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Blog von TeddeMehr

So eine bedeutende Wahl war lange nicht mehr

3. September 2017 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware

Welch eine Wahl steht an, mit welchem prognostiziertem Ergebnis!

So eine bedeutende Wahl war lange nicht mehr. Ohne daß es deswegen darum größere Aufregung gäbe.

Klar, ein paar allzu vertraute Gesichter, die scheinen am Ende zu bleiben. Wollen sich dir weiterhin vornedran vorzeigen. Sprechen ja auch von sich, daß sie, sind sie erst wiedergewählt, bis zum allerletzten Tag der erworbenen Periode am Machtgestühl zu bleiben gedenken. Wie das öfters jetzt bereits der Fall war.

Nur, so eine Veränderung, wie die, die ansteht, wird alles wahr, was bisher nur flüchtig in den Blick geriet. So eine gewaltige Änderung an Charakter an einer Örtlichkeit hat es in Wahrheit lange nicht mehr gegeben. Diese neue Bundestagsausgabe wird total eine andere wie die letzten Jahre immer. Geradezu grauenvoll anders. Grundverschieden.

Betrachte ich diesen Bundestag und bleibt es bei diesem Ergebnis, das sich ewiglich großmächtig ankündigt. Dann kommt mir ausschließlich ein einziges Bild in den Sinn.

Ein Szenenbild, in dem man erst mal einen aufgehängten Batzen Fleisch sieht. Nach und nach drängt sich immer mehr bleiches Gewürm aus dem Fleischbatzen. Maden und alles fängt geradezu an, umfänglich zu wimmeln. Rauhe Massen.

So ein spitzbärtiger Veterinär - oder was immer der ist -, der tritt hinzu. Prüfend befingert er das Fleisch, auf dem es kriecht und fleucht. Sogar die Zunge hält der gute Mann kurz daran.

Dann nickt er. Tatsächlich befindet er, das sei ein Lebensmittel. Gut, brauchbar. Alles ist bestens daran. Zu essen, das, was da an Fleischware runterhängt.

Das darf der Smutje dann für die Schiffsbesatzung zubereiten. Die blechernen Eßnäpfe sollen damit gefüllt werden. Kein Problem.

So sieht's aus. Diesen Eindruck habe ich auch von diesem trügerischen Neu-Bundestag. Da soll einem auch was gekocht, gebraten werden, was für gut für einen befunden wurde. Trotz all des Wimmelhaufens an Gewürm. Und: Wird dort nicht alles in dem Sinne herrlich sein? Könnt nicht ein guter Koch, der sich aufs Würzen versteht ...?

Schließlich wird dir kaum was davon schon in einem hinreichenden Maße verdeutlicht, was das dann für eine Zukunftswelt sein soll, in der du mit dieser neukonstituierten Bundestagslandschaft eintriffst, nachdem du deine Wahl getroffen hast.

Den Allerwenigsten scheint so recht deutlich zu Bewußtsein zu kommen, wen oder was sie wählen, was sich abbildet, im Hintergrund abgeht bei ein paar allzu trauten Figuren. Gestalten erst mal, die wie festgetackert scheinen an ihrem Throngestühl. Ohne sie, würd man sie sich nicht erwählen wollen: geradezu Weltuntergang.

Aber mit IHNEN ... Wer dort dann in dieses Parlament mit hineingerät, um bei den haufenweisen Konservativen - jenen eben, traut seit Jahr und Tag - mittendrinnen mit herumzulungern. Manchmal sogar diesen kopfnickend zuzustimmen, bei der einen oder anderen ihrer Entscheidungen mit dabeizusein, als wären sie großartig gebraucht, gefragt.

Etwa die. Mal DIE geblickt. Anderswo in Europa sind die "Freiheitlichen" fast ja geradewegs DIE, die dir im Demnächst-Bundestag großartig mit dem Wort "alternativ" ankommen wollen. Dabei sind sie, diese Rechtsaußen-Nationalen anderer Länder, die Brüder der "Gelben", europäisch ihr Parteilager, das von denen, die die Farbe gelb deutschregional irgendwie gerade nicht mehr so für sich mögen. Die sind da großartig wie die, die in der deutschen Europaregion das im Parteinamen führen, als wäre das IHRE irgendeine Art Alternatiive.

Vielleicht so großartig alternativ wie so "Fan"-Gesänge. Leute mit Pickelhauben auf der Tribüne und so, die singen. Ein johlender Mob. Ihre höhnischen, verachtenswerten Rufe. Die erlauschbaren Lieder: tristestes Gesangswerk aus dem Vorvorgestern. Wie selbstvergessen ewiggestrig in der Gegenwartszeit mit den neuen Medien. So welche waren gereist, auf "Auslandsreise" gegangen. Als "Fans".

Ganz dieses Großverlieren hat man vergessen, das, das damals auftauchte, den alten Reichsdeutschen zum Vorschein kam. Das übergehen, -sehen DIE. Das, als unter der Vorherrschaft JENER alles in die Binsen ging, was sich noch größer "Reich" nennen konnte.

Und nebenher ein Charakter leuchtend aufschien. Einer aus dem Rassehorizont, jenseits aller Beschreibung. Zu was SIE Deutsche nachsehbar machten. Mit was SIE den Deutschen als "Nationale" bereits einmal gekommen sind. Unbeschreiblich. Die Unsäglichkeit in Reinkultur.

Und damit würden sie deutschregional unter der Fahne des "Nationalen", "Identitären" liebend gerne wiederkehren. Für eine Neuigkeit.

Eine allerdings, die in der Vergangenheit bis ins kleinste Detail zu überblicken ist. So detailreich ist dort alles dieses Wesens abgebildet und zu überblicken. Daß man sich wirklich fragt, was Leute sich hier denn blenden lassen. Von SOLCHEN.

Ist's, weil alles eigentlich so lange her ist? Daß man mit so was im Heutigen Kult treiben kann. Was davon trotzig vorzeigen. So Chor-Rufe hören lassend, Gesten präsentierend. Als wäre daran kein Elend, sondern was Besonderes, Aufregendes. Für einen abgebrühten Mann. Oder selbst eine Frau. Mit so einer Maske, daß sie rumspielt. Über so was drüberstreichelt, um sich die Maskierung mal selber vors Gesicht zu ziehen. Sie sich aufzusetzen. Derzeit noch ein wenig gefährlich, das gute Teil nicht rechtzeitig wieder vom Kopf runterzubekommen, ehe man zu deutlich damit gesehen wird.

Im Heute könnte man noch was anstellen. Im Hier und Jetzt könnt man noch was für sich unternehmen. Daß man DIE vielleicht doch noch mal irgendwie besser verpaßt. Indem man sie unter die fünf Prozent schickt. Dorthin zurücksendet, wo sie allesamt hingehören. Unter die fünfprozentige Marke. Daß sie sie wieder sehen. Über sich. Als hohe Hürde.

 

 

 

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