Skurril wird sich schon abgefeiert
Der zwanzigste September, eine Vorwahlerscheinung.
Den ganzen Tag lang wars nebenher rgendwie abgegangen: Da wußten Bestimmte im sexuellen Kernland, in dem sich alles und jedes rumtreibt, nicht den Unterschied zwischen masturbieren und onanieren...
"masturbieren", das für die Frau; "onanieren", so nennt man das beim Mann.
Und das seit dem frühen Morgen, daß das stundenlang mitzukriegen war. Aus den unterschiedlichsten Einzugsgebieten. Im Ernst. Gelächterfrei.
Bloß, das ist hier nun nicht das eigentliche Thema.
Das Thema dieser Zeilen ist das, daß es hier echt übelkübel zugeht: Bereits jetzt feiern welche sich scheinbar euphorisiert ab. Sie kommen der Welt mit so den skurrilsten Einfällen. Was sie noch alles während ihres Wahlkampfs anstellen könnten. Die lokale Kleingartenanlage, die mit dem Wort "alternativ" aufgehübscht ist.
"Alternativ", was ein Wort. Von Leuten genutzt, die als was wie die Alternative zu sehen. Auch nur für irgendwas. Da lachen die Hühner. Da wird das mit der Alternative zu nichts als einem Witz. Einem schlechten Witz. Die Region des Bornierten, Ewiggestrigen, Abgrenzenden, Kleingeistigen, Spießbürgerlichsten, eines triefäugigen Neidbürgers als Alternative. Nicht das große Weite, sondern das Enge, Miefige. Praktisch der Muff wo daheim. Das geht einem hier "alternativ".
Mann, Mann, die als eine Alternative zu nehmen. Die sich Zeiten vor Adenauer, Erhard wünschen. Da haut's einen doch aus den Socken.
Ein kurzer Blick dorthin genügt, das aufs neue zu erkennen, was das für eine Zeit ist, die dort aufscheint. Trotzdem müßte manchem scheinbar was größer erörtert werden.
Tatsächlich, dort scheint was zu funktionieren. Bei jenen, deren eigentliche Heimat die unter den fünf Prozent sein müßte. Dort sind sie im Grunde daheim, dort gehörten sie in voller Größe aufgerichtet hin. Auf ewig. Als ein Kreis, die, total zum Vergessen sind. Zum Abwinken. Ob im Damenkostüm oder im Herrenanzug.
Das wird wirklich ein ganz und gar unausstehliches Exemplar einer Neuausgabe eines deutschen Bundestages. Eine erheblich, regelrecht epische Veränderung zu dem von zuvor. Wird am Sonntag, dem vierundzwanzigsten September, das denn wahr, was die Prognosen seit längerem mitteilen.
Bei all der Trägheit, die deutschregional im Vorlauf umging. Kaum-Wahlkampf. Dem Eh-schon-alles-Wissen. Müdeste Augen allerorten. Ist denn wieder Wahl? Das ganz und gar abgehalfterte tranduseligste Ding. Bei der großen Veränderung, die das Neue, Kommende eigentlich ist. Ein gewaltiges Neueperiment. Dabei wird einem nochgerade erzählt, man dürfte in spannenden Zeiten nicht experimentieren. Bei diesem in Ankunft befindlichen Großexperiment.
Ein riesig verwandelter Neubundestag steht unmittelbar vor der Tür. Nur, es wird dir nichts davon gesagt, keiner mag es in der Weise betrachten. So freundlich scheinen wirklich nur wenige zu sein, daß sie der Öffentlichkeit was von diesem massiven strukturiellen Wandel auseinandersetzen, deutlicher mitteilen möchten.
Statt so was läßt man sich lieber spannungsfrei sehen, präsentiert eine unbeteiligte, wenig von was betroffene Miene. Gibt gar den Gelangweilten. Gähn sich einer was geradezu bei allem.
Mit voller Absicht? So eine geringe Aufregung hat man lange nicht mehr gesehen in der deutschen Regionalität bei derartigem massiven Möglichkeiten von Änderungen allerorten. Alles mögliche, das dir ins Vorvorgestern gedreht werden könnte. Unvorteillhaft für dich in Wahrheit.
Was das für ein Bundestag wird, und was dort drinnen auftreten wird, ich hätte da schon jetzt zumindest allergrößten Wider-, Unwillen im Gesicht. Bei dieser Ekelhaftigkeit, die großmächtig ihre Präsenz haben will. Anscheinend nichts zu riechen. Es hat einfach zu gutes Parfüm aufgelegt. Oder man riecht längst was die Stinkerei, nur mag man das Näschen nicht rümpfen. So ist der Geruch lange Teil von einem selber. Eigenduft.
Tatsächlich, schaut nicht gut aus. Persönlich werde ich wohl kaum in meiner Nähe auf die Suche nach was gehen, mit was für gewöhnlich Personen was zu feiern haben. Nicht mal das Mineralwasser muß bei mir am nächsten Sonntag, dem 24. September des Jahres '17 nach dem Millenium, prickeln. Eher darf ruhig alles schal sein, abgeschmackt. Wie was in Wirklichkeit auch ist. Das Ankommende, ein Absud aus der letzten Fäkaliengrube. Die gesamte Wörtersammlung von da. Da muß einem ein Weilchen wirklich nichts mehr was schmecken, bei allem, was hier deutschregional großgeht und dir von dort ankommen möchte. Was da daherkommt, und das für die nächsten Jahre.
Eine dumbe, taube Landschaft. Geradezu eine Wüste. Die in den Blick gerät. Bei einer gewaltigen Schein-Anständigkeit allerorten. Geradezu nicht mal "verlogen" ein irgendwie ausreichendes Wort dafür. Keine Erhellung gibt's weit und breit zu finden.
Es wird da tatsächlich am Sonntagabend Leute, Personen zu sehen geben, die was zu feiern haben. Kaviar könnten SIE fressen, Champagner saufen.
Unfaßlich, wer hier die Möglichkeit kriegt, bei Dauergrinsen groß aufzutischen am Buffett. Die Siegergeste vorzuzeigen.
Wenn ich dann am nächsten Morgen, am Montag, erwachen werde, bleibt er mir erspart. Der Kater. Ich werd sicher keinen schweren Kopf haben. Nichts von einer "Bloody Mary" brauchen.
Im Gegensatz zu anderen.
Die Fernsicht, die ist wirklich gut. Dabei ist nicht das bißchen irgendwie Gutes zu überblicken. Nur ein paar vertraute Gesichter, wie festgetackert an den altgewohnten Machtsesseln.
Davon redeten sie jedoch, die Deutschregionalen wollten keine Experimente. Nichts aus dem Labor. Aber, DAS Zukünftige ist Labor.
Bei dem, was die Deutschregionalen größer vorbereitet haben, sollte es sonntäglich Realität werden, ist DAS Experiment im Selbstversuch. Was Experimentelles mit dem vollen Risiko eines Experiments.
In diesem Neuexpemplar eines Bundestags lassen die Deutschregionalen was an Experimentierfreude aufscheinen. Der Wahnsinn.
Nur, da davon berichtet dir seit Wochen keiner die kleinste Kleinigkeit. Wie unglaublich experimentell man rumgeht. Als Deutschregionale.
In der Vergangenheit, war da nicht mal was? Da endete eine Weimarer Republik für ein wahres reichtsdeutsches Großexperiment, eins mit taubem "Führer". Einer Charlie Chaplin-"Tramp"-Dauerfälschung. Das Breitbärtchen hatte er bis zum Ende im Gesicht, als der Großverlierer endlich alles restlos reingeworfen hatte, in den Pott am Spieltisch. Selbst das Übelste für die Reichsdeutschen damals.
Die Labortür steht in der Jetztzeit zumindest weit offen. Für die nächsten Neu-Experimente könnt reingelatscht werden. Muß ja keiner was abkriegen. Alles beim alten. Wie eh und je. Solange es so scheint.
Vielleicht möcht man was altes Experiment aufs neue ungefähr wiederholen, weil vom alten her was nicht mehr gut genug ist. Zumindest angesichts der Demenz, die Einzug hält, daß keiner mehr so recht was weiß, wie der gesamte Laborbau samt Gelände damals in die Luft geflogen ist.. Ziemlich großflächig, die Geschichte. In manche Bestandteile, daß sich da was auflöste. .
Das große Verliererwesen, es siegreich sehen. Wie es wie ein Sieger am Tisch beim Spiel hockt. Gewinnt und gewinnt. Bis ... Immer schlechter die Karten. Vor Adenauer, Erhard kann man DAS voll umfänglich sehen. Vor Adenauer, Erhard hatte es seine Bestimmung gefunden, da trumpfte das Verlierertum am Ende ganz groß auf. Alles lag in Schutt und Asche.
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