Ist doch wirklich nichts als die Toleranz der anderen, noch
"Gender" - der Kummer von wegen des Geschlechts, mit dem man geboren wurde. Oder das - die Partnerschaft von einer mit einer Geschlechtsgenossin...?
Haha! Hier kommt er, der Witz: Das gibt's doch tatsächlich auch bei DENEN, die das Wort "alternativ" zurzeit als rechte Stange hochhalten. "Lesbisch" oder "homosexuell", so zeigen sich dort Leute; "Gender" führen sie auch im Mund.
Zurück in die Vergangenheit: Das Ende der SA-Führung gerät in Sicht. Könnt man direkt gut noch mit dem Auslöschen der "Weimarer Republik" in Verbindung zu bringen. Die Weimarer Republik, die dann auch für die SA aufhörte.
Der Gedanke kommt nicht so gut, daß das mit dem Gemetzel am SA-Führungskader mit dem Abgang der Weimarer Republik unmittelbarer in Verbindung stehen könnte?
Das hatte man bereits groß und erfolgreich betrieben hatte, die Sozialdemokraten und die als "Kommunisten" bekannten Personen abzuräumen. Sie etwa nach Orten wie Dachau verbringen zu lassen. Ziemlich geschwind hatte man dann den Blick gewissermaßen frei, auf so alte Kampfgenossen hinüberzublicken.
Einen schaute man insbesondere an, mit dem man nur allzu gut bekannt war. Vertraut und sogar privat, daß der mit einem redete. Dabei sich täuschen ließ. Oder was nicht merkte. Ehe es nicht für ihn zu spät war, begriff er nicht recht. Als SA-Anführer. Jener SA-Führer, der so gefährlich war, daß er sogar die Möglichkeit gehabt hätte, die Macht im Land zu übernehmen. Mit all den lokalen Gruppierungen, denen er weiter überall befahl, war er zwar ein Teil der Polizei geworden. Damit übte er nebenher mancherorts Polizeigewalt aus, die passend war, als die Geschichte mit der Verhaftungswelle hoch durch die Lande rollte. Einzig und alleine: der Gehorsam. Wer gehorchte wem? Das war DAS Problem. Allzu viele, die nicht die Stimme des EINEN hören wollten, sondern SEINE. Nach ihm, dem an der SA-Spitze, daß sie erst hinschauten, ob sie gehorchen sollten oder nicht. Erst wenn was bei ihm Zustimmung fand, ging was in Ordnung. Praktisch mußte man auch ihn ständig fragen, miteinbeziehen in die Rechnung, wollte man was.
Und wenn man was gegen Homosexuelle hatte, das zum Ausdruck brachte: da war er doch auch mit gemeint. Er und mancher um ihn herum. In der Weimarer Republik hatten sie sich nicht mehr so verbergen müssen, waren damit bekannter geworden. War weniger was möglich, in der Weimarer Republik, gegen sie was zu haben. Hatte man auch, sie ausgehalten, als sie noch nützten. Obwohl man was von ihnen wußte. Eben das ihrer Homosexualität war man sich überaus bewußt.
Was immer man zu der Sache von damals liest, immer steht dort auch dieser Punkt herausragend in den Vordergrund geschrieben: das mit der Männerliebe in der SA. Einige waren in der SA versammelt, gingen in der Weimarer Republik für den mit dem Breitbärtchen auf Krawall aus, die eher den Männern den Vorzug gaben. Geradezu ein größerer Haufen.
Ihnen hatte all das Gerede, das in der Weimarer Republik aufgekommen war, nicht großartig geschadet, als weiterhin Weimarer Republik war. Weil: In der Weimarer Republik konnte man sich an vielen Orten offen mit jemandem vorzeigen. Als Homosexueller. Es war nicht länger das Verborgene, Verdruckste, Insgeheime. Für einen ging in der Weimarer Republik die Welt echt nicht unter, wenn was an Liebesangelenheiten an die Öffentlichkeit getragen wurde, was mit Mann und Mann oder dergleichen zu tun hatte. Auch bei SA-Männern war das nicht anders. Die blieben in den Rängen, gleichgültig, was man sich von ihnen und ihren Hinterteilen erzählte. Überdies: der Obere der SA. Der Obere der SA, der war nochgerade derselbe, so einer. Was sollte er demnach gegen gewisse Vorgänge unterhalb in den Kadern unternehmen wollen, die mit "Schwulitäten" in Zusammenhang gebracht werden konnten?
Nach der Machtergreifung, dem "Ermächtigungsgesetz", der Gleichschaltung im Staat - änderte sich allerdings was. Besonders bei dem mit dem Breitbärtchen. Immer mehr SS-Leute hatte der an seiner Seite. SS-Standartenträger, die sich herausragend auf ihn einschwören ließen. Zu seiner Treu verpflichten; Leib und Seele. Seine Leibgarde wurden Kohorten der SS.
Und nachdem alles denn vorbei war, die SA betreffend, existierte die SA zwar weiter. Aber nicht mehr SO. Sie war eher eine Unterorganisation. Jedoch nicht mehr so besonders bedeutsam, gefragt. Eine Gefahr ging von der SA für die ewige Charlie Chaplin-"Tramp"-Fälschung schon gar keine mehr aus. Dort sprach nun keiner mehr trauter mit ihm und so. Schaffte ungefragt beiläufig eine Meinung hervor. Oder gab einen Ratschlag.
Und das sollte nicht auch was mit dem Ende der Weimarer Republik zu tun haben? Daß es nicht die Möglichkeit sein könnte, daß nicht das Ermorden der Führungsleute der SA das Ende der Weimarer Republik erst endgültig machte?
Mit der Toleranz, die in der Weimarer Republik der gleichgeschlechtlichen Liebe entgegengebracht wurde, hatte SEIN Regime nun wirklich nichts zu tun. Bei IHM wurden Kleinigkeiten in Liebesfragen besser Mann-und-Frau-Geschichten. Und was mit Mann und Mann, Frau und Frau, das war für die KZ. Nicht wahr?
Deshalb... So Leute mit gleichgeschlechtlicher Partnerschaft irgendwo in der Gegenwart in einer Landschaft, wo ein beengter Geist exklusiv herrscht ...
Nicht das, eher mit der Toleranz der anderen? Die Toleranz der anderen, bei jenen zu gewahren?
Wo doch ansonsten das Bornierte dort das Allergrößte ist. Die uralten Ländergrenzen möchte man in Europa zurück. Will sich in komischen Animositäten gegenüber anderen europäischen Regionen gefallen, stellt sich so Fragen gewisser Identität mit Nationalhintergrund. Auch hinsichtlich Rasse, Religion klingt was in der Weise.
Ob sich dort demnach der Spaß mit der gleichgeschlechtlichen Liebe länger als notwendig hält? Das kleinbürgerlich Oberbornierte, das mag doch sicher nebenher keine Schwule, oder? Mag das mit dem Tolerieren von DENEN kaum fassen, nicht wahr?
Das spießbürgerliche Bornierte des Vorgestern ist das spießbürgerlich Bornierte des Vorgestern, wenn man es pflegt. Oder wären dort irgendwelche Neuigkeiten zu entdecken? In heutiger Zeit? Vielleicht auch nur NOCH, solange eine andere Gesellschaftsform herrscht. Wie damals, als noch "Weimarer Republik" war. In der Weimarer Republik war man willens, sich von mancherlei Prüderie zu befreien, Fesseln und Ketten abzustreifen. Wer wen liebte, welches Geschlecht, das bekümmerte nicht weiter. Oder hatte nicht zu bekümmern.
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