Wo der Pudel den Kern versteckte (Mitte Nov. '17-Momentaufnahme)
So ein Vierer-Bündnis von Parteien, das hat's momentan schwer.
Zwei Parteien aus dem konservativen Lager, die ein Doppel bilden, bei dem im Augenblick jedoch jeder des Doppels eine eigene Interessenlage vertritt. Dann die, die in der Vergangenheit gut mal "Partei der Besserverdienenden" genannt wurden; für die das Wort "Freiheit" ein Wirtschaftsbegriff ist.
Frisch hat diese Partei, die das Wort "frei" echt im Namen hat, erst die fünf Prozentmarke übersprungen. Ist dabei ziemlich hoch hinaus geraten. Wegen diverseren frischeren Larven.
Das letztemal in dem Bundestag war der Personenkreis überhaupt nicht vertreten war; hatte auch keinem viel gefehlt.
Und nun, entweder sofort: an die Fleischtöpfe der Macht mit ihnen. Als wäre zwischenzeitlich nichts gewesen. Oder sonstwie was, was sie wichtig macht. Zumindest für den Anschein.
Das Parteiendoppel und die Dritten, das sind sich allerdings eigentlich trauteste Koalitionspartner. Lange, lange Jahre hat man schon miteinander ...
Bloß, in der Gegenwart, bräuchte es zu denen noch jemanden dazu.
Jemand ist das allerdings, eigentlich einer anderen politischen Ausrichtung entstammend. Augenblicklich, daß man sich aus dem eher links blickenden politischen Spektrum weiter mehr Richtung Mitte begeben will.
Für eine Regierungsbeteiligung wäre das sicherlich gegangen.
Eine zusätzliche Kleinpartei, die am Ende noch zu den drei Altgewohnten dazukommen muß, zurzeit. Damit es zu einer Regierungsbildung kommen kann.
Dahingehend haben sie sich bewegt, haben darin eingewilligt, diese Verhandlungen aufzunehmen. Einzig und allein, auch bei den anderen, dem Parteiendoppel und den undurchsichtigen Wirtschaftsliberalen, hat sich was Größeres getan. Einige, die sich von wegen des Wahlausgangs im September des Jahres '17 von ihren ursprünglichen Standorten in Mittenähe fortbewegen wollen.
Das, was wahrscheinlich der Punkt ist, warum es bei diesen Koalitionsverhandlungen an allen Ecken und Enden geknarzt hat. Gewissermaßen borniert, daß manche aus dem Konservativenlager dahergeredet haben. In Betracht auf die vierte Partei. Und das, obwohl man doch miteinander rumverhandelte, nach Kompromissen suchte.
Kompromisse, die manchmal gesichtwahrend sein mußten, sonst im Grunde nichts. Weil man wo in einem Eck fix rumstand, wo einfach nicht leicht von dort wegzukommen war. Ohne Gesichtsverlust.
Da scheint der Hund begraben zu sein: daß welche den Rechtsblick nehmen. Gerne die Sicht nach weiter rechts raus. Trotzdem, daß sie nicht nur nach rechts hinaus was Stimmen verloren.
Daß das der neue Standpunkt ist, mit dem sie rumblinzeln. Der, der die Koalitionsverhandlungen maßgeblich was verkomplizieren konnte. Bei der vierten Partei, die wahrscheinlich das tolle Rechtsdrehende höchstens zur Kenntnis nimmt. Wie jeder das zur Kenntnis zu nehmen hat: Die sind in den Bundestag gelangt. Selbst Frauenkostüme ziehen SIE sich an. Tarnen sich nebenher mit mancherlei Toleranz, hauptsächlich der der andren.
Aber, bekümmern lassen möchte man sich von so was als Mitglied der einen wohl eher freidenkenden Parteienlandschaft wohl sicher nicht. Eher könnte man sie sich so vorstellen, daß sie, sobald sie derartiges bei sich bemerken, sich kurz schütteln, an die Stirn fassen, den einen Finger zeigen und was unternehmen, sich an den ursprünglichen Standort zurückzustellen.
Nahe der Mitte mit Linkstendenz ist das ein sehr gutes Plätzchen. Von dort muß wirklich keiner für irgendwas weg.
Während DAS, jede Rasterrechtsdrehung weiter raus ... Wegen der kann man allerhöchstens abwinken. Wenn man drauf angesprochen wird. Dort ist nichts, wird nie das allergeringste sein.
Wer der Meinung ist, in diese Landschaft sich hineinbegeben zu müssen, dem seine eigene Angelegenheit. Welchen dorthin hinterherzugehen, wenn man gut genug weiß, wie es dort aussieht, ziemlich unmöglich.
Für jemanden, demokratisch links, schwer, denen überhaupt linksrandig nahezukommen.
Das bleibt jedem seiner Phantasie überlassen. Wo hier die Möglichkeiten an Kompromißbereitschaft enden. Wie er sich mit Rechtsdrehungen veräppeln lassen will.
Man wird es wohl mit Neuwahlen versuchen müssen. Obwohl die weiter draußen rechter Hand weiter keinen Einbruch erleben wollen; davon weit und breits nichts zu erkennen ist, daß sie ihre wahre Unter-fünf-Prozent-Heimat wiedersehen, ihr Daheim.
Oder man verschafft sich als Konservative nun doch die Möglichkeit einer Minderheitsregierung, die ...
Irgendwer müßte die stützen. Der nicht böse ist wegen den wechselnden Mehrheiten und so.
Und dann, wenn es darauf hinausliefe, daß jemand mit Rechtsdrift insbesondere zu Parlamentsmehrheiten verhilft ...
Das würde sicherlich einen ziemlichen Unterschied machen.
Für dieses Geschmäckle, für das muß man deutschregional auch erst mal gut zeichnen.
Nur, wer nicht mehr schmeckt, was er da im Mund hat. Oder sich in der Lage sieht, diese Speise ohne das geringste bei sich zu merken, hinunterzukriegen. Dann ...
Dann muß es das wohl sein.
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