Die Frage der wechselnden Mehrheiten
Die Frage einer Minderheitsregierung geistert so rum.
Klar könnte das möglich sein, so eine Regierungsform.
Nur, sich die Mehrheiten von verschiedenen Orten zu holen. Ob das dann immer das Wahre ist? Wenn sich bei manchen Leuten was zeigt ...
Schließlich möglich, daß man, geht man dort und nicht da hin, was von sich bedeutet. Was dann wiederum verschiedene Türen zugehen läßt.
Daß die Problematik deutlich wird: Wer oder was ist das, daß Bestimmte sich auf ihren Posten halten? Am Schluß hat da was zuviel ein Geschmäckle.
Sind es etwa die Wirtschaftsliberalen. Die mit der Freiheit als Wirtschaftsbezug, daß die zum kleineren Partner werden. Dann ist das mit Sicherheit ganz was anderes als das, das sich ergäbe, wenn die ökölogisch Ausgerichteten die mit der Partnerschaft sind.
Bei so den Unterschieden. Den tiefen Gräben, die schon bei den vorausgegangenen Jahr-'17-Koalitionsgesprächen ncht zugeschüttet werden konnten.
Daß es, nachdem alles anfangs ganz gut anlief, daß der eine oder andere irgendwann nicht mehr größer unterstützen würde wollen, weil man von einer gewissen anderen Seite allzuviel Unterstützung erfährt. Zu ihr hintendiert.
Bei einem Zusammengehen mit den Wirtschaftliberalen wäre wohl das wahrscheinlicher, daß man das Wort eher bald mehr an die richtet, die den Deutschen mit dem schönen Wörtchen "alternativ" ganz alternativbefreit daherkommen.
Wäs dann zur Folge hätte, daß man Dritte beizeiten überhaupt nicht mehr anzufragen bräuchte. Daß man die einen ja fast fest für sich annehmen müßte. Womit man festgemacht wäre.
Und wenn man die mit der Ökologie im Vordergrund nimmt, was Zuspruch bei der Sozialdemokratie zu finden, das würde manchen in der eigenen Großpartei auch nicht so als Ausrichtung passen. Hauptsächlich denjenigen, die rechter Hand schielen, als gäbe es dort auch nur für irgendwas Annehmbares, Nützliches. Anderes als den Trug.
Und alleine ständig die kleineren Parteien anzufragen? Als eine Mehr-Parteien-Koalition ist das nicht zustandegekommen.
Wobei die wirtschaftlich "Freiheitlichen" eher eingeschränkter rumstehen. Ausschließlich mit den Konservativen gehen wollen. Sonst könnte ja eine zweite, größere Partei auch noch mal eine Regierungskoalition bilden.
Da wäre denn bald das hier am wahrscheinlichsten, daß Neuwahlen ankommen. Als irgendwas sonst. Ergibt sich kein fester Koalitionspartner mehr.
Die einen, die aus dem wertkonservativen, normalbürgerlichen Lager, das ist durchaus ein bißchen die Frage: Wie ist das, das mit ihnen? Die mit dem Wort "alternativ", die blinzeln ständig von rechter Hand zu ihnen rüber. Und man hat bei sich so ähnliche Erscheinungen.
Läßt das beim Thema "Flüchtlinge" anklingen. Nur, daß das am Ende noch zu ein klein wenig was anderem führt. Als dorthin, was die im Begehr hätten, die, die als Demokratiefeinde auf den Parlamentssitzen rumhocken. Die, die sich ziemlich gräßlich Altvorderes zurückwünschen. Erst mal nur so verharmlosend die Tage vor Adenauer, Erhard.
Vor Adenauer, Erhard? Was war denn da?
Daß scheinbar einfach nur das Exklusiv-Nationale wieder groß ginge. Das mit dem falsch verstandenen Patriotismus. Jenes mit den althergebrachten Grenzen. Und Dinge, die daraus resultieren, daß es wirklich altertümlich hinterletzt würde hier. Wie früher bereits beizeiten im Regionalhorizont, bei einer gewissen Aggressivität, die man den Tag legte, mit der man nach woanders hinstierte. Mit dem Wunsch, sich auch nach dorthin auszubreiten. Andere Länder zu unterjochen. Wenn nicht gar, zum Schluß, das Volk dort aus den Landschaften zu vertreiben. Um mit sich selber dort zu siedeln. Wo erst andere waren. Als wäre man wo in Amerika zur Gründerzeit, als die eingereisten Siedler die Gebiete von Jahr zu Jahr umfangreicher kolonialisierten. Nebenher die Indianer vertrieben, kartätschten, ausrotteten. Bis heute sind Indianer in "Reservaten" angesiedelt.
Wie schließlich auch die gestrige Politik bei gewisser reichsdeutscher Führung war. Für was so Feldzüge mitunter auch noch gut sein sollten. Das eine eine Art Herrenvolk, das andere ...
Na, hat das in der Gegenwart nicht was Obskures, es so in die Richtung zu betrachten? In einem Europa, in dem derzeit daran gedacht wird, damit anzufangen, mal einen Wirtschaftsminister mit den mannigfaltigsten Befugnissen zu installieren. Gemeinsame Truppen der vielen sind ebenso angesagt. Weil man vereint stärker ist als abgesondert. Außerdem spart man sich da ein bißchen Unkosten nebenher, wenn man nicht immer alles für sich selber hat, sondern jeder zum Beispiel diesen einen Panzer fährt, dieses Flugzeug fliegt. Schließlich ist Militär auch ein Kostentreiber. Und für militärischen Fuhrpark sind Ersatzteile vonnöten.
Wenn da andere auch noch dabei mitzahlen, hat man sich am Ende demnach auch noch ein weniges an Kosten gespart, die den Staatshaushalt ansonsten heftiger belastet hätten. Bei der teuren Ware, die hier anzuschaffen ist. Die man sonst für sich alleine zahlen hätte müssen. So jedoch ist auf mehrere Schultern verteilt.
Ganz davon abgesehen, daß geschlossene Grenzen den freien Warenverkehr hemmen. Wo doch jeder mit jedem Handel treiben möchte. Jede Warte-, Standzeit ist dabei etwas, ein Unkostenfaktor, der Ware nicht unbedingt kostengünstiger macht. Auch die, die man selber irgendwo anliefert. Die kostet andernorts am Ende auch mehr, bloß deswegen. Was eigentlich nicht notwendig wäre, hätte man Grenzöffnung.
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