von ehedem im Heute nur noch als Fälschung, Unwahrheit ansieht - wo wohl die Fliegerbomben dauernd herkommen, die immer wieder überall ausgegraben werden? Entschärft werden muß da und dort schnell was. Sogar kleinere Granaten, die plötzlich so ein Kleinkind mit in den Kindergarten bringt. Um von wegen des Glücks gefeiert zu werden, das es hatte, weil nichts von dem weiterhin detonierfähigen Material hochging. Phosphorbomben etwa sind brandfähiges Material. Einmal gezündet, löscht man ihr Feuer nicht so geschwind. Da verbrennt erst mal einiges.
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