Die, ideal für unter fünf Prozent
Ideal wär das, nicht lange von wegen einer Regierung oder dem Weiterregieren herumzumachen, sondern sofort Neuwahlen anzusetzen, wären da welche plötzlich doch irgendwie ganz alternativ bei den Zahlen, die die IHREN wären: denen unter den fünf Prozent.
Dort gehören sie hin, sind sie ursprünglich daheim. Ihre angestammte Heimat. Samt ihrer Vollveräppelung. Auf gut bürgerlich.
Schließlich alles so "neu" bei ihnen. Vor allem die Worte. Worte eben wie "neu", "alternativ". Sie "alternativ" wahrzunehmen, ist, wie das Alternativbefreite als Alternative zu sehen.
Geradezu der Witz des neuen Jahrhunderts sind SIE deutschregional, als Alternative.
So was durfte jedoch blenden, dem gab man was zu. Damit sind sie in einen Bundestag eingezogen. In Echt. Obschon die Landesparlamente zu groß sind für DIE.
Ebenso unglaublich: Die eine andere Partei, die ebenfalls mit denen neu im Bundestag Einzug halten durfte, weil der Umfang der zustimmenden Wahlzettel unheimlicherweise dafür stand. Die, anderswo in Europa als "Freiheitliche" bekannt. Die reden davon, daß denen mit der "Alternative" wo geholfen wäre, wenn man Dinge nicht in deren Sinne sieht, die auch in der eigenen Politik zum Ausdruck bringt. Zum Beispiel, was so die Zuwanderung anbetrifft.
Man solle denen ja nicht die Möglichkeit geben, was sagen zu können. Das fürchten, daß deren "alternative" Wählerschaft sich dann noch mehren könnte. Daß man daran schuld hätte. Deshalb: leise. Besser, wie DIE reden. Ja tun, was DIE erwarten, daß getan werden sollte.
Solche Ängste, Befürchtungen hat es in Vergangenheitszeiten bereits in der "Weimarer Republik" gegeben. Da redeten Wahlkämpfer als Mitglied manch anderer Partei bald auch so, als wäre man lange bei den EINEN dabei. Als wäre man längst zu den "Nationalsozialisten" übergetreten, hätte diese andere Partei mit ihrem Parteibuch für sich erwählt. Als hätte man nichts Eigenes mehr gehabt, im Programmheft, damit voranzukommen. Oder eben auch nicht.
Und was hatte man am Ende davon, wie die "Nazis" zu tönen? Sich denen anzupassen, massiv gleichzumachen?
Die Nazis kriegten die Stimmen trotzdem. Praktisch als das Original.
Nur, sie konnten sich als Folge der Anpassung in ihre Richtung von anderen Parteien dann einigen Seilschaften sicher sein. Daß es wirklich so war, daß weiter ausgeholfen wurde, obwohl sie die Wahl nicht so umfänglich gewonnen hatten, wie sie es gerne gehabt hätte. Man hatte, wirklich wahr, noch wen nötig, allerletzte Schritte gehen zu können. Sonst hätte die Gefahr bestanden, die Wehrmacht und so hätte gerufen werden können ... Und wenn die Wehrmacht gehorcht, gegen die SA-Horden vorgeht ... Weil man aber doch sprach wie der Nazi selber, war man anzureden, brauchte man sich keine Sorgen zu machen.
Man stelle sich vor: alles war schon mal irgendwie. Die Hatz nach Wählerstimmen, weil da Ansager anderer Parteien die vor allem dort verorteten, daß sie sogar wie SIE von der Wahlkampfkanzel herplärrten. Böse imitierten. Daß es zu allzu vielem keine Unterschiede mehr gab, im Wahlkampf des Jahres '33. Eine Alternative war man selber wirklich nicht, nur der Parteiname war noch ein anderer.
Die Hilfe, wegen der bei einem angefragt wurde, ging, bis das mit dem "Ermächtigungsgesetz" durchs Parlament gebracht war. Am Ende hatte einige zu merken, daß die "Nationalsozialisten" IHNEN doch nicht so trauten. Zu IHNEN dazugehören konnte man dann auch nicht so. Ferngehalten wurde man vom innersten Kreis. Oder hat jemand allzu viele der Helferlein später noch größer umgehen gesehen?
Das konnte der mit dem "Tramp"-Bärtchen wirklich am Ende locker anbringen, hinter so einem Sarg eines abgehalfterten Weltkriegsgenerals hinterherzulatschen. Anreise, ein wenig mit der Andeutung einer staatstragenden Trauermiene, damit spazierengehen - warum nicht? Als der denn dann verstorben war. Der eine Greis. Nun doch Opfer seines hohen Alters. Oder nicht? Nachdem er zuvor die Tage im Jahr '33 so toll mitgeholfen hatte. Daß man auch noch die letzten Hürden problemlos nehmen konnte, daß man sich infolgedessen installieren hatte können. Zugestimmt wurde, als für die Totalabschaffung der Weimarer Republik gesorgt wurde, für ein dumpfes Despotenregime, einen bloßen Willkürstaat. Mit einem Durchregierer an der Staatsspitze. So richtig erklärt worden wars dem Volk wohl nicht, was das am Ende sein würde. Oder: Man wollte es nicht recht überblicken.
Schwer zu sagen, ob jeder Steigbügelhalter von IHNEN damals auch das kriegte, was ihm von IHNEN versprochen war. Ich weiß nur, daß die anderer Parteien wie ihre Parteien insgesamt aus IHRER Umgebung verschwanden. Es gab denn ab dem die Weimarer Republik abwickelnden Parlamentsauftritt Anno '33 bloß noch eine Parte. Und in der voranzukommen, wenn man nicht bereits vorher dort dabei war ...
Um in Lagern wie Dachau zu landen, mußte man nicht unbedingt "Sozialdemokrat" oder "Kommunist" gewesen sein. Obwohl das half. Dort konnte man gewiß auch gut hinkommen, wenn man über war ... Wenn für einen selber regionaler Mindereinfluß wo in der einen Partei im Staate nicht ausreichte.
Wer kann denn großartig Vertrauen in SIE haben, sich dessen sicher sein, sobald sich das mit eigenen Nützlichkeit erledigt hat?
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