Jeder Siebte (Der Giftpilz im Körbchen)
Jeder Siebte hat DIE gewählt. Jetzt ist es wie mit dem Giftpilz mit im Korb bei allem Gefundenen.
Es heißt in Analysen, man hätte sich nicht so von ungefähr für DIE entschieden, sondern bereits vor längeren den festen Vorsatz gefaßt, sie auch ja wirklich zu wählen.
Es war demnach, wenn man den Gedanken schon seit einem Weilchen im Auge hatte, daß man nichts anderes ankreuzen würde als DIE, keine spontane Entscheidung. Sondern ein bewußter Akt. Der einer genauerer, längeren Überlegung.
Gleichzeitig verharmlost man diese Leute, die einen gerne das Hintergestern zurückbringen wollen würden, bezeichnet sie als eine Art "Protestwähler". Nach dem Motto "Alles schon mal gehabt, alles sich wieder eingerenkt". Wenn DIE erst sehen, was für eine Partei sie eigentlich gewählt haben, werden sie sich bei der nächsten Wahl sicher eines anderen, Besseren besinnen.
Wau!
Ich hatte auch eine feste Absicht: ich wußte praktisch wie diejenigen, wen ich wähle und wen nicht. DIE und DIE wollte ich mit Sicherheit nicht angekreuzt sehen. Schon gar nicht von mir selber.
Die zu einhundert Prozent nicht, die heute neu in den deutschregionalen Bundestag gekommen sind, dort mit ihren seltsam verqueren Animositäten aus der Kleingeistwelt und des Ewiggestrigen, dessen genaue Geschichte jeder eigentlich überblicken könnte, das Klima allerorten vergiften wollen.
Es heißt, die Konservativen wollen sich jetzt, weil sie den Wählerstimmen und dem hinterherjagen, nun ebenfalls eher nach rechts wenden. Lustig, was das Endergebnis von so was bereits einmal war: DIE.
In der "Weimarer Republik", also vor Adenauer und Erhard, waren die Ansprachenredner so sehr am Ende dem einen Wahlkämpfer und Vielflieger mit der ewigen Charlie-Chaplin-der-"Tramp"-Maske angenähert, daß es beinahe keinen Unterschied mehr zwischen manchen Parteien gab. Schon fast alles der Einheitsbrei auf den Wahlkampfbühnen, als hätte die Gleichschaltung lange stattgefunden, ehe sie überhaupt stattfand. Die Gleichschaltung, die der eine, der sich auf ewig die "Tramp"-Maskierung einfach für sich behielt, als wäre er DER, dann kurz darauf, als der Gewählte, in die Realität umsetzte. Nachdem er am letzten Berg von einer Seilschaft schnell hochgezogen wurde, daß er genau auf den Gipfel gelangen konnte.
Jetzt hockt so was wieder in einem deutschen Großparlament. Gegenwart: ein Gift- und Spaltpilz. Sie gerieren sich als die Verteidiger der Enge, die Welt, die sie auf vielerlei Weise abhalten wollen. Sind gegen eine großes, starkes Europa. Wollen das Schnellabschieben. All das lehnen sie im Grunde ab, was normal als das "Menschliche" angesehen wird. Das heißt, solange sie die sind, die was ausüben können, sie selber von nichts betroffen sind, kümmert sie das Wenigste.
Und, eine Religion, die hat eigentlich mit mir nichts zu tun, wenn ich nicht hingehe, wo sie ihre Tempel hat. Die Kirchen, all das, wo einem Gebet angesagt wird. Damit wäre den Kirchen, Religionen am besten ausgeholfen, denke ich, wenn man an ihnen vorbeilatscht, sich wegen nichts dort größer bekümmert. Statt eine Religion abzulehnen, um bei der anderen nicht genauer hinzuschauen, daß es dort eigentlich ähnlich sein könnte. Liest man nebenher mal ein paar Textzeilen so einer Schrift genauer, ist an der Stelle ziemliche textliche Übereinstimmung.
War schließlich im Mittelalter Jahrhunderte so. DIE ging um. Und das Ihre, das waren die Scheiterhaufen und desgleichen. Bis SIE von der Reformation überfallen wurde. Daß sie zu sagen hatte: Wartet, es ist Glaube. Alles nur Glaube. Gewiß ist das nicht. Du kannst DAS glauben, wenn du magst. Nein, kein harter Fakt. Glaubt es oder glaubt es nicht. Damit kam die eine Großreligion dann durch die schlimmen Folgejahre. Nachdem sie zeitweise sogar von Untergang bedroht war. Man den Kirchenleuten aufgehäuftes Gut denn doch noch beließ. Obwohl eingebüßt wurde. Wovon man selbst heutzutage noch was erfahren könnte. Auch im Heute kann man hie und da von so Stimmen von Kirchenleuten lesen, die sich beklagen. Daß so Kirche doch so Gut und Land denn wieder gerne zurückhätte. Was Gut, das sie früher mal herzugeben hatte, könnte zurückgegeben werden ...
Die Reformation hatte da einer Religion das Überleben tatsächlich gesichert. Eine Kirche, deren Priester man allesamt zu Franziskanern machen wollte. Quasi sie beim Wort nehmen. Daß sich welche schließlich darin einfanden, sich ein wenig zurückzunehmen. Weniger zudringlich hatte man sich zu geben. Sich tatsächlich etwas unwichtiger darzustellen. Etwas, was einer anderen Religion, die jedem groß ankommen möchte, in der Gegenwart ziemlich fehlt.
Ehrlich, mich stört nichts an der EU, nicht das, daß sie so weit immer mehr Einfluß erlangt. Es kommt eben auf die demokratische Ordnung der EU an. Die EU, die wahrscheinlich das einzige sein kann, das beim Walten der Kräfte mitspielen wird können. Während der Rest dort ... Nichts als taube Einzelländer mit ein paar Großtuern sind.
Alles längst gesehen. Wenn da einer wo bei so den US-Leuten vorbeikommt, zwar empfangen wird. Angehört, bis seine Audienz vorüber ist, er hinauszubegleiten. Während er nicht das geringste mitkriegt, wie man hinterrücks über den einzelnen Laffen lacht, der denkt, er hätte einem im "oval office" was zu erzählen, klarzumachen.
Und das mit den europäischen Länderanimositäten ist sowieso echt das Allerletzte. Mit so was anzukommen, wiederaufzutauchen, nicht zu fassen. Restlos zu vergessen, das.
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