Ein Gift, viel zu nützlich
Es scheint, das mit dem "Glyphosat" wurde verlängert, Ende November des Jahres '17 nach dem Millenium.
Weitere fünf Jahre für das Gift, daß jeder mit dem umgehen kann, wie er eigentlich möchte. Wenn er's daheim hat, kann er machen damit, was er will. Wie mit den restlichen zahllosen Giften auch.
Wenn man so Bauern zufällig bei der Arbeit zusieht, was dort die Düsen rauskommt - kann man da tatsächlich von kleinerer Dosierung sprechen?
Nun geht zwar die Rede, wie schlimm sich dieses Giftzeug auf die Natur auswirkt. Wie böse und tiefgreifend da Folgeerscheinungen sind.
Na ja, bloß, scheinbar, wen juckt's? Solang's noch einigermaßen wie sonst auch ausschaut.
Es ist einfach zu nützlich. Und nie bisher konnte eine wissenschaftliche Expertise es bringen, weil man von wegen dieser Nützlichkeit, die in dem Giftwerk verhaftet ist, einfach nicht davon abkommen will. Schon gar nicht als so eine Art industrieller Rechnertyp-Bauer und so. Der Ökonom, der alles im Stall bald nur noch per Rechneranlage kontrolliert. Sonst sich keine Arbeit mehr mit irgendwas machen möchte. Allumfassend gedenkt man zu ernten, alles restlos, bis aufs letzte genormte Gramm.
Nichts, das in dem Sinne mal weggefressen werden dürfte. Einzig und alleine DAS hat nochgerade auf den Feldern zu sein, das man aussät. Eben bei betriebswirtschaftlicher Totalauslastung. Der Rest ist "Unkraut" benannt. "Unkraut" wie "Ungeziefer". Und "Unkraut" und "Ungeziefer" interessiert keinen. Klingt wie "Vieh", "Viehzeug".
Der Gifteinfluß regelt es, das zu erntende steht stramm. Auch wenn alles mögliche dazu geregelt wird. Die Würmer unterirdisch weniger beispielsweise, haben kaum die altgewohnte Größe. Wie manches andere sich auch sehr eingeschränkt im Boden befindet, was sich früher noch so "Helferlein der Bauer" nannte. Also etwas, das er ohne allzu viel eigenes Zutun dazu kriegte.
Ist piepeegal. Hauptsache, es ist rechte Folklore. Man zeigt sich in den einheimischen Trachten. Erscheint national, heimatverbunden. Als hätte man irgendwie viel mit der Heimat zu schaffen. Und eins gewiß nicht: wie die früher mal war. Bei der heutigen Landschaft, die rein nutzenorient angesehen wird. Der große Flächen an Natur wie durch Geisterhand verschwinden. Jede Menge irren Flächenfraß. Für irgendwas, das es nebenan eigentlich längst schon öfters gibt. Nur nicht hier auch noch.
Das ganze folkloristische Getue. Etwa das in Lederhose. Regionaltracht. Die Volksmusikgesänge. Das gesamte Heimatgedöns. Marke: "eine schöne, naive Welt". Mit der man eigentlich nur noch was antäuscht, was in keinster Weise der Wirklichkeit entspricht. Angesichts der sorgenbefreiten Handlungsweisen, die man lebt. Bis hin, daß man nach Öl bohrt. Insgeheim Richtung "fracking" schielt. Es vielleicht geheim betreiben läßt. Wer weiß schließlich genau, was nebenan bei einem los ist. Man sieht vielleicht mal abgestorbene Bäume und so. Aber, so ist der Lauf der Natur. Es hat klimatische Vorfälle. Länger Trockenphasen gegeben. Das kann Bäume schon in Mitleidenschaft ziehen. Daß mal Totholz zu blicken ist.
He, so Bohranlagen sind bestens zu tarnen. Die Typen da reden alle harmlos, dir befreundet. Und was bei dir los ist, merkst du ohnehin erst nach ein paar Jahren, wenn bei dir die unerklärlichen Dinge geschehen. Dann sind sie lange weg, und du erinnerst dich kaum mehr an DIE.
Und wie verharmlost alles wird! NIE ist was nirgends. NIE. Alles kein Problem. Um nichts muß man sich Sorgen machen. Selbst wenn eine radioaktive Wolke wie was aus Tschernobyl über die Lande hinwegzieht. Erhöhe Radioaktivität war gemessen. Nur, war da was ...? Erregen muß sich deswegen doch keiner, oder? Gemeldet haben sie davon beinahe nichts. Nur, daß man's noch knapp erfahren mußte.
Siehst du den Trachtenzug dort? Alte Tracht. Wie Leute von früher. Tja, könnt schon sein, daß sie geistig ... Daß die wahrscheinlich auch aus altvorderer Gewohnheit so Parteien wählen. Die sie für heimatfreundlich, was Einheimisches, Heimatliches halten. Einfach von altersher gewohnt, daß die SIE wählen und so.
Diese Stimmen aus der Heimat, denken die sich, die sind ihnen immer gewiß. Dort kennt man nichts anderes. Als immer nur SIE. Und dergleichen.
Es ist ja am Ende auch alles gleichgültig, inbesondere das Ding mit der Heimat. Wenn was ist, vielleicht wars ja gar nicht DAS. Möglicherweise wars was anderes. Hättst eventuell gesünder leben müssen. Weniger gesoffen oder so.
Apropos: saufen? Ist "Glyphosat" nicht auch im Bier nachgewiesen? Oder im Wein? Oder...?
Überall! Von Bier, Wein wird dir nicht abgeraten. Von nichts.
"Glyphosat" ist lange überall angekommen, hat allergrößte Beheimatung, bei jedermann, und keiner hat so recht eine Ahnung, was das "Glyphosat" eigentlich so wirkt. Bei den Möglichkeiten, die es im Grunde hat, als was, das zu Krebs führen kann. Wobei, schon wahr, einer wird älter, der andere weniger alt. Wie's halt immer so ist.
Nur, wo gehörst du selber dazu? Weißt du's so genau? Wirst du trotzdem alt, älter? Oder kippst du eventuell unverhofft ein wenig früher von der Stange runter? Geht auch mit dreißig, vierzig, fünfzig.
Man müßt's echt nur mal genauer wissen. Wie empfindlich ist man?
Es wird im Hintergrund im großen Stil daran gearbeitet, das auszutesten. Einige haben's möglicherweise schon erfahren, wie's in Wahrheit bei ihnen war. Was sie so gesundheitlich ertragen konnten. Das Motto der Tabakindustrie: Churchill hat geraucht, Whiskey genossen, alles gemacht, und Churchill wurd steinalt damit. Die Frage dabei glattweg nur: Wie ist's bei dir? Kannst du das auch von dir behaupten, daß dich nicht viel was angeht, was andere aus den Galoschen kippen läßt? Hast du eine Churchill-Konstitution?
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