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Blog von TeddeMehr

Die mit der verlorenen Unter-fünf-Prozent-Heimat

21. November 2017 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware

Zwei Parteien, die neu in den Bundestag eingezogen sind. Der Urheimat entführt.

Massiv die Fünf-Prozent-Hürde übersprungen. Fast, daß sie nichts von ihr merkten.

Als gäbe es da gar nichts. Für solche wie SIE.

Nun wundert man sich. Daß man nicht zu Potte kommen konnte. Bei so Verhandlungen über eine neue Regierung, ein Vier-Parteien-Bündnis.

Als hätten die einen das Scheitern inbegriffen gehabt, erscheint es manchen jetzt sogar.

Schwer zu sagen, was denen Gewinn bringt, ob ihnen, die scheitern ließen, das nun, in der Wortwolke, daß sie sich als standfest für irgendwas gezeigt hätten, einen größeren Ertrag bringt. Einen Zuwachs an Wählerstimmen, so neue Höhen in den Prozentzahlen der Wochenumfrage.

Es war auch schwierig, das Verhandeln. Bei den starren Haltungen, in die hineinlavriert man rumstand. Obwohl die eine Partei, die eher links der Mitte anzusiedeln war, sich dieser Tage doch dazu entschied, die Anfrage, die sie erreichte, nicht negativ zu bescheiden. Im Gegensatz zu früher.

Man bewegte sich. Trat näher ran an die politische Mitte.

Nur, daß dort sich welche ebenfalls bewegten, sich fortbewegten von dort. Mit einem starren Blick weiter nach rechts hinaus. Als gäbe es da was. Was anderes, als sich kühl davon abzuwenden.

Dort ist ganz einfach nirgends hinzugehen. Nach Zeiten vor Adenauer, Erhard zurückzuwollen, das ist fast, wie wenn man jeden Horizont verliert.

Das ist ein gnadenloser Verlust.

Viel zu gnadenlos.

Da muß man schon nicht mehr in der Lage sein, was von einem Verlust zu merken. Was Bezug darauf nimmt, daß die von rechter Hand ja daran arbeiten, daß viel Täuschung, Lug und Trug herrscht. Zu einer geistigen Verwirrtheit zu führen, dafür gehen sie.

Die Verwirrung in den Köpfen soll groß sein, daß IHNEN ausgeholfen wäre. Als die Erbnehmer. Die, die damals zwar nicht geboren waren. Aber die Erbschaft angenommen haben. Daß das mit dem Nachgeborensein wenig zählt.

Für was man dieses Erbe auch immer annehmen müßte, sie haben nicht drauf verzichtet.

Das sind sie, die zwei neuen Parteien, die das nächste Bundestagexemplar mit besiedeln. Das es anscheinend überhaupt nicht so geben wird, weil dann das darauffolgende Exemplar gewählt werden muß.

Es hatte sich schon konstituiert, und nun gibt es DAS überhaupt nicht. Es wird übersprungen.

Aber, ob was durch eine Neuwahl besser wird?

Schließlich halten sich die Unter-fünf-Prozent-Parteien weit jenseits ihrer angestammten Heimatregionen. Sie werden einfach nicht wieder nach Hause entlassen. Obwohl sie sich ziemlich dafür aussprechen. Daß sie dorthin zurückgeschickt werden müßten: unter die fünf Prozent.

Daheim ist daheim. Und IHR Daheim: jede einzelne Zahl unter den fünf Prozent.

Ihre gesamte Haltung ist das: die der Unter-Fünf-Prozent-Heimatregion. Dahingehend führen SIE sich beide schließlich ja auch auf.

Schwer zu sagen, warum das allzu viele nicht blicken. Daß es nicht die Unter-fünf-Prozent-Rückkehr geben könnte.

Jetzt haben die einen der beiden, anderswo in Europa freiweg als die "Freiheitlichen" bekannt, dort genausogut wie die mit dem Wort "alternativ" deutschregional, erst mal dafür gesorgt, daß Koalitionsgespräche platzen konnten. Das heften sie sich großspurig ans Revers. Diesen historischen Fakt.

Der Verdacht: von Anfang an hatten SIE das ohnehin inbegriffen. Sie wären ja auch nicht exklusiv bei dem Parteiendoppel gewesen, mit dem sie als Koalitionspartner vertraut sind.

Gleichfalls ein wesentlicher Punkt: die vierte Partei, auf die man nicht verzichten konnte.

Und jetzt haben sie sich aufgestellt, vor den Medienvertretern, sind DIE, die die Gesprächsrunde der Koalitionäre platzen ließen.

 

 

 

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