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Blog von TeddeMehr

Der nächste Milliardär mit dem Muff von vorgestern

23. Oktober 2017 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware

Der nächste Milliardär: mit dem Muff aus dem Vorvorgestrigen erfolgreich.

Erst war der Mann Teil einer Normalo-Regierung. Ehe er wegen Korruption seinen Posten verlassen mußte. In seiner Heimatregion, daß ihn deshalb eine Anklage bedroht. Mit der Möglichkeit, für ein paar Jahre in Inhaftierung zu gehen.

Nun entschloß er sich, kurzerhand eine eigene Partei zu gründen. Mit seinem Geld im Hintergrund kein Problem. Und alles klappte ihm, wie sich jetzt herausstellte, ziemlich geschwind: Er war mit seiner Propagandamaschine trotz einer Parteineugründung in der Lage, ausreichend Prozente bei einer Wahl abzukriegen.

Der Erfolg mit Billigkeit am Reißbrett geplant, so scheint das mit dem. Vor allem eine Werbemaschinerie, die Bezug nahm auf Vorurteile, Ängste in der Bevölkerung, hat ihn nach vorne gebracht. Die Werbeleute, die ihm recht gaben, für seine Absichten im Volk den rechtsdrehenden Geist zu wählen. Tatsächlich, gegen das "Establischment" hat er angeschimpft, ausgerechnet ER, der das selber doch im Grunde als Milliardär zuvorderst abbildet, das Etablierte. Die billigsten Ressentiments aus den Bevölkerungsumfragen hat er unterfüttert, dem sich mit tiefer Verbeugung hingeneigt, das gegen Zuwanderung ist, eine starke europäische Union. Solchem.

Die Volksängste anzusprechen, das war sein vorderstes Kalkül, und, als wäre er ihre Stimme, haben Leute ihn tatsächlich in hoher Zahl gewählt. Daß so was nicht zu begreifen ist. Als wäre er was, das sich bei ihnen abbildet, eine Volksstimme. In der Weise verhielt er sich, und es wurde ihm abgekauft. Trotz allem geradezu, was er als Superreicher ist und zuvor lange war. Als wäre der Bevölkerung das von früher bei IHM entgangen, könnte man das nicht überblicken, das Wie und Warum, bei IHM. Man war echt bereit, hergeschossen, IHM sein Vollbilliges abzukaufen. Gleichgültig, wie er sich anhörte und um was es sich bei ihm in Wahrheit drehte.

Quasi, daß man fast sagen könnte: Als jemand, dem geradezu Gefängnisjahre drohen könnten, hat er sich in der Gegenwart des Jahres '17 an die Staatsspitze geflüchtet. Für eine Regierungsbildung ist er der erste, den man nach dem Wahlentscheid ansprechen muß.

Schon spaßig, was sich da in einer europäischen Nachbarregion ereignet hat: eine neue Partei mit dem altvordersten Horizont aus dem Vorvorgestern versehen, die man wählte, indem man ihn nun als Person wählte. Weil er sich plötzlich zu den Abschottern, Grenzziehern, den Kleingeistregionalen in Europa rechnet, diejenigen, die jener Mentalität, der des Nationalvorgestrigen, nachhängen. Das hat man ihm sofort abgenommen.

Für was auch immer. Als wäre das was.

Fast könnt man europaweit sagen: das Uralte, das seine Schändlichkeit in der Vergangenheit bis aufs Blut bewiesen hat, das hat man scheinbar europäisch im Heute nur lange nicht mehr gesehen. Diesen Geist mit seinem bösen Despotismus. Und davor ängstigt man sich nicht größer, im Gegensatz zu anderem.

All zu viele, die so was in der Gegenwart unfaßlicherweise mit was Wählbarem verbinden. Und hier, das dort, in diesem einen europäischen Regionalgebiet, das wirkt ja fast noch wie die nächstbeste Vollveräppelung. Durch einen Superreichen, der seine Machtposten abgeben mußte, die Strafverfolgung daheim fürchtet, eine Gefängnisstrafe. Nun mit der Möglichkeit versehen, den nächsten Machtthron besteigen zu können. Für sich selber dort alles für sich zu regeln.

Wirklich, das Größte daran: dieser Milliardär, der dreht sich selber kurz mal um einhundertachtzig Grad um. Weil die Staatsbehörden ihn bedrohen, Gefängnisjahre, vor denen er sich hauptsächlich ängstigt. Seine Absichten, so klar zu durchschauen wie Kloßbrühe. Geradezu ratzfatz hat der Mann trotzalledem taub gemacht. Indem er die niedrigsten Volksängste ansprach, die Vorurteile der Leute, damit mit sich geblendet hat. Deshalb kann der nun demnächst fast eine Regierungsbildung in der Europaregion herbeiführen. Daß es nicht zu fassen ist. Tja, wenn man sich dann seine eigenen Gesetze dann selbst macht ... Muß man jetzt sehen, wer schneller ist, die mit den alten Gesetzen und ihren Ermittlern. Oder der Machtstuhl, auf dem man draufplaziert ist, eigenhändig die Gesetze zu schreiben und anzuordnen.

Steht es wirklich so schlimm um den Wähler in Europa? Das Rechte, in das man so großes Vertrauen setzt, in die Demokratiefeinde?

Ausgerechnet in jenen von rechter Hand, daß man was entdeckt. In den Rechtsdrehenden.

Als wäre man ohne jeden inneren Halt, könnte wirklich alles nehmen, folgenlos als wählbar betrachten. Nochgerade diejenigen, die Rechten. Weil man Zuwanderung fürchtet, das Ankommen einer weiteren Religion? Eine Religion, als MÜSSTE man was glauben. Insbesondere sofort an DIESE Religion. Deren Tempel, muß sie ja denn betreten, kaum, daß man von ihnen hört? Als würde die Information darum nicht hinreichen. Schließlich, glauben muß keiner was, nichts von jener oder dieser Religion. 

Komisch. Nach jener Wahl in dem Nachbargebiet, da kann man sich wirklich die Frage stellen, die nach dem Wähler. Was ist das mit dem, wenn sogar das Allerbilligste, Albernste bei ihm hinhaut, funktioniert?

Der mit dem Bärtchen, der hat insbesondere nicht viel von den Wählern gehalten. Und der in der Türkei, der spottet geradezu seinem Wahlvolk. Indem er sich, als das, was er längst ist, sogar weiter einfach wiederwählen läßt. Demnächst betreibt der neuen Wahlkampf, geradezu, als wäre er nicht bereits ermächtigt. Als hätte so eine Wahl noch auf irgendwas Einfluß bei ihm. Außer, daß sie sich auf die gute Laune auswirkt, die Selbstbespaßung. So gut weiß er scheinbar um die SEINEN und die "Stimmung im Volke" Bescheid, daß er aufs neue zur Wahl antreten läßt. Als könnte er das Ergebnis nicht einfach abwinkend hinwegfegen. Per Dekret regiert er lange genug jetzt, per Dekret wird er weiter im Amt bleiben.

Die Rechtsdrehenden werden mit Schmu gesehen, es ist nicht zu glauben, was da los ist. Sogar einen, von dem das Bild überdeutlich ist, bei dem übersehen die Leute eines benachbarten Europaregionalität das Tausendste, lassen sich von seiner Werbefirma mit Höchstgeschwindigkeit becircen. Innerhalb eines halben Jahres hat DAS dem geklappt, ist er ein vielprozentig Gewählter.

Was ein Hohn! Als wäre eine Wahl was Unbedeutendes. Könnte man keine Fehler bei so was machen. Fehler, die nicht mehr locker rückgängig zu machen sind.

Nach vor '33, zurück zur Weimarer Republik, war denn auch nichts mehr zurückzudrehen, nachdem man sich als deutscher Reichsbürger das Problem an dem Wahlabend dreiunddreißig ganz groß gebacken hatte. Dorthin, zur Weimarer Republik, war jede Rückkehr unmöglich.

Der Wahltag, als es noch das Einfachste auf der Welt gewesen wäre, dort nicht anzukreuzen, bei dem mit dem Bärtchen, der ewigen "Tramp"-Fälschung.

Aber, man ließ sich dummerweise dazu hinreißen, hatte den Sinn in einem unausstehlichen Maße eingetrübt. Und wie böse war später das Zusichkommen, die Selbsterkenntnis: so was hatte man angenommen gehabt, davon war man verblendet worden. Und was es aus einem gemacht hatte ... Allem hatten DIE gehöhnt, dabei jegliches verloren. Jedes Heldentum für sie war zu vergessen. Heldenmut für das Falsche, die Falschen.

Ein simples Kreuz wo nicht hinzusetzen, hätte das mal verhindern können. Ausreichend, im Jahr '33. Statt dessen ließ man sich dazu hinreißen, hat in viel zu hoher Zahl bei IHNEN angekreuzt. Zwölf lange Jahre hatte man sich daraufhin IHNEN zu überlassen, mußte von IHNEN regelrecht befreit werden.

 

 

 

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