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Blog von TeddeMehr

Der Pudel und der Kern

18. November 2017 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware

Wo der Pudel nur den Kern versteckt hat ...?

Das mit der Regierungsbildung, das scheint schwer, dieser Tage, so Mitte November des Jahres '17 nach dem Millenium.

Zwar verstehen sich so drei konservative Parteien gewissermaßen. Nur, die vierte Partei, die ebenfalls zu Koalitionsverhandlungen geladen ist ... Die ist nicht unbedingt das der übrigen drei, oder?

Die Partei kommt schließlich aus einem eher linkeren, weltoffener ausgerichtetem demokratischen Horizont. Spricht das an. Während bei den anderen drei, die Brillengläser, die scheinen irgendwie beschlagen. Deren trüber Blick, der wandert denn ganz schön weit rechts raus. Als hätt's da was Bürgerliches. Wohl eher den Anschein davon.

Deswegen ist es so, daß Dinge, die bis vor ein paar Jahren noch ohne weiters möglich gewesen wären, freiweg und ohne allzu viele Probleme, plötzlich zu einer hohen Hürde werden. Fast nicht zu überspringen.

Obwohl die eine Partei sich nun mit jenen konservativen Parteien doch mal zu einer Zusammenarbeit bereit findet. Was bis vor kurzem jedenfalls noch als ziemlich unmöglich betrachtet werden hätte können.

Nur, bei jenen drei konservativen Parteien, die normal gewohnt waren, nur untereinander Koalitionsverhandlungen zu führen, hat sich glattweg darüberhinaus was getan. Sie werden scheinbar bedrängt. Da nützt es dann nichts, wenn eine vierte Partei weiter an die Mitte heranrutscht. Den verständigen Blick aufsetzt. Für Momente, die bei den anderen richtiggehend nicht mehr so vorhanden sind.

Und hier soll es nun, unter diesen Voraussetzungen, ein Vier-Parteien-Bündnis geben? Nachdem die Verhältnisse so sind, wie sie sind - sollte es ein Resultat geben?

Man fühlt sich schlußendlich als konservatives Lager gedrängt, eine abgeänderte Politik zu machen. Der Grund: eine neuere Rechtsdreher-Partei fischt momentan unter dem Deckmantel des schönen Wortes "alternativ" erfolgreicher wo Wählerstimmen ab. Mit unsäglich dumpfen Parolen, Vorurteilen, Halbwahrheiten. Dort, daß DIE umgehen, wo sie dem ersten Impuls bei einer Neuigkeit nachgeben wollen. Fast wie bei einem Lynch-Mob. Der das nicht kennt, daß es für ein Urteil Gerichte gibt. Daß man sie selber mit ihrem Treiben schlußendlich vor Gericht stellen könnte.

An einer europäisch-deutschregionalen Atmosphäre arbeiten da Leute, eine aus dem Vorvorvorgestern. Ewiggestrig.

So sind die Verhältnisse am Konservativen-Horizont, und, unter diesen Voraussetzungen nun, daß man eine Regierung bilden möchte. Besonders mit einer Partei als zusätzlichen Partner, der gewiß nicht sehr weit raus nach rechts Lieder singen will. Der mit diesem "neuen" Geist aus der allerbesten, hinterletzten Vorgestrigkeit herzlich wenig anzufangen weiß. Davon abgesehen, daß er ihn wahrnimmt, weil die Tänze dort deutlicher wahrnehmbar sind und gesehen werden.

Außer dieser Tatsache, das bei sich mitzubekommen, falls man selber mit derartigen Denkweisen ankäme, beabsichtigt man bei dem einen möglichen Koalitionspartner sicherlich nicht, sich das bißchen um irgendwelche rechtslasitge Belange, Kümmernisse zu kümmern, oder nicht? Die Bekümmerung allerhöchstens in dem Sinne, wenn man mitbekommt, daß man selber sich mit solchem irgendwie infiziert hat, daß man sobald wie möglich dafür sorgt, den ursprünglichen Zustand bei sich wieder herzustellen. Sich an einen Standort zurückstellt, den auch niemand verlassen muß. Um sich mit irgendwas dieser "Alternativen" gleichzumachen.

Das ist sicherlich DAS Riesenproblem dieser Koalition: Die einen mit ihrem deutlichen Rechtsruckblick, weil sie dort DIE Wähler vermuten, Die anderen, die das wohl nie einsehen können, daß dort auch nur irgendwas wäre. Bei denen. Schließlich brauchen SIE nichts von dieser Art Schein-Alternative. Für sie eher ein Witz wie von einem Gag-Schreiber einer Satiresendung, daß ausgerechnet so welche sich mit dem wirklich schönen Wörtchen "alternativ" benennen. Das Nicht-Alternative als Alternative quasi. Dort "alternativ" zu blicken, was für die besten Lacher.

Diejenigen Leute, die in irgendwelche Zeiten zurückwollen, so vor Adenauer, Erhard.

Man muß sich das nur vorstellen. Zurück vor Adenauer, Erhard.

Im Grunde nur ein flüchtiger Blick, der jedermann genügen könnte, sich den Überblick zu verschwaffen, was das für Zeiten waren.

Man kann und kann das nur wiederholen und wiederholen: Was davon, was vor Adenauer, Erhard war, braucht keiner. Für nichts. Höchstens was der Entnazifizierung der Alliierten kann man von dort nehmen, für die Gegenwart neu formulieren. Der Rest ist für jede Tonne dieser Welt. Dort zurück reinzukloppen, wo man's hergeholt hat.

Allerdings erfährt man dadurch nebenher, daß Adenauer, Erhard doch eine gewisse Größe hatten. Wie man das plötzlich auch an so den altvorderen Briten erkennt. Trotz ihres wertkonservativen Hintergrunds, daß die zu weiten Sprüngen in der Lage waren. Höchstsportlich.

Während denen der Gegenwart manches davon fehlt. Oder abhandengekommen ist. Weil alles an ihnen schal, abgestanden, bleich wirkt.

Statt die was zu bekämpfen, dem was Anständiges entgegenzusetzen, wollen sie den Rechtsdrehern und ihrer im Grunde billigen Propaganda hinterherlaufen. Als wäre da nirgends dichter, undefinierbarer Belag weiter dran, wäre da nichts mit dichten Spinnweben und traurigem Muff.

Husthust. "Wie das hier riecht!"

Vielleicht wäre DAS ja am Schluß der eine Koalitionspartner für DIE restlichen drei. Kommt Zeit, kommt Rat. Wie damals, so die Ära '33. Da haben Verschiedene um das Jahr '33 herum denn auch gedacht, daß sie sich von DENEN umarmen lassen könnten, auf die Schultern hauen.

Manch einer hatte da einen falschen Freund, einen dort ...

Und was kam bei derartiger Freundschaft für die Leute und die Bevölkerung raus? Besser, man hätte sich kühl, distanziert abgewandt, wäre rechtzeitig noch weggegangen. 

 

 

 

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