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Blog von TeddeMehr

Milliardäre mit dem gewissen Muff

20. Oktober 2017 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware

Das Alte, das sich heute als was "Neues" verkauft, tatsächlich, es war früher handelsüblich.

Da gab es keine Gedanken an eine europäische Union, Ländervereinigung über die Sprach- und Landesgrenzen hinweg. Auf den Einfall wäre man überhaupt nicht gekommen, bei der Feindseligkeit, mit der man sich gegebenüberstand. Bei all dem bornierten National-Dünkel und so weiter.

Jedes kleinste Regionalgebiet als seine eigene Ausgabe an Exklusiv-Nation. Irre wichtig.

So was war angefüllt mit dem einen Geist, wie ihn der derzeitige Präsident der US-Amerikaner, gerne wiederhätte: quasi die Nation als was Heiliges. Alles so heilig, daß man am besten gegen nichts Widerspruch einlegt. Bis in den Tod hinein, die Nationenware. Wo immer dich eben ein "Führer" hingeleiten möchte. Gleichgültig, welchen Stuß an Rassismus und Blut-und-Bodendenken so einer verbreitet.

Auch der Nordamerikaner, der möchte in der Weise die Fäden in den Staaten Amerikas neu in die Hand kriegen. Mindestens die amerikanischen fünfziger Jahre. Oder: Wohin wünscht er sich zurück, der Jahr-'17-Präsident? Die Tage vor den Sezessionskrieg? Bei allem, was der im Hintergrund verbirgt. Als einer mit altvorderster Nationalstaats-Dünkeldenkart. Nebenher einer Vorliebe für einen Polizeistaat. In dem man sicher bestimmt vieles willkürlich, nach Belieben regeln kann. Vor allem für die an der Macht. Per Dekret durchregieren, ihm das Liebste an seinen präsidiialen Pflichten. Fast schon nicht mehr zu überblicken, wie viele Dekrete er seit seiner Amtseinführung unterschrieben hat.

Also, das mit den vielen Nationen in Europa, der Kleinstaaterei, das hatte man europäisch nun wirklich lange genug. Eigentlich konnte sich diese Mentalität über Jahrhunderte genug beweisen. Bis hin zu den blutigsten Schlachten, dem hinterletzten Charakter, das Mieseste als Ausgeburt, für das das mit den Nationen höchstverantwortlich war.

Bis zum Rand müßte es einem stehen. Scheinbar jedoch: Lange nicht mehr gesehen, europäisch, so was. Geschichtswerke reichen nicht mehr hin, in denen man alles ziemlich detalliert nachlesen kann.

Wer daran nicht glaubt, an das Endergebnis solcher Nationaldünkel-Denkweise, der muß zwar nur eins mitkriegen: Bis heute werden vielerorts Hinterlassenschaften ausgebuddelt. Selbst spielende Kinder finden an Bächen und so dergleichen Plätzen Granaten, Bomben. Mitunter sogar weiterhin höchst funktionsbereit. In dem Sinne in der Lage, im Heute noch größten Schaden anzurichten. Als was Höchstexplosives. Mit altvorderem Phosphor könnten auch gegenwärtig noch ganze Stadtviertel abbrennen. Geht so eine derartige Bombe mal an einem falschen Platz in die Luft, ist manches Problem fällig.

Und, obwohl man so was bis in den heutigen Tag hinein findet, überblickt, was es da früher, von wegen dieser Geisteshaltung an Auseinandersetzungen gab, möchte man so was wieder neu unterfüttern. Polstert es auf. Entschließt sich, wider besseren Wissens, derartige Stimmen aus dem häßlichsten Altertum zu hören, nur weil sie dir die Lüge, das Falsche mit einem sympathischen, jugendlicheren Gesicht zu erzählen wissen.

Selbst mit Weiberrock treten DIE dir vermehrt an, tun so, als hätte die Toleranz der anderen länger als notwendig bei IHNEN Platz.

Deshalb ist der Röhm-Putsch damals auch was Interessantes, eine Angelegenheit, die noch auf die "Weimarer Republik" mit all der sexuellen Befreiung und Toleranz Bezug nahm. Während ER, der "Führer", die mit der gleichgeschlechtlichen Liebe späterhin mit dem "unwerten Leben" mit aufsammeln ließ und ins KZ schickte.

Sie, die Europafeinde, Grenzzieher, Abschotter, die sollte man wirklich nicht als irgendwie Tolerante betrachten. Die, die in die Tage vor Adenauer, Erhardt sich zurückwünschen. Nicht länger als irgendwie notwendig werden die irgendwelche Toleranz üben.

Tja, Adenauer, De Gaulle, Leute, die die Vorarbeit für das Heutige leisteten, selbst tiefste Gräben zuschütteten. Als hätte De Gaulle nicht locker den nächsten Nazi erschießen können. Als Mann im Generalrang. Der sich zumeist militärisch kleidete.

Und die alten Briten, die erst zu sehen, die sich mit De Gaulle, Adenauer und mit den anderen zusammen rund um den Tisch hocken mußten. Nicht wegbleiben konnten, dort, samt ihrem noch weitaus größeren "Commonwealth".

Die in Britannien scheinen auf einem sehr guten Weg. In so die Tage vor Adenauer, De Gaulle und den anderen, die hier noch zu nennen wären. Selbst die eigenen britischen Vorväter inbegriffen.

Damals, als sich selbst diese britischsten Briten noch dazuhocken mußten, in die Tafelrunde zu dem Rest sich dazusetzen. Während die im Heute ihnen Horizont ziemlich verloren haben. Auch mit Hilfe eines oberkomischen Milliardärs, der für die britische Insel das Altertum auf einen guten Weg bringen konnte. Als ob das Alte - und vor allem das Gute daran -, so einfach wiederzufinden wäre. In einer anderen Gegenwart.

 

 

 

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