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Blog von TeddeMehr

Die Empfehlung der Wahl

20. August 2017 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware

Mann, Mann, geradezu der Witz der Woche!

Der türkische Staatspräsident gibt für die deutsche Europaregion, in der demnächst gewählt wird, eine "Wahlempfehlung" ab. Türkischstämmige mit deutschregionalem Paß, die wählen dürfen, sollen ein paar demokratische Parteien nicht wählen. Bestimmte. Die dieser Staatspräsident als "Türkeifeinde" bezeichnet.

Insbesondere sollen diejenigen dieser Parteien sollen "türkeifeindlich" sein, nur weil sie diesen einen "Staatspräsidenten" eher mit anderen Augen sehen.

Fast möchte man vor Lachen am Boden rumkugeln.

Tja, der, der derzeit das hauptsächliche Gesicht der Türkei mimt, empfiehlt eine Wahl. Fast als hätte er über irgendwen da Macht, gebietet er, den und den nicht zu wählen. Jemanden im ferneren Ausland spricht er an, der türkischer Abstammung ist.

Alles nur, weil welche in Europa die Politikausrichtung in der Türkei durchblicken. Leute, die das wissen, wer das ist, der hier momentan die türkische Nation repräsentieren darf. Die Fratze sehen. Das, was sich hinter IHM und den SEINEN verbirgt. Trotz all der zivilen außerlichen Darstellung mit Anzug und Krawatte nach westlicher Amtsträgerart.

Ehrlich, ich weiß nicht genau, wie es derzeit in Italien zugeht. Aber, wenn einer in Italien sagt, daß er nicht gerne in den Zeiten des "Duce" gelebt hätte. Schon die Frage, ob viele italiener sich deswegen größer erregen würden. Sich beleidigt fühlen. Oder nicht eher auch zustimmende Kopfnicker herzeigen würden: Welch ein Glück, nicht von einem wie dem "Duce" regiert zu sein! Stimmt, was man sagt.

Na klar, nicht alle Italiener. Aber die meisten. Kommt wahrscheinlich ganz drauf an, mit welchem Italiener man sich darüber unterhält. Ob er einer ist, der sich in der Gegenwart wieder von einem Bild des "Duce" verblenden lassen möchte. Einen "Duce" erleben. Oder eben nicht.

So wie die Türken so einen derzeit leibhaftig erfahren. Wahre türkische Heimat: ein "Duce"-Abdruck. Zwar ein Völkermord-Leugner. Um aber in die "Führer"-Klasse aufrücken zu können, muß noch einiges unternommen werden. Bei allen Anwandlungen.

Ganz groß ist so einer derzeit in der Türkei, ein "Duce"-Nachgänger. Hat alle Hindernisse im Staat für sich aus den Weg geräumt.

Ein Autokrat beherrscht die Türkei der Jetztzeit. Despotentum, das ihr Despotentum nicht eindeutig äußern möchte. Obwohl einiges davon in der Wahrnehmung sein könnte. Nachdem DER und seine Umgebung sich dem türkischen Volk derzeit weiterhin nicht so recht das mit der eigenen Verfassungsmäßigkeit vor Recht und Gesetz darbieten möchten. Lieber grinst er als Dekrete-Herrscher in der Gegend, spottet von der Todesstrafe. Füllt die Gefängnisse dabei hauptsächlich mit Andersdenkenden: Journalisten, Schriftstellern, Wissenschaftlern, Richtern, auch mit Unzähligen von Poliziei und Militär. Mit allem sind die türkischen Gefängnishalden vollgestopft, das nicht das Gusto von IHM und den SEINEN ist.

Ein Dekrete-Vorherrscher ist der oberste Repräsentant der Türkei lediglich weiterhin. Die Parlamentsdemokratie außer Kraft gesetzt. Von IHM und den SEINEN, die Welt sich der weiten Welt momentan als DIE "Türken" darbieten. SEINE Regentschaft fußt weiter nicht auf einer neuen Verfassung, sondern rein auf einfaches Vorherrschen, An-die-Macht-Gelangen mithilfe eines "Antiterror-Dekrets". Quasi ist der ohne Unterlaß als oberster "Terror-Bekämpfer" unterwegs. Darauf bezieht sich alles.

Direkt Antwort darauf gegeben, wer in der Türkei eigentlich wen "terrorisiert", wird damit nicht. Das wird wohlweislich unterlassen, den Terror durch IHN und SEINE Partei den Türken zu verdeutlichen. Dem türkischen Volk wird davon nichts mitgeteilt. Die "Terroristen", das sind die anderen. Die sind von einer Prediger-Bewegung und einer in der Türkei unterdrückten Minderheit, in deren Städten und der Landschaft der Umgebung oftmals türkisches Militär mit seinen Fahrzeugen herumreist und Milizen geistern. Milizen: Militante, die in Zivilkleidung gehen. Ihre Bewaffnung verborgen, wie ihre wahren Absichten.

ER, derjenige, richtiggehend der mit dem erfolgreichen Türkei-Putsch: dem von oben. Während man das, das mit den anderen Putsch und seine genaueren Hintergründe aufzuhellen, zukünftig wohl ein Riesenproblem für die Türkei finden wird. Was hier Regime-Gegner dazu brachte, loszuschlagen. Als unterlägen sie irgendeiner Täuschung, einem Knick in der Optik, was die wahren Begebenheiten wären. Schließlich: Nach ein paar ernsteren Momenten war der Spuk auch ratzfatz wieder vorbei. Alles beim Alten. Mit den paar Knilchen wurde man locker fertig, und die anderen, die waren viel zu wenige. Die, die sich im Ernst vorzeigten. Waren im Nu besiegt. Auch wenn Flugzeuge flogen.

Tja, den Italienern fehlt der "Duce", wie denen in der deutschen Europaregionaliät seit ewigen Jahrzehnten nun schon ein "Führer" fehlt. In der Türkei fehlt so einer nicht. Die Türken erleben die Gegenwart von so was. Wie einen "Duce".

Hätte die türkische Bevölkerung nur eine ungefährere, klarere Ahnung, Vorstellung von dem, was sie da schauen, wer oder was ihnen da ausdauernd aus der Glotze dringt. Wen sie da tatsächlich betrachten. Dann wäre ihnen was von einem "Duce" vielleicht ein Begriff. Eher als was andres.

Wie so was kommt, ankommt, bei einem. Welchen Horizont so einer abbildet, ein "Duce". Oder ein "Führer".

Wer weiß, ob unter diesen Umständen der "Türkeifeind" von heute, nicht der "Türkeifreund" von morgen ist. Bei nur einer leichten Veränderung der Perspektive unter denen in der Türkei. Wenn der Schmu eines großgehenden Staatspräsidenten ein wenig weggeblendet wäre.

Schließlich waren der "Duce" und der "Führer" die, die für den größtmöglichen Schaden für ihre jeweilige so "geliebte" Nation samt den dazugehörigen Bevölkerungen sorgten. Der "Duce" und der "Führer", einsam führend in der Klasse der größten Volksschädlinge.

Als solche haben sie sich in ihrer jeweiligen Heimat herausragend entdecken lassen. Nachdem sie ihre Entfaltung hatten, und der Blick mal unverstellt auf sie freigegeben wurde.

Praktisch, wer einen "Duce" hat, einen "Führer", der braucht sich nicht um irgendwelche Schäden, Beschädigungen Sorgen zu machen. Die sind inbegriffen. Voll umfänglich bei einem Blick in die Geschichte von Ländern, "Nationen" nachzusehen. Dort ist alles so deutlich mitzukriegen, dafür bräucht's nicht viel. Deswegen nutzen die Faschisten ja zumeist weichzeichnende Worte für sich, weil alles so unzweideutig überblickbar ist. Suchen sich bestmöglich anders zu benennen. Wählen dabei am liebsten das Aussehen eines Zivilmannes.

 

 

 

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