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Blog von TeddeMehr

Eine Reflektion (Ende Okt. '17)

27. Oktober 2017 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware

Was Gegenwartsvergänglichkeitszeilen ....

Alles derzeit scheint ganz normal. Es sind geradezu ruhige, beschauliche Tage von so Koalitionsverhandlungen. Die Frage dabei: Kommt nan nun zu Potte? Oder sind bald mal Neuwahlen fällig?

Ziemlich unterschiedliche Parteien schließlich, die jetzt, im Oktober des Jahres '17 nach dem Millenium, begannen, miteinander zu verhandeln, um eine Koalition zu bilden.

Wobei, "unterschiedlich"? Der eine mögliche Koalitionspartner, mit dem hat die eine Großpartei nebenher sicherlich weniger ein Problem; der ist von früher her ganz gebräuchlich bei ihnen.

Nur, die dritte Partei als möglicher Partner, die ist ein wenig was anderes am Bild. Eher aus einem ökologischen, freigeistigeren Lager. Das Thema "Zuwanderung" wird dort nicht gesehen wie von eher nach rechts Drehenden. Schon die Frage: Wenn Kräfte einer Großpartei da zu sehr nach rechtsaußen abdrehen wollen, ob hier diese eine Partei besonders mitgeht.

Sie sind schließlich nicht gegen Zu- oder Abwanderung. Sondern höchstens dafür, daß nicht zu viele in zu hoher Zahl eintreffen. Während sich so Fragen wie eine regionale "Identität" bei ihnen nicht das bißchen stellt. Für sie ist ihre eigene Identität klar: deutschregionale Europäer. Dort sind sie als Europäer schließlich her, ihre Heimatregion.

Jede andere Identität, etwa so die Identitäten von ganz früher, die brauchen die nicht unbedingt für irgendwas. Diese uralten Kisten mit dem Nationalismus, strenger Grenzziehung hinter einer abgeschotteten Grenze mit haufenwweise hohen Wachtürmen mit Schießscharten, die Sicherheit vorgaukeln. Die eigene Nation als was Heiliges, all der Schund von wegen "Blut und Boden" begleitet von einem fehlgeleiteten Begriff der "Ehre" für "Volk und Vaterland". Wirklich, kann man denen mit derartigem umfänglicher als notwendig ankommen, ohne daß sie kopfschüttelnd abwinken und abdrehen?

Schon ein Problem nun, wenn Teile einer Großpartei weiter raus nach rechter Hand drängeln, während Koalitionsverhandlungen mit Leuten geführt werden, die das nach weiter rechts wahrscheinlich kaum irgendwie einsehen können. Begreifen. Das Altertum, für sie nur wenig verständlich. Der Sinn daran, geradezu grotesk.

Etwa so die Tage vor Adenauer, De Gaulle.

Obwohl, die damaligen Jahre, die Alliierten ... Die Allierten wären heutzutage auch was. Die Alliierten mit ihrem Entnazifizierungskatalog.

So einen Katalog heute in der Gegenwart wieder neu durchzusehen, in seinem Sinne Fragen zu stellen und nach ihm zu handeln. Wäre sicherlich nichts Uninteressantes.

Könnte überraschende Ergebnisse bringen. Für manche schein-anständig redenden Leuten. Die sich nichtsdestotrotz den alten Bezeichnungen für sich verweigern. Trotz ihres dringlichen Wunsches nach jenen altprofanen Tagen.

"Neue Rechte", was mit dem Wörtchen "alternatiiv" - statt allzu deutlich und bekannt es benennen zu wollen. Die Begriffe "Faschismus", "Nationalsozialismus".

Da nimmt man denn lieber für sich den Weichzeichner. Gibt sich "anständig", "bürgerlich", spült sich in der Art weich. Obwohl man sich durchaus manchmal anklingen läßt. Daß es einem klarer werden könnte. Möchte man es denn betrachten, begreifen.

Muß wirklich gesehen werden, ob da was geht, was mit einer Mehrparteienregierung zu tun hat, wenn hier Konservative ihr Heil im Hinterherlaufen Rechtsgehender mit deren Parolen suchen. Dort die Wählerstimmen zu finden hoffen. Währenddessen ein Koalitionspartner einer möglichen Regierung dorthin höchstens skeptisch blickt, mit dem Interesse, die Fallstricke für sich selber zu überblicken und möglicherweise auf der Stelle von sich zu weisen.

Manchmal kommt das vor, daß man nicht mit jedem überallhin mitlaufen kann.

 

 

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