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Blog von TeddeMehr

Das mit dem Ganzkörperschleier wiederholt

19. August 2017 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware

War dasselbe nicht kürzlich erst?

Eine Rechtsdrehende hockte sich in einer Ganzkörperverschleierung auf ihren Stuhl in einem Landesparlament.

Schwarzfarbene Verschleierung. Blickdicht.

Ziemlich ungewohnt für europäisch-eingestellte Augen. Bürger sollten sich daran stören, sich erregen, sogar erschrecken. Ihm deutlich werden: Das möchte er doch nicht haben, so was, oder? Auch bestimmt nicht jenen Glauben, nicht?

Sie, die sich die Vollverschleierung angelegt hat, hat eine passende Kopfform, eine annehmbare Gestalt. Zumindest bietet sich dieser Eindruck an, nimmt man so die Ganzkörperschleierbilder als Grundlage

Am Ende nichts weiter zu erkennen. Nichts von einem Gesicht und so; eventuell der Abdruck der Nase. Eben immer so eine Andeutung von irgendwas.

Keine Ahnung, wie die sonst ausschaut, wie sie überlicherweise so an ihren Sitzplatz in dem regionalen Parlament rumhockt. Ob die auch nur ein bißchen hübsch ist. Interessiert auch nicht, unter dem Gesichtspunkt, der Voraussetzung ihrer politischen Ausrichtung, nicht wahr?

So verkehrt mag mir das nicht scheinen, das mit der Verschleierung, dort, wo sie sitzt. Bei all den rechtsgedrehten Kerlen ihrer Umgebung. Die allesamt ihre traute Parteilandschaft sind. Sie nun, mit jener Gewandung, die im Grunde ein Gipfel an Prüderie ist. Könnt doch ganz gut passen, ihr Schleiertragen, oder? Jegliches des weiblichen Körpers, das sie so relativ verbirgt. Nichts präsentiert so eine mehr, nicht einmal ihr Antlitz.

Auch das Antlitz, das offenbart sie niemandem. Anderswo, wo diese Religionsform im Übermaß vorherrscht, tragen welche der Weiberschar derartiges mancherorts ständig. Allerhöchstens vielleicht daheim, daß sie solches Kleid ablegen. Im eigenen Haus, der Wohnung. Bei ihrem Ehemann, unter ihrer nächsten Verwandtschaft. In abgegrenzten, vor Blicken geschützten Räumlichkeiten, daß Damen dort eventuell noch ein klein bißchen unverhüllter rumlaufen. Als ohne Unterlaß so. In einem Kleid, das gewissermaßen in der westlichen Hemisphäre eher als Glaubensäußerung genutzt wird. Wie ein Kopftuch. Ein Schleier.

Nur, das von diesen Rechten. Eine der ihren, eine Rechtslastige im Schleiergewand, Vollkörperverschleierung. Was die Rechten sich dabei verbreitet wünschen, möchte man unwillkürlich fragen, wie prüde sind die denn nun selber? Frauen haben bei ihnen doch eher einen Zweck: einen Kinderwagen zu schieben. Das bei ihnen, das könnt man als eher als das handelsübliche Mann-Fraubild betrachten. Sonst nicht viel was andres. Auch in der Weise von den Frauen mit rechtem Hintergrund verbreitet.

Sind die nun plötzlich denn für das Freigeistige, die freie Liebe, die Freikörperkultur? Die Toleranz für das Gleichgeschlechtliche? Oder sind die Verhältnisse nicht doch ein wenig andere bei ihnen? Verschieden zu so was? Daß man sich bei ihnen nicht auch an gewisse Kleiderordnung zu halten hätte, mit der man eher ein möglichst sittsames Bild von sich abzugeben hat. Vielleicht eher bestimmt ein Mann, der mit dem eine Frau verheiratet zu sein hat und umgekehrt, eine Frau mit einem Mann. Nicht eine Frau mit einer Frau, ein Mann mit einem Mann.

Schließlich ist so ein Eindruck insbesondere wichtig. Bei ihnen. Man möchte an erster Stelle gewählt werden. Daß einer vom drögen Wahlvolk bei ihnen ankreuzt. Und weil SIE das sind, was SIE sind, hilft es dabei nicht weniger, die Toleranz der anderen in allzu vielen Fragen an den Tag zu legen?

Wieder wiederholte eine von der Rechtslastigkeit den Spaß mit einer "Burka". Ganz schwarzfarben. Schwarz! Und die schwarze Gewandung steht ihr doch ganz ausgezeichnet. Würde richtig passen. Bei ihr. In ihrer Umgebung.

Mediale Aufmerksamkeit wollte man vor allem damit neuerlich erregen. Hatte auch Bilder von dem Auftritt in den Medien. Trotz der besagten Wiederholungsschiene. Einzig und alleine noch DAS, was man sehen müßte: Wäre die Burka nicht auch das IHRE?

Tatsächlich, so eine Burka steht für große Strenge. Für Strenggläubigkeit. Und sie ist sozusagen der oberste Gipfel dessen, was man in einer prüden Welt noch zu leisten imstande sein kann: Überhaupt nichts mehr zeigen. Nicht mal mehr ein Gesicht. So keusch ist man, sittsam, gottesfürchtig.

Stringenz, ist das nebenher nicht auch ein Charakter, den die von Rechtsaußen bei guter Gelegenheit gerne entwickeln würden? Sobald sie mal größer könnten. Wäre ihnen demnächst was möglich. Hätten sie nicht die eine oder andere strengere Regel? Wärs nicht sicherlich schnell vorbei mit mancherlei Vielfalt? Würden Verhältnisse nach einer gestrigen Richtung zurückgedreht. Vielleicht auch in die: jede Menge Schamigkeit, Bedeckung, bei einer Vielzahl an Kindern. Kinder jedoch, unter denen Disziplin zu herrschen hat. Streng die eigenen Erziehungsmethoden. Militärisch stramm geradezu.

Ja, wer sagt's denn? Verbirgt sich da nicht was bei DENEN? Steht ihr als so eine die Burka denn nicht bestens? Ist sie bei denen denn irgendwie am falschen Ort? Ein Fehler in der Anzeige? Nochgerade bei einer wie ihr, einer strenggläubigen Nationalen? An die "Nation" wird gläubiger geglaubt, oder? Fast schon in der Art einer Religiosität. Die "Nation" ein religiöser Faktor. Die Identität: herausragend altvorderes Deutschtum. Eine Deutschtümelei von vorvorgestern. Die "nationale Frage" nahezu eine mit einem Religionsanstrich.

Daß die Fragestellung aufkommen muß: Wie war der Umgang untereinander beim "Bund deutscher Mädels"? Was waren da so die Kleiderregeln? Sicherlich uniform. Welche Sitte mußte man dort haben? Um nicht Strafe zu erfahren? Nicht im Abseits zu stehen? Einhundertprozentig: zu erlauben hatte man sich dort beim "BdM" nicht viel.

Viele Kinder sollte eine Frau in jenem "dritten Reich" haben. Die aber nicht allzu lange bei ihr blieben. Ebenso wie der Mann. Der für was anderes vorgesehen war. Als ständig bei ihr zu sein. Das Zusammensein miteinander, Kind und Kegel, das war nicht so die große Sache im dritten Reich. Im dritten Reich hatte jeder mal was anderes vor als Familie. War dafür abgeordnet.

Die Buben, Mädels ab einem gewissen Alter ... Voll umschlungen waren sie. Umfänglich. Sie spielten nirgends frei, sondern hatten bei allem in so Zeltlagern und dergleichen einem Willen gehorsam zu sein. Der eine Zielführung hatte. Einen Ausdrück. Bei den Knaben: den Soldaten. Bei den Mädels: die mit der Kinderschar, Kinder kriegt sie. Gehorchen sollte alles und jedes. Einem Befehl. Auch bei den Mädchen war Gleichschritt, Antreten zum Strammstehen. Gleiche Bewegungen allenthalben, nur daß sie danach nicht übermäßig im Unterholz soldatische Verhaltensweisen mimten, sondern sich im vielköpfigen Gleichklang eher fraulichen Beschäftigungen zuwandten.

 

 

 

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