Overblog Alle Blogs Top-Blogs Literatur, Comics & Gedichte
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU
Werbung
Blog von TeddeMehr

Wundes Geschrei (Daß man aber mal nicht überrascht wird)

4. September 2017 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware

Welch ein waidwundes Gerede, Geschrei! Von einer Kernindustrie ist die Rede, wenn es sie so nicht mehr gäbe, könnte man den gesamten Wohlstand und alles deutschregional vergessen. Wenn man dieses tolle Produkt nicht mehr hätte. Was dieser seit ewiger Zeit (!) auf ölraffineriertem, schädlichem Zeug laufenden Motoren. Jede Menge Fahrzeuge, die so angetrieben werden. Von denen erst jüngst welche unter anderen Voraussetzung in rauhen Mengen vertrauensvolle Käufer gefunden haben. Als "Neuware". Jedoch nur im Drumherum hochtechnologisert. In den Verkaufsläden warten weiterhin derartige Fahrinstrumente auf frische Kundschaft. Mit einer verrücktesten Rabattschlacht möchte man Neukunden ködern. Während das mit den Filtern, um die es sich bei der gesamten Angelegenheit dreht, mit denen auch ausgerüstet sein sollte, weitestgehend wie in den vierziger, fünfziger, sechziger Jahren blieb. Daß von Filterung von Umweltschädlichem kaum die Rede sein kann. Sogar an die Programmanwendungen hat man herausragend gedacht, hauptsächlich, um ja nur alles in den vierziger, fünfziger, sechziger Jahren lassen zu können. Dort.

Hintenraus geblasen haben die Fahrgeschäfte die jüngste Zeit wie eh und je ganz altvordern. Obwohl sie nachweislich beim regelmäßigen Nachprüfen in den Werkstätten andere Werte darboten. So ist's schließlich an das Bewußtsein Öffentlichkeit gedrungen, als Gipfel. Wie man es hochtechnologisiert betrieben hat. Von einer Filterung kann außerdem bei so Zahlen wie acht, zehn Prozent kaum die Rede sein kann. Als wäre so was wie ein Umweltgedanke an Orten, die ein Automobil zum Mittelpunkt haben, wie was aus einer anderen Galaxie. Dafür wollten die Firmen höchstens unmerklich was aufwenden, es augenzwinkernd fast ganz vergessen. Nichtsdestotrotz haben sie im Gegenwärtigen immer mehr Unkosten aus jener Region, mit denen sie überfallen werden. Ziemlich geplündert.

Jetzt drohen ungläubigen Fahrern überdies die übelsten Fahrverboten. Auch die dabei, die sich in der Gegenwart was "Neues" einkauften. Bis hin zum Totalfahrverbot, ist da mancherorts die Ansage. Daß ein Fahrgeschäft bald höchstens noch als Garagenschmuck zu betrachten wäre, würd man was ernster nehmen, was man nie ernster hat nehmen wollen, was das nahezu filterlose Fahrgeschäft ja auch beweist.

Unglaublich. Und es ist Zukunftswelt. Die Zukunft ist Gegenwart. In der sind sie auch angekommen, voll alt geblieben. Gedankenfrei. Wobei sie durchaus Gedanken hatten. Solche, die IHNEN vor kurzem nachgewiesen wurden. Darum besorgten sie sich.

Tja, man wird diese Diesel, "Benziner" wohl weiterfahren lassen. Könnt sogar sein, daß sie das mit viel zu wenig Abgasfilterung rumfahren lassen werden. Jenseits jedes Begriffs einer "Umwelt". Daß man sich fragen kann: Warum mißt man denn unter diesen Umständen denn was? Man hätt die Leute doch auch husten lassen können, ahnungsbefreit, unwissend. Keine Ahnung, was los ist, zu ihnen gesagt werden hätte können, warum sie husten. Vielleicht hätten die Sätze gereicht: Der Motor fährt einwandfrei, höchste Qualität. Alle doch damit glücklich hier, weil das Zeug so toll fährt.

Das wäre wirklich zuzugeben, daß man auch keine besseren Filteranlagen auf Lager hat, sie sich einfach nichts Besseres dahingehend leisten wollten. Statt dessen hat man lieber das Uralte weiterverkauft, mit dem Darumherumanschein von Neuheit. Ungefiltert. Alles mehr zum Gusto eines seltsamen Überwachungsstaates, der über jeden Meter gerne Bescheid wüßte, den man irgendwohin fährt. Um damit undefinierbar irre Soziologie zu betreiben. Klar, das Kaufverhalten der Fahrenden ist im Nebenlauf auch mitzukriegen, um jegliches noch unmittelbarer zu "personalisieren": Jedem seine eigenes Werbefaltblatt exklusiv.

Wobei: Wie es in der Gegenwart ist. Bei den vielen, die derzeit Autos bauen. Sich dieses "Know-how" besorgen. Eine bestimmte Firma etwa, von der war Jahr-'17-Gegenwart erst kürzlich die Rede: daß man sich frisches Geld besorgen wolle. Um mit den eigenen Fahrgeräten so richtig im Massesegment aufschlagen zu können. Bombenmäßig.

Nicht im Blick? Wird man unter diesen Bedingungen überfallen. Da könnt man direkt wie bei einem Automobilunfall bösartigst hinweggefegt werden. Ein Ableben erfahren. Daß vielleicht in der Zukunft keiner mehr weiß: Die und die Firma hat's damals noch gegeben. Nachdem man sich nicht so recht auf Veränderungen einstellen hat können, gab's sie plötzlich krass nicht mehr. Unmöglich war das für DIE, sich für so einen Wandel, veränderte Landschaft sorgenbefreit aufzustellen. Zig Tausende Arbeitsplätze gingen verloren.

Wie es in der deutschen Europaregion derzeit geradezu Zeigelust hat: daß wenig geht. Man eher bei den Verlierern dabeisein könnte. Denen, die weit im Hinterfeld eines drögen, abgehalfterten Pellotons noch so eben was merken. Was davon, daß jemand anders vorne ins Ziel fährt.

Könnt sein, dann schreit man ebenso waidwund rum. Das sind dann erst Einschläge in das arme Tier. Das schwer getroffen rumtaumelt. Angesichts des früheren eigenen Verhaltens schlägt man die Hände über dem Kopf zusammen: Was hat man nie was gemerkt! Einen Startschuß hätt's doch geben müssen! Hätt man sich nur auf alles einstellen und verändern können! Warum konnt man nie was spüren, wenn's heute so weh tut?

Wo ist man denn schließlich selber? Bei IHNEN, den Siegreichen, entdeckt man sich nicht so recht. Bei den Lachenden, Feiernden. Die sich mit Champagner zuprosten. Auch bei ihnen räkeln sich die Mädchen-, Frauenkolonnen aufreizend am Glatten. Kaum hinzusehen. Dort sind die genauso, bei denen, die es nun geschafft haben. Hat man noch gut im Gedächtnis, als die bei einem selber da waren. Schönheiten. Und man sieht für sich nicht im mindesten was einer Zielflagge für die eigenen neuwertigen fahrbaren Instrumente. Kaum ist man dort, wo DIE sind, die schon die nächste Evolution anreißen. Wäre man doch nur mitgesprungen, als die rasante Fahrt vorne im Vorderfeld losging. Man hatte doch die Kraft, das Vermögen.

Was die dann für Gewinne haben werden, die Siegreichen, Leute für ihre heimische Wirtschaftsbelebung einstellen. Während man selber abschreibt. Eine Abschreibung nach der anderen vornimmt. Belegschaften entläßt. Der Bankrott droht. Der eigene Firmenname, einer für die Wirtschaftsgeschichte. Verschwunden ...

 

 

 

 

------

Werbung
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post