Overblog Alle Blogs Top-Blogs Literatur, Comics & Gedichte
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU
Werbung
Blog von TeddeMehr

Die nicht Wählbaren wählen

18. September 2017 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware

Alles, was das Unwählbare gerne tun würde, sich einem als wählbar erscheinen zu lassen.

Als könnte man was dort wirklich ankreuzen. So hätten sie es gerne, daß man sie sehen sollte.

Und sie scheinen vielen so erscheinen zu können, als Wählbare. Daß es einem vorkommt, dort sind wirklich die Sieger in Sicht, wenn dann erst Wahlabend ist. Leute jubeln, fallen sich in die Arme; gegenseitig, daß sie sich mit Getränken zuprosten.

Ganz ausgelassen, daß alles dort sein könnte, an diesem Abend, nicht wahr? Wie SIE abfeiern, auf den Tischen tanzen. Nur, weil ein entdeckter, erwiesener Großverlierer tatsächlich kurzfristig was gewinnt, obsiegt.

Klar, die Kurzfristigkeit seines Sieges, die kann einem lang werden. Vielen wurde das damals sehr lang; all zu viele, die ihre Vorherrschaft nicht überlebten. Die den Tag des Großverlierens nicht erleben konnten. Das nicht sahen. das Moment, als es schlagartig vorbei war mit ewig langen, düsteren, tauben, benebelten Jahren. Zwölf an der Zahl mit Vorlauf.

SIE, die man in der Art deutschregional schon ewig nicht mehr derart gesehen hat, haben ein Etappenziel erreicht. Grund: zu viel Bevölkerung, die was bei IHNEN wählbar findet. Wahrscheinlich, wegen dem, daß sie Steinaltes als Neuigkeit betrachten. Was schummrig Schimmeliges als Neuheit in der Wahrnehmung haben. Verstanden wird dort, falschzutun.

Die, die mindestens ganz weit unter die Fünf-Prozent-Hürde gehören würden, ganz groß,. Zwei Parteien da. Die sich tatsächlich ähnlich sind. Zumindest im europäischen Umfeld, daß die einen zuerst die anderen besuchen könnten. Daraufhin die von IHNEN. Die mit dem Wort "alternativ". Und umgekehrt.

Bin mir bis jetzt total sicher: Ich werde an diesem Sonntagabend nach dieser Wahlentscheidung nüchtern bleiben.

Es sei denn ... Es sei denn, ich könnte eine Überraschung erleben. Ich hätte überraschenderweise was zu feiern. Daß ich rumgucken müßte.

Scheint aber unwahrscheinlich, daß es so weit kommen könnte, daß ich mir was Feiererei überlegen müßte. Drüber nachdenken, wo was die Getränke sind. So wenig wahrscheinlich ist das, das mit dem, daß die das noch schnell schaffen könnten, unter die fünf Prozent zurück. Alle beide gemeinsam am allerbesten. Schließlich ihre Heimatregion; dort, wo sie hingehören würden. Ihr Stammland sozusagen, das unterhalb der Fünf-Prozent-Hürde. Ihre wahre Heimat.

Nur das im Heute, die wenigen Tagen, die bis zur Wahl bleiben, die sind noch ein eingermaßen gut. Da sieht man sie nur neben dem Eingang lungern. So, erst mal nur weiter die, die sich vor der Tür rumdrücken, was meinen. Ihre Gegenwart, eine Ankündigung des Kommenden, einstweilen. Obwohl durchaus was klingt, bei ihrem ständigen drängelnden Klopfen, ab und zu bei Schreierei.

Nein, höchstens drohen können sie, drinnen sind sie jetzt im Augenblick weiter nicht.

So sind sie die Besten. Was viel zuviel Bevölkerung anscheinend nicht zu schätzen weiß.

Man könnt den einen oder anderen von dort jetzt auch schon unparfümiert riechen. Deutlich im Überblick haben. Derweil, ein Gestank scheint das nicht mehr zu sein, wenn man zuschaut, sieht, wie Vorüberkommende mit ihnen lange freundlich tun. Mancher der Rumlungernden wird mit freundlichem Handschlag begrüßt. 

Mit jenen irgendwie bürgerliche Unzufriedenheit auszudrücken. Sich mit ihnen und ihrem Parüm gedankenfrei gleichzumachen. Wirklich wahr. Wie Kopfschuß.

Da ist doch jetzt schon alles zweifelsfrei noch schön, herrlich hier. Selbst wenn das Schöne keine längere Weile mehr hat. Ohne dem, sich im Angesicht von welchen Gestalten in russischem Roulette zu versuchen. Als ob nicht die eine Patrone drinnen wäre in der gedrehten Trommel. Und wenn man sich den Revolver grinsend an die Stirn hält, abdrückt ... Nicht unmöglich, daß ... Wie das erst sein könnte, wenn SIE denn angekommen sind. In ein paar flüchtigen schnöden Vierundzwanzigstundentagen.

Wenn man da die Glotze anmacht, ellenlang schein-vernünftige Texte erfährt. Sie und ihr scheinbar anständiges Gehabe mitkriegt. Ganz und gar unausstehlich, daß SIE zu beschauen sein werden. Am Sonntagabend. Jener Septembertag. Im Siegestaumel. Kaviar könnten sie ordern, Champagner. Die mit den frischen Larven des Nachgängers und Erbnehmers, manch eine weiblich, im Damenkostüm. Behauptet wird, man hätte mit dem von früher nichts zu schaffen, man wäre neu. Eine Neuheit.

Da könnten berauscht wieder ihre Burkas zu Vorschein kommen.

Die Burka, die sie eigentlich mächtig fasziniert. Weil sie so vieles verhüllt, totalverhüllt. Die Burka, schlußendlich ein Gipfel. Ein Gipfel an Prüderie. Prüderie, bei den haufenweise Kindern, die die Frau unter der Ganzköpervollverschleierung kriegen soll.

Der Witz da, auch IHR rechter Witz: Am besten von nichts was nie die geringste Ahnung haben. Aber Horden von Kinder kriegen. Dabei immer die, wie die Jungfrau, wie die Jungfrau zum Kind.

Wie die, die den SOHN kriegte. Irgendwie durch was. Viele Brüder hatte er aber noch dazu, der Zimmermannssohn. Kein Mensch weiß je, wie das sein kann. Bei all der Jungfräulichkeit da. Man kann das aber nebenher dann und und wann erfahren, das mit SEINEN Brüdern.

Müßt man sich mal über "Jungfräulichkeit" unterhalten, und wie viele Kinder eine Jungfrau kriegen darf. Bei einer wahren Großfamilie. Und Zimmermann, das war ein angesehener Beruf, daß man sagen kann: Arm waren DIE ebenfalls nicht. Der und der Spleen ...

Das wird wirklich ein wahnsinniger Taumel werden, das am nächsten Sonntag im September des Jahres '17. Wenn die Zahlen aufscheinen. Nicht mehr nur die tauben Prognosen.

So eine Ausgabe eines deutschregionalen Parlamentes hatte man tatsächlich lange nicht mehr. Nicht dran zu denken, was man sich da zukünftig für Ansprachen, Debattierbeiträgen anhören wird dürfen. Vogelwild vielleicht Krawalle mitansehen. Im Parlament.

Auf Jahre. Bin davon schon jetzt ganz besoffen.

Welches Irrlicht drinnen aufscheinen wird. In einer parlamentarischen Räumlichkeit mit Sitzplätzen. Bei ein paar vertrauten Mienen am Machtgestühl. Fürs erste.

 

 

 

------

Werbung
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post